"Wir sehen die Grenze zwischen Großkunden und Mittelstand bei einem Umsatz von 500 Mio. Euro", umreißt Andreas Muther, Leiter Klein- und Mittelbetriebe (KMU) bei SAP. Im Detail sei die Abgrenzung aber auch eine Frage der Kundenanforderungen. Auch bei Großkunden seien oft schon überwiegend die Servicepartner aktiv (85% der Services werden von Partnern erbracht), das Neukundengeschäft bei KMU gehöre gänzlich den Partnern.
"Der Mittelstand wünscht sich einerseits Standard-Software, andererseits aber auch spezifische Anpassungen, die nur unsere Partner erbringen können", weiß Muther. Das bestätigt auch Michael Neuwirth, CEO und Shareholder von Redtenbacher Präzisionsteile: "Wir produzieren kleinste Teile für die Brillenindustrie und fertigen vorwiegend in Österreich und Slowenien." Man sei bereits 350 Jahre am Markt (Urprodukt: Sensen) und wolle auch in Zukunft Marktführer im gewählten Segment sein. Durch die hohe Automatisierung der Fertigung könnte man auch in China nicht billiger produzieren.
Planung vereinfachen, Produktion optimieren
Auf der Suche nach einer integrierten Lösung für die schwierige Fertigungsplanung habe man sich drei ERP-Anbieter in Workshops sehr genau angesehen. "Eine unserer Spezialanforderungen ist die rollierende Planung, was sich letztlich mit der SAP-Lösung am besten realisieren ließ", so Neuwirth. Angeboten wurde die SAP-Lösung vom Partner "all for one", einem Unternehmen der AC-Gruppe.

Erich Losert, Geschäftsführer des SAP-Partners „all for one“, einem Unternehmen der AC-Gruppe: „Wir sind seit 1998 am Markt und bieten Interessenten einen eintägigen Gratis-Check, um den Umfang des möglichen Projekts abschätzen zu können.“
"Unser erklärtes Ziel war eine Auslastung der teuren Produktionsmaschinen von 85-90% zu erreichen", erläutert Neuwirth. Da die Umrüstung der Maschinen auf neue Produkte sehr teuer und aufwändig ist, galt es, die Auftragsabwicklung zu optimieren. Rohmaterial, Werkzeuge und Personal sollten durch bessere Planung optimiert zur Verfügung stehen. Der derzeitige 3-Schicht-Betrieb sollte zudem möglichst auf einen 2-Schicht-Betrieb reduziert werden können: "Die Tagschichten sind einerseits billiger, andererseits entsteht hier auch weniger Ausschuss!" Die bisher mittels Excel-Tabellen erfolgende Planung werde nun durch das System einfacher und besser durchführbar. "Unsere Planung ist sehr komplex: Um im Mai auf der größten Brillenmesse in Mailand mit unseren neuen Produkten präsent zu sein, müssen wir bereits Anfang September die Anforderungen an die Produktentwicklung geben", gewährt Neuwirth einen Einblick in den internen Planungsablauf.
Ziele im KMU-Markt

Andreas Frey, Sales-Manager für das das kürzlich vorgestellte und ab dem zweiten Quartal in Österreich verfügbare SAP-Produkt „business by design“: „Erst ausprobieren, dann kaufen!“
Das kürzlich vorgestellte "business by design" werde hierzulande im zweiten Quartal 2008 verfügbar sein. "Diese "on demand"-Lösung werden wir unter dem Motto anbieten: Erst ausprobieren, dann kaufen", ergänzt Andreas Frey, der zuständige Sales-Manager. Den 30tägigen Testbetrieb könne man dann direkt in einen Vertrag überführen, wobei zumindest 25 Nutzer im Unternehmen sein sollten (Mindest-Lizenzumfang). "Unsere Zielgruppe für dieses neue Produkt sind vor allem stark wachsende Unternehmen, die schnell und einfach das System nutzen wollen", so Frey. Alles sei sofort auf der Plattform sichtbar und daher keine Schulung vorgesehen. Services sind nach Bedarf abrufbar: "Hier eröffnen sich unseren Partnern neue Chancen!"




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8/2011
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Dr. Manfred Wöhrl ist Geschäftsführer der R.I.C.S. EDV-GmbH (Research Institute for Computer Science, www.rics.at), spezialisiert auf Securitychecks und Security-Consulting. 