Nmetschek setzt mit der neuen Version ihres Allplan BIM (Building Information Modeling) 2008 weiterhin auf integrierte Planung. Hier hat die Münchner Firma die größte Marktkompetenz und darauf will man auch in Zukunft verstärkt bauen. Vorstand Michael Westfahl stellt bei der Vorstellung des neuen Produktes dazu fest: "Die Kunden wollen die Anwendungen beim Arbeiten nicht wechseln" und untermauert diese Tatsache mit fabelhaften Wachstumszahlen bei den integrativen Anwendungsmodulen. Die Vorteile liegen mit der Vermeidung von Doppelgleisigkeiten und Vereinfachungen im Planungsablauf auf der Hand.
Wechseln der Funktionen
Die Arbeitsweise nennt sich Round-Trip-Engineering. Ein nahtloses Zusammenspiel von CAD und Statik verbirgt sich dahinter. Eine einzige Datengrundlage reicht sowohl für die Darstellung der Konstruktion als auch für die Architekturdarstellung. In einem weiteren Schritt werden aus dem Tragwerksmodell automatisch die statischen Auswirkungen ermittelt und dargestellt.
Die Funktion "Design2cost" bietet den Planern in verbesserter Form die Möglichkeit Stückmengen, und Baumassen im Hintergrund berechnen zu lassen. So bekommt der Planer früh einen exakten Überblick über die Einhaltung von Kostenlimits von Ausschreibungen. Als Berechnungsgrundlage werden hierfür Mengen- und Massenvorgaben der ÖNORM herangezogen. Auch diverse internationale Normen sind eingearbeitet und unabhängig von der Bearbeitungssprache abrufbar. Auf die Korrektheit der Grundlagen ist dank Zertifizierung von TÜV verlass.
Praxis erleichtert
Um die Abstimmung von Architekten und Fachplanern zu beschleunigen, hat Nemetschek in der neuen Version den Datenaustausch erheblich vereinfacht. So unterstützt das Programm neben den traditionellen Austauschformaten die beiden Zukunftsformate der Bauindustrie PDF und IFC. Über PDF können Anwender beispielsweise nicht nur Planungsunterlagen mit Layern importieren und exportieren, sondern sogar komplette 3D-Modelle übermitteln. Für Ingenieure wird es dann möglich, ihren Planungspartnern, Bauleitern und Auftraggebern komplexe Details in anschaulicher Form, zwecks Abstimmung, zur Verfügung zu stellen. "Insbesondere im Umgang mit Bauherren, bringt so eine unkomplizierte Darstellung mit einfacher Übermittlungsmöglichkeit das Projekt weiter", resümiert Architekt Stephan Prietzel nach einem Vorabtest der neuen Version.
Die Gefahr der Überladung des Produktes besteht, angesichts seiner umfassenden Funktionen. Der deutsche Hersteller hat das aber erkannt und sich gewappnet. Wer etwa nur Ingenieurbau damit betreiben will, wird nicht genötigt, die rund hundert Tools in Anspruch zu nehmen. Zu einer Basisausstattung kann der Anwender die für ihn interessanten Funktionen dazu nehmen. Allplan BIM 2008 ist ab Oktober in Österreich mit den Sprachen Deutsch und Englisch im Fachhandel. Die multilinguale Version in 16 Sprachen ist ab Jänner 2008 verfügbar.




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8/2011
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Dr. Eric Scherer ist Geschäftsführer des anbieterunabhängigen Beratungs- und Marktforschungsunternehmens i2s. Er gilt als einer der führenden ERP-Experten und ist Initiator der ERP-Zufriedenheitsstudie. 