Vor wenigen Jahren kämpfte Beko noch mit den Folgen der Dotcom-Blase. Davon ist heute freilich nur noch wenig zu spüren. Man spricht seit zwei Jahren wieder davon, wie schwer es ist gut ausgebildete Mitarbeiter zu bekommen. Doch selbst dieses Phänomen sieht Ing. Friedrich Hiermayer, Sprecher des Vorstands der Beko Engineering & Informatik AG, heute aus einer anderen Perspektive. Es ginge nicht mehr darum krampfhaft neue Mitarbeiter zu lukrieren. Heute müsse man mehr bieten. Dazu zähle seiner Meinung nach ein interessantes Arbeitsumfeld, interessante Projekte, Weiterbildungsmöglichkeiten, eine gutes Arbeitsklima und nicht zuletzt auch faire Bezahlung. Das alles bietet Beko seinen Mitarbeitern und der Erfolg in Sachen Personalfragen scheint der Strategie Recht zu geben.
Doch auch finanzielle Kennzahlen passen. "Der Garant für unseren Erfolg ist die konsequente Umsetzung unserer Strategie 2010, die auf regionalem Wachstum und einer klaren Ausrichtung unserer Lösungskompetenzen auf die Herausforderungen unsere Kunden in den vier Kernbranchen beruht", so DI Wolfgang Gmeinbauer, Leiter Geschäftsfeld Beko Informatik, gegenüber Monitor. Musterbeispiele: Die Grazer Informatik-Geschäftstelle kann seit der Eröffnung des Standortes Anfang 2006 auf zahlreiche Erfolge verweisen. So konnte im letzten Jahr der Umsatz enorm gesteigert und IT-Projekte erfolgreich realisiert werden. Aber auch in Kärnten konnte das Unternehmen erfolgreich Fuß fassen und von Linz aus strahlt man mittlerweile bis in den süddeutschen Raum.

„Ein nächster Schritt für uns als gesamte Beko ist die bessere Koordination unter den verschiedenen Töchterunternehmen der Beko Holding.“ - Ing. Friedrich Hiermayer, Sprecher des Vorstands der Beko Engineering & Informatik AG
Trotzdem wollen die Beko-Manager die Ressourcen der Auslandsschwestern in Zukunft besser nutzen. Hiermayer: "Ein nächster Schritt für uns als gesamte Beko ist die bessere Korrdination unter den verschiedenen Töchterunternehmen der Beko Holding." Das will heißen, dass die Kommunikation auf Management-Ebene ständig verbessert werden soll und dadurch zum Beispiel Beko in Tschechien an österreichischen Projekten mitarbeitet und natürlich auch umgekehrt.
Projekte zum Angreifen
Die abgeschlossenen Projekte der letzten Monate unterstreichen die Erfolgsgeschichte. Mit der Wave Solutions Information Technology GmbH, einer 100%-igen Tochter der Bank Austria Creditanstalt, konnte eine strategische Kooperation zum Thema Sepa (Single Euro Payments Area) vereinbart werden. Sepa steht für die Verwirklichung eines einheitlichen EU-Zahlungsraumes. Die Kooperation umfasst die projektbezogene Zusammenarbeit in einem aktuellen Projekt.
Weiters unterstützt Beko Informatik das Finanzministerium (BMF) im Auftrag der Bundesrechenzentrum GmbH (BRZ) bei der Harmonisierung der Pensionen für die Bundesdienststellen. Dazu gehören zum Beispiel die Kommunikation, Erstellen von Konzepten und technischen Vorgaben, Koordination der softwaretechnischen Umsetzung sowie Durchführung von Tests und Abnahmen. In weiterer Folge wurde auch für die Erstellung der fachlichen Benutzer-Unterlagen, Troubleshooting und den Usersupport Verantwortung übernommen.
Ganz besonders Stolz sind Hiermayer und Gmeinbauer auf das übergreifende Projekt "Smart Home für ältere Menschen" an dem gerade gearbeitet wird. "Hier können wir unsere Kompetenzen aus den einzelnen Geschäftsbereichen der Beko Engineering & Informatik voll ausschöpfen und in ein für die Beko noch nie dagewesenes Produkt verpacken", so Hiermayer. Im Rahmen der dazugehörigen EU-Initiative soll es älteren Menschen einfacher gemacht werden, sich in Zukunft selbst länger zu versorgen. Doch mehr wollen die Beko-Vorstände erst zu einem späteren Zeitpunkt dieses Jahres verraten.




1/2012
8/2011
7/2011


Alexandra Riegler arbeitet als freie Journalistin in den USA. Zu ihren Spezialgebieten zählen die Themen Technologie und Forschung. 