Die Österreichische Kontrollbank Aktiengesellschaft (OeKB) ist Österreichs zentraler Finanz- und Informationsdienstleister für Exportwirtschaft und Kapitalmarkt. Das Institut erfüllt Spezialaufgaben für Unternehmen und Finanzinstitutionen, insbesondere für die Republik Österreich. Um weiterhin für alle Anforderungen und Sicherheitsstandards gerüstet zu sein, hat die OeKB bis Ende des Jahres alle Workstations auf Microsoft Windows Vista und Microsoft Office 2007 umgestellt.
Jedes einzelne österreichische Wertpapier kann weltweit eindeutig identifiziert werden - Dank sogenannter "Wertpapierkenn-Nummern", die durch die OeKB für Aktien, Anleihen & Co zentral vergeben werden. Das ist nur eine der zahlreichen Aufgaben, die von der Österreichischen Kontrollbank Aktiengesellschaft tagtäglich erledigt werden, schildert Ursula Steinbrugger, IT-Spezialistin bei der OeKB: "Unter anderem sind wir auch am Energiesektor oder in Sachen Broking tätig. Sämtliche Geschäftsfelder sind jedenfalls mit höchster Vertraulichkeit für die Beteiligten verbunden. Ein absolutes Daten-Sicherheitsnetz ist für uns daher unentbehrlich." Der Umstieg auf Microsoft Windows Vista wurde bereits Anfang des Jahres 2007 ins Auge gefasst. Mit Juni startete dann auch schrittweise das Roll-Out.
Ready für moderne Applikationen
"Wir arbeiteten bisher mit Windows 2000, hatten seinerzeit den Umstieg auf Windows XP ausgelassen", beschreibt Informatikerin Steinbrugger. "Es gibt zwar noch Updates für Windows 2000, doch der Lebenszyklus dieses Betriebssystems neigt sich langsam dem Ende zu." Manche der OeKB-Anwendungen würden in ihrer nächsten Generation - wenn überhaupt - nur mit großer Mühe laufen.
Gemeinsam mit Microsoft Gold Certified-Partner Hewlett-Packard Österreich wurde daher an einer Frischzellenkur gearbeitet. Gerald Six von HP Österreich: "Die OeKB entschied sich sofort für Windows Vista. Bereits zuvor war Microsoft Office SharePoint Server 2007 eingeführt worden, wodurch auch Microsoft Office 2007 auf 370 Client-Plätzen installiert werden sollte. Die Gelegenheit zum Umstieg war also doppelt günstig."
Eigenes "OeKB-Image" auf den Clients
Mit Jahresanfang 2007 gab es dazu den Startschuss. Im Rahmen des Projektes "Vista Deployment für die komplette OeKB" hat HP Österreich die Österreichische Kontrollbank bei den Vorbereitungen begleitet, beschreibt Gerald Six: "Im Zuge dessen haben wir ein auf die Bedürfnisse des Instituts zugeschnittenes Image erstellt. Dieses kann das Institut jetzt nicht nur selbst unternehmensweit auf die Rechner verteilen, sondern auch selber warten." Womit auch bereits begonnen wurde, sagt Ursula Steinbrugger: "Wir rollen das System abteilungsweise aus. So haben wir von der IT die Möglichkeit, immer voll für die speziellen Bedürfnisse einer Abteilung da zu sein."
Um die Umstellung für alle Beteiligten so reibungslos wie möglich zu gestalten, wurde im Vorfeld das Microsoft Application Compatibility Toolkit 5.0 (ACT 5.0) angewendet. "Mögliche Konflikte zwischen alten, bisherigen Applikationen und Software von anderen Anbietern mit dem neuen Betriebssystem konnten so bereits im Vorhinein erkannt und ausgemerzt werden", beschreibt Ursula Steinbrugger. Doch nicht nur glatt sollte die Umstellung verlaufen, sondern auch sicher, erklärt Gerald Six von HP. "Ein wesentliches Ziel war der Einsatz neuer Sicherheitstechnologien wie zum Beispiel BitLocker. Das ist die neue spezielle Laufwerksverschlüsselung mit Windows Vista, welche die Daten der Workstations vor unbefugten Zugriff schützt. Die OeKB erspart sich dadurch auch zusätzliche Sicherheitssoftware von anderen Anbietern."
Leichtere Wartung
Einsparungen erwartet die Österreichische Kontrollbank Aktiengesellschaft künftig auch bei der Zeit für Wartung und Neuinstallationen, sagt Gerald Six von HP. "Die Pflege und Aktualisierung des neuen OeKB-Images ist von der IT-Abteilung aus möglich. Und wenn neue Anwendungen installiert werden, klappt das durch die detaillierteren Administratorrechte noch einfacher und rascher als bisher." Der User am PC gewinnt zusätzliche Zeit mit den neuen Office 2007 Applikationen, ist OeKB-IT-Fachfrau Steinbrugger überzeugt: "Durch die Nutzung zentraler Formulare über den Microsoft Office SharePoint Server 2007 wurde das Suchen und Finden von Vorlagen wirklich übersichtlich. Das Feedback der Kollegen ist sehr positiv."
"Um eine innovative und aktuelle IT zu haben, sind wir mit der OeKB unter den ersten, die im ganzen Unternehmen Windows Vista ausgerollt haben", freut sich Ursula Steinbrugger. Und dabei war die Zeit zwischen Projektstart und den ersten Umstellungen an den Arbeitsplätzen bemerkenswert kurz, so Gerald Six: "Das waren nämlich nur vier Monate. Die Kontrollbank hat hier wirklich das Projekt auch intern sehr rasch vorangetrieben."




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7/2011


Alexandra Riegler arbeitet als freie Journalistin in den USA. Zu ihren Spezialgebieten zählen die Themen Technologie und Forschung. 