Akronyme im Trend: MDM, EMI, RTI
Wachsende Bedeutung wird 2008 dem Metadatenmanagement (MDM) zugesprochen. Dieses ermöglicht Optimierung, Abstraktion sowie den semantischen Abgleich von Metadaten, um einerseits deren Konsistenz und Integrität, andererseits deren Wiederverwendbarkeit und Simultanbenutzbarkeit zu garantieren. So sollen bis 2010 sowohl interne als auch externe Daten zu einem gemeinsamen Enterprise Information Management (EMI) zusammenwachsen.
Während Social Software im Enterprise-Bereich noch bis mindestens 2010 ein heißes Thema bleiben soll und gleichzeitig die Bedeutung von Mashups zunimmt, bleiben die Trends an der Basis unverändert. Als Grundlage gilt weiterhin Virtualisierung als unerlässlich. Diese erhöht nicht nur die Wendigkeit der IT, um in weiterer Folge mit größeren Lasten umgehen zu können. Gemeinsam mit Service-Levels und Policy-basierter Automatisierung begründet Virtualisierung die gepriesene Realtime Infrastruktur (RTI). "Im Laufe von 2008 erwarten wir, dass sich Virtualisierungssoftware zunehmend in die Infrastruktur integriert, um Teil des Computing Fabric zu werden", so Al Gillen, Research Vice President System Software bei IDC.
Gadgets und Generation Virtual

Gleiche Preiskategorie, ähnliches Design: Samsung will mit seinem Qbowl Croix F700 Apples iPhone Paroli bieten.
Den Handymarkt aufgerüttelt hat 2007 die Einführung von Apples iPhone. Modelle, die sich im Formfaktor ähneln, dürften auch 2008 hoch im Kurs stehen, insbesondere, wenn diese bei den inneren Werten, wie 3G-, WiFi- und Modem-Funktionalität punkten.
IDC sieht zudem sogenannte "Web Gadgets" am aufsteigenden Ast. Diese sollen die Lücke zwischen Notebooks und Smartphones schließen und zu einer Belebung der Location-based Services (LBS) führen. Eines dieser Geräte ist "Kindl", ein E-Book-Reader von Amazon, der dem Markt für elektronische Bücher einen kräftigen Schub verpassen soll. Durch die Verwendung von elektronischem Papier liefert Kindl gute Bildqualität und lange Akkulaufzeit.
Sollten Gartners Prognosen für die Mitte des nächsten Jahrzehnts zutreffen, dürfte es die Kundenansprache sein, die künftig den größten Umwälzungen unterliegt. Hintergrund ist der Einzug von Alt und Jung ins Internet, wo sich die Alterscharakteristika schließlich nivellieren. Wer nun "Generation Virtual" ist und wer ein in die Jahre gekommener Babyboomer ist, zeigt sich zumindest nicht am Käuferverhalten. Unternehmen müssten demnach eher Online-Charaktere als Altergruppen ansprechen. Adam Sarner, Principal Analyst bei Gartner: "Wenn Unternehmen von demografischen zu psychografischen Methoden wechseln, brauchen diese neue Prozesse, Know-how sowie eine Restrukturierung beim Einsammeln und Verwenden von Daten." Damit sollte weiterhin für Herausforderungen gesorgt sein.



1/2012
8/2011
7/2011


Dr. Eric Scherer ist Geschäftsführer des anbieterunabhängigen Beratungs- und Marktforschungsunternehmens i2s. Er gilt als einer der führenden ERP-Experten und ist Initiator der ERP-Zufriedenheitsstudie. 