Die Gründlichkeit, mit der der Euro den Dollar aussticht, erschwert europäischen Unternehmen nicht nur das Exportgeschäft. Weil auf der anderen Seite des Atlantiks nicht einmal das florierende Weihnachtsgeschäft über die Misere am Subprime-Hypothekenmarkt hinwegtäuschen kann und gemeinsam mit steigenden Treibstoffpreisen und sinkendem Dollarwert vieles in Richtung einer handfesten Wirtschaftskrise deutet, die den gesamten Weltmarkt verunsichert, leidet Europa erneut.
Die laue Stimmung in den USA wird unter anderem von Reuters und der University of Michigan im Rahmen des "Consumer Sentiment Index" erhoben, dessen Wert im November auf 76,1 fiel. Tiefer lag dieser nur nach dem Hurrikan Katrina.
Auch die EU korrigiert ihre Wachstumszahlen nach unten, nicht zuletzt, weil die steigenden Kosten für Energie und Lebensmittel die Inflation antrieben. 2,2 Prozent Wirtschaftswachstum sollen für 2008 übrig bleiben, 0,3 Prozentpunkte weniger als zunächst erwartet.
Die Marktforscher von Gartner lässt dies für 2008 die Erstellung von zwei Budgets empfehlen. Neben dem "herkömmlichen" Finanzplan sollte ein zweiter ein mögliches Downturn-Szenario berücksichtigen. Denn laut Ken McGee, Vice President and Gartner Fellow, seit es nicht ratsam zu warten bis die Zeichen eindeutig seien. Auch die Kollegen bei IDC raten zur Vorsicht: Die weltweiten IT-Ausgaben sollen 2008 langsamer wachsen als bisher. Erwartet wird ein Zulegen des IT-Marktes von 5,5 bis 6 Prozent. 2007 erreichte der Wert noch 6,9 Prozent.




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8/2011
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Dunja Koelwel ist freie Journalistin in München. Die studierte Juristin arbeitet für Verlage und Agenturen und betreut vor allem die Themen Internet und Business-Software aus einem strategisch- wirtschaftlichen Blickwinkel. 