EUROSOX ist die europäische Modifikation des amerikanischen Sarbanes-Oxley Acts. Dieses US-Gesetz wurde von Paul Sarbanes und Michael Oxley initiiert und als Folge der Bilanzskandale um Enron und Worldcom am 30. Juli 2002 in Kraft gesetzt. Es betrifft alle US-börsennotierte Unternehmen.
Dadurch soll erreicht werden, dass veröffentlichte Firmendaten und Bilanzen stimmen bzw. bei Modifikationen eindeutig Schuldige gefunden werden können ("Sicherung der Verlässlichkeit von Finanzinformationen"). Ein internes Kontrollsystem (IKS) muss vorhanden sein.
Es gibt aber noch keine Angaben, wie Wirtschaftsprüfer dieses überprüfen sollen. Die Dokumentation der IT- und TK-Infrastruktur eines Unternehmens wird auf alle Fälle ein wesentlicher Bestandteil einer Überprüfung sein. Ohne aktuelle Dokumentation besteht eine persönliche Haftung des Managements und wird als Organisationsverschulden sanktioniert werden.
In diesem Zusammenhang wurde auch der Begriff "IT-Governance" geprägt. ("IT-Governance liegt in der Verantwortung des Vorstands und des Managements und ist ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmensführung. IT-Governance besteht aus Führung, Organisationsstrukturen und Prozessen, die sicherstellen, dass die IT die Unternehmensstrategie und -ziele unterstützt." Zitat: Wikipedia).
Die IT-Governance balanciert im Wesentlichen zwei Bereiche:
- Schaffen von Unternehmenswerten
- Minimieren von IT-Risiken.
Wen betrifft EUROSOX?
Gemäß EU-Richtlinie sind alle Unternehmen betroffen, die "von öffentlichem Interesse" sind, speziell genannt werden:
- Börsennotierte Unternehmen
- Banken
- Versicherungen
Zusätzlich kann jedes Land eigene Kriterien aufstellen, wie Größe eines Unternehmens (z.B. Beschäftigte), Umsatz usw. (Richtline 2006/43/EG - Artikel 2, Absatz 13)
Welche Werkzeuge soll EUROSOX verwenden ?

Dr. Manfred Wöhrl ist Geschäftsführer der R.I.C.S. EDV-GmbH (Research Institute for Computer Science), spezialisiert auf Securitychecks und Security-Consulting. Wöhrl ist Vortragender und Betreuer bei einer Reihe von Seminaren und Tagungen und gerichtlich beeideter und zertifizierter Sachverständiger und im Vorstand der ADV und itSMF-Austria.
Bis 29. Juni 2008 muss die innerstaatliche Umsetzung der 8. EU-Richtlinie in Österreich vollzogen sein und betrifft eine Reihe von Gesetzen.
Abschließend ist festzuhalten, dass durch EUROSOX ein Regulativ für große Unternehmen geschaffen wurde, kritische (Finanz)Daten gesichert zu behandeln, KMUs und Unternehmen, die nicht im öffentlichen Interesse liegen oder mit einer Bilanzsumme unter 80 Millionen Euro davon nicht betroffen sind.
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http://ec.europa.eu/internal_market/auditing/directives/index_de.htm





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Dr. Christine Wahlmüller-Schiller ist freie Autorin und Kommunikationsberaterin, spezialisiert auf die IT- und Telekom-Branche. 