"Durch den Verkauf unseres HP- und IBM-Geschäfts können wir unsere Management-Ressourcen auf neue Technologiebereiche ausrichten", so Erik Walter, Vice President und General Manager Sales und Marketing bei Magirus im Gespräch mit dem MONITOR. In den letzten Jahren habe sich die EID zu stark in Richtung "Boxmoving" entwickelt - bei steigendem Aufwand und bei sinkenden Margen. Diesen Weg habe man nicht weiter gehen wollen und der Verkauf an Avnet sei zum idealen Zeitpunkt erfolgt: "Wir können uns jetzt auf Bereiche konzentrieren, die über ein starkes Wachstumspotenzial verfügen und in denen wir zusätzliche Mehrwerte durch unsere technische Expertise und Know-how im Beratungsbereich generieren können."
Außerdem möchte man als "Trend-Scout" neue Technologien für diesen lösungsorientierten Ansatz nutzbar machen, so wie das mit dem Virtualisierungs-Thema in den letzten Jahren gelungen sei. Magirus, das vor dem EID-Verkauf rund 600 Mio. Euro Jahresumsatz "schwer" war, soll 2010 wieder dieses Niveau erreichen. Man werde dabei auf organisches Wachstum und Firmenzukäufe setzen, so Walter.
In Österreich wird Thomas Seyfried als neu berufener Country Manager diese Strategie umsetzen. Seyfried war zuletzt als Sales Director in Österreich für den Enterprise Solutions bereich zuständig. "Unsere Aktivitäten sind schwerpunktmäßig auf ein sehr lösungsorientiertes Geschäft mit Resellern und Fachhändler ausgerichtet", erläutert er.
Im Fokus stehe dabei die Kombination aus Produkten mit den entsprechenden Dienstleistungen. Vor allem den PreSales Bereich möchte man bei Magirus forcieren und die Beratungsleistungen für die Business Partner weiter ausbauen. So liegt man beispielsweise bei VMware-Schulungen in Österreich an führender Stelle. Vor diesem Hintergrund ist auch an eine Erweiterung der Partnerlandschaft gedacht, vor allem im Security-Umfeld werden noch Partner gesucht.
Als Startpunkt in die "neue" Unternehmenszukunft dienen Magirus die langjährigen Erfahrungen im Storagebereich mit EMC und als Virtualisierungsspezialist (VMware). "Magirus hat das Thema Virtualisierung bereits vor einigen Jahren strategisch aufgenommen und stellt hier ein komplettes Softwareportfolio inklusive der begleitenden Dienstleistungen zur Verfügung", so Seyfried. Nach Server- und zunehmend Storage-Virtualisierung sieht er die Desktop-Virtualisierung als logische Weiterentwicklung und kommende Aufgabenstellung für die nächsten Jahre.
Im Security-Segment, das derzeit erst rund 10% des Gesamtumsatzes liefert, soll das Unternehmen in den nächsten Jahren stark wachsen - angepeilt werden etwa 30% Umsatzanteil. Zu diesem Zweck hat man namhafte Hersteller wie Alladin, Bluesocket, CheckPoint, Juniper, Kaspersky und Nokia an Bord geholt. Abgerundet wird das Angebot mit Produkten und Lösungen im Open Source-Umfeld sowie für das IT- und Netzwerk-Management.




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Dr. Manfred Wöhrl ist Geschäftsführer der R.I.C.S. EDV-GmbH (Research Institute for Computer Science, www.rics.at), spezialisiert auf Securitychecks und Security-Consulting. 