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Editorial

Editorial Jänner 2008

IT-Trends 2008

Während die Wirtschaftsprognosen für 2008 recht unterschiedlich ausfallen, widmet sich MONITOR im "Thema" dieser Ausgabe den kommenden IT-Trends. Werfen Sie mit uns einen Blick in das noch junge Jahr, und bereiten Sie sich so auf die neuen Herausforderungen vor.

Dipl.-Ing. Rüdiger Maier, Chefredakteur MONITOR

Wie die MONITOR-USA-Korrespondentin Alexandra Riegler ab Seite 8 berichtet, empfehlen die Marktforscher von Gartner für 2008 gar die Erstellung von zwei Budgets: Neben dem "herkömmlichen" Finanzplan sollte ein zweiter ein mögliches Abschwung-Szenario berücksichtigen. Denn laut Ken McGee, Vice President and Gartner Fellow, sei es nicht ratsam zu warten, bis die Zeichen eindeutig sind.

Auch die Kollegen bei IDC raten zur Vorsicht: Die weltweiten IT-Ausgaben sollen 2008 langsamer wachsen als bisher. Erwartet wird ein Zulegen des IT-Marktes von 5,5-6%. 2007 erreichte der Wert noch 6,9%. Im neuen Jahr soll jedenfalls die Zeit der Testläufe vorbei sein, der Echtbetrieb steht bevor. Unternehmen machen ernst und verändern ihre Produkte, um Nutzen aus den neuen Technologien und Business-Modellen zu ziehen. Die Markteinführung zahlreicher neuer Online-Produkte und -Dienste steht laut Marktforschung ebenso bevor wie die Öffnung geschlossener Business-Modelle für Communities.

Auch der in den letzten beiden Jahren begonnene Trend zu grüner IT wird sich verstärken. Im Bereich der Enterprise-Hardware beginnt indes das Konzept des "Computing Fabric" Platz zu greifen. Das als Blade Design von morgen beschriebene Modell ermöglicht es, Speicher, Prozessoren und I/O-Karten als in einem Pool befindlich zu betrachten, aus dem man sich je nach Anforderung bedienen kann.

Sicherheit bleibt ein wichtiges Thema

IT-Sicherheit wird uns auf jeden Fall auch heuer beschäftigen. So lenkt Rainer Schneemayer von Bacher Systems den Blick auf die Einstellung der Unternehmen zu ihren Geschäftsprozessen und Daten (ab S. 12): "Möchte man realistisch abschätzen, wie es um IT-Security in Unternehmen heute bestellt ist und wie sie sich in der nächsten Zeit weiterentwickeln wird, muss der Faktor Mensch unbedingt einbezogen werden. Die Sichtweisen der unterschiedlichen Rollen in den Unternehmen, vom Benutzer bis zum Vorstandsmitglied, sind ein zentraler Aspekt."

"Österreichs Klein- und Mittelbetrieben fehlt noch das Security-Bewusstsein" betitelt MONITOR-Autorin Christine Wahlmüller die Zusammenfassung der von ihr moderierten Diskussion. Unter dem Titel "IT-ISO-Zertifizierung: eine Pflichtübung?" diskutierten zwölf hochkarätige Expertinnen und Experten über die neuen Herausforderungen für Unternehmen.

Die ISO-Normen im IT-Bereich sind nämlich noch sehr jung: ISO 27001 für Informationssicherheit gibt es seit Herbst 2005, ISO 20000 für IT-Service-Management folgte Anfang 2006. Die Zahl der nach ISO 27001 zertifizierten Unternehmen ist mit 17 in ganz Österreich noch relativ gering. Für ISO 20000 gibt es in Österreich derzeit nur zwei zertifizierte Unternehmen: Siemens IT Solutions and Services sowie Logic4BIZ. Langsam beginnt jedoch die IT-ISO-Zertifizierung auch in Österreich zu greifen: 23 Unternehmen sind laut CIS derzeit entweder in der Angebots- oder bereits in der Zertifizierungsphase. Gemäß einer Studie des Fraunhofer Instituts bringt die Normierung generell Vorteile: Überall wo in einer Volkswirtschaft standardisiert und genormt wird, wächst die Wirtschaft ganz wesentlich, betonte etwa Conect-Geschäftsführerin Bettina Hainschink. Der Nutzen für Unternehmen sei daher nicht nur eine verbesserte Security, sondern seien auch insgesamt verbesserte Prozesse und eine verbesserte Kommunikation im Unternehmen.

"Es stärkt mit Sicherheit das Verständnis im Unternehmen, und die Zusammenarbeit wird erleichtert", hob Markus Schiemer, Auditor für IT-ISO 20000, den großen Nutzen für Unternehmer hervor. Wenn sich ein Unternehmen für diese Normen öffnen will, muss es aber auch den Management-Teil offen darlegen. "Nicht die fachliche Umsetzung macht Probleme, sondern wie gehe ich mit dem Management-Teil um", erläuterte Schiemer. Vertiefen Sie sich ab S. 20 in die Möglichkeiten der IT-ISO-Zertifizierung.

Trends von Microsoft

Einen vertieften Einblick in die Entwicklungen bei Microsoft brachte uns MONITOR-Autor und Fachhochschul-Professor Werner Kurschl von der TechEd Developers Konferenz aus Barcelona mit. Thematisch spannte sich dort der Bogen von Silverlight über SOA bis hin zum .NET Micro Framework. Für den .NET-Entwickler sind die wichtigsten Teile des Frameworks die Presentation, Workflow und Communication Foundation sowie der CardSpace. Neu hinzugekommen ist die Verkleinerung der .NET-Plattform in Richtung eingebetteter Geräte, die nun mit dem .NET Micro Framework programmiert werden können. Für die Domäne Web und Web 2.0 sind bei der Presentation Foundation die beiden Produkte Silverlight und Popfly hinzugekommen, die zukünftig wohl eine wesentliche Rolle bei webbasierten Anwendungen spielen werden. Lesen Sie den Konferenzbericht ab S. 16.

Einen guten Start ins neue Jahr mit vielen nützlichen Informationen aus dem MONITOR wünscht Ihnen Ihr

Rüdiger Maier

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MONITOR-Autoren
Mag. Dominik Troger

Mag. Dominik Troger gehört seit 1992 zum MONITOR-Team. Er begann als News-Redakteur und betreute viele Jahre die MONITOR Weiterbildungsbeilage "Job Training". Seit dem Jahre 2000 war er als Chef vom Dienst tätig, mit Dezember 2009 übernahm er die Chefredaktion. ..mehr..

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