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Speichertrends:

Bekannte Konzepte im "grünen" Mäntelchen

MONITOR hat sich auf der "Storage Networking World 2007" in Frankfurt über die aktuellen Trends am Storage-Markt schlau gemacht. Konsolidierung, Virtualisierung, Thin Provisioning, Daten-Deduplizierung und ILM sind dabei die Schlagworte. Neuen Glanz erhalten die Lösungen im Licht des Hype-Themas "Green IT".

Laut IDC wächst die weltweite Datenflut jährlich um 60 Prozent. Nicht nur große Unternehmen, sondern auch Mittelständler sind derzeit mit stark wachsenden Datenmengen konfrontiert. Deshalb gewinnen professionelle Speicherlösungen auch in diesem Segment stark an Bedeutung. Ehemalige Highend-Konzepte wie Storage Area Networks (SAN) oder Network Attached Storage (NAS) erobern zusehends den Mittelstand. Der Absatz vernetzter Speichersysteme stieg von 2006 auf 2007 um 15 Prozent. Direct Attached Storage (DAS) ist zwar noch sehr verbreitet, aber die Firmen tun sich immer schwerer mit dem Management einer wachsenden Zahl unterschiedlicher Speichergeräte. Im SAN oder NAS werden die Daten der verschiedenen Server über einen Switch auf die Speichergeräte bewegt. Die Vorteile: Ein einheitliches Speichernetzwerk mit zentralem Management, ein einheitlicher Backup-Prozess und eine einheitliche Übertragungssprache.

Im Bereich der Speicherortvernetzung steht noch ein weiterer Paradigmenwandel an. Was die SANs im Bereich der block-basierenden Daten sind, sollen "File Area Networks" (FANs) im Bereich von File-Daten werden. Denn die schnelle Zunahme an Dateidaten und neue Anwendungen wie Web 2.0 und SOA, die eine dynamische Konfiguration statischer Daten voraussetzen, machen diesen neuen Ansatz notwendig. SAN-Switch-Marktführer Brocade hat seine neueste Produktgeneration bereits auf FAN getrimmt. Auch Acopia Networks richtet seine Storage-Switches darauf aus.

NAS wiederum wird durch das Thema "IP Storage" ergänzt. Die block-orientierte Übertragung über IP-Netzwerke mit Hilfe des iSCSI-Protokolls erlaubt eine bessere Ausnutzung bestehender Ressourcen und eine effizientere Architektur. Außerdem ist die Datenübertragung nicht nur auf das lokale LAN beschränkt.

KMU treiben den Storage-Hardwaremarkt

„Wir liefern im Bereich Storage- Virtualisierung die Sensation des Jahres und vervollständigen die Vision vom virtuellen Rechen- zentrum.“ - Craig Nunes, 3PARs

In der weltweiten Umsatzrangliste für externe Speichersysteme liegt EMC mit einem Anteil von 21,2 Prozent weiter klar in Front, gefolgt von HP (13,4 Prozent), IBM (12,7 Prozent), Dell (8,9 Prozent) und HDS (8,5 Prozent). Für das Wachstum sind laut IDC in erster Linie Geräte unter 50.000 Dollar verantwortlich. Dagegen sei bei Systemen der mittleren und oberen Kategorie ein eher mäßiger Zuwachs zu verzeichnen. Ein weiteres Indiz dafür, dass KMU verstärkt in die Konsolidierung ihrer oft heterogeneren Speicherumgebungen investieren. Dazu Wolfgang Egger, Manager Enterprise Servers & Storage bei HP: "Nur wer mit den stark wachsenden Datenmengen umgehen kann und sie effizient managt, wird langfristig erfolgreich sein. Der Trend geht weg von einzelnen Insellösungen hin zu innovativen und zukunftssicheren Storage-Strategien." Letztendlich geht es um Einsparung. Es sind daher Lösungen gefragt, die das Management heterogener Speicherlandschaften vereinheitlichen und vereinfachen.

Die Anbieter reagieren mit Mittelstands-Angeboten, die in puncto Funktionalität und Management-Fähigkeiten so mancher Highend-Lösung um nichts nachstehen. HP kam dieses Jahr mit der neuen Generation seiner Midrange-Speicher-Lösung "Enterprise Virtual Array" (EVA) auf den Markt. Die Arrays haben maximale Speicherkapazitäten von 28 TB (EVA 4100), 56 TB (EVA 6100) und 120 TB (EVA 8100 mit Erweiterungsgehäuse). Zudem bietet HP Einsteigern ein Starter-Kit für eine kostengünstige Einführung des EVA 4100.

Auch Fujitsu Siemens stellte zwei neue Mittelstands-Speichersysteme aus der FibreCAT Familie vor. Die bis auf bis auf 42 TB skalierbare FibreCAT SX88 ist aufgrund ihrer hohen Speichergeschwindigkeit das neue Premium-Modell der FibreCAT SX Plattenspeicher. Das Magnetbandsystem FibreCAT TX08 soll auch kleinen und mittelständischen Unternehmen den Einstieg in die Bandautomatisierung mit LTO-Technologie ermöglichen.

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MONITOR-Autoren
Dipl.-Hdl. Ing. Ernst Tiemeyer

bekannt durch zahlreiche Veröffentlichungen, war nach dem Studium der Wirtschafts- wissenschaften, Organisation und Informatik zunächst mehrere Jahre als Gruppen- und Projektleiter an einem Institut für angewandte Informatik beschäftigt. Heute ist er in vielfältiger Form als freiberuflicher Management- und Organisationsberater sowie in der Weiterbildung tätig. Schwerpunktmäßig geht es dabei um die Einführung, Entwicklung und Beratung für den praxisgerechten Computereinsatz. ..mehr..

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