Etwas über drei Petabyte an Daten wird derzeit in Österreich auf Storage-Systemen von Hitachi Data Systems (HDS) verwaltet - Ende nächsten Jahres werden es um die fünf Petabyte sein. Als neuer Country Manager leitet Horst Heftberger, 51, seit Oktober die Geschicke eines der weltweit führenden Anbieter von Speicher-Infrastrukturlösungen, Speichermanagement-Software sowie von Speichersystemen in Österreich. Zuletzt Director Sales & Marketing Austria hat er die Nachfolge von John Ryden angetreten, der ins internatonale HDS-Management gewechselt ist.
Die Situation am Storagemarkt wird, so Heftberger, derzeit von drei sehr unterschiedlichen Trends gekennzeichnet: einem enormen Zuwachs an Speichermengen, zunehmend gesetzlich reglementierten Aufbewahrungspflichten sowie der Kostenfrage. HDS biete mit seinem zentralisierten Ansatz der "Universal Storage Platform" das Rüstzeug für Storagekonsolidierung und einer anforderungsgerechten Datenarchivierung, so Heftberger.
Wertigkeit der Daten entscheidet
"Dabei ist die Datenklassifizierung die eigentliche Herausforderung", so der neue Country Manager, "weil sich die Datenwertigkeit mit der Zeit ändert." Deshalb setzt man bei HDS auf ein Tiered Storage Konzept, dass Datenspeicher und Verfügbarkeitslevel der Daten korreliert: wichtige Daten, die oft angefragt werden, kommen auf hochperformante High-end-Speicher, weniger benötigte Daten werden auf kostengünstigere Systeme "weggeschrieben". Gleichzeitig bleiben aber alle Daten im Zugriff und können quer über den gesamten Speicherpool (der aus Systemen unterschiedlicher Hersteller bestehen kann) gefunden werden.Neben erhöhter Datenperformance in Abstimmung mit den gesetzlichen Bestimmungen, lassen sich dadurch auch Konsolidierungsmaßnahmen leichter umsetzen: einerseits im Hardwareumfeld durch eine Reduktion der vorhandenen Speichersysteme andererseits durch eine bessere Ausnutzung des Speicherplatzes mit Techniken wie Thin Provisioning. "Damit entfällt das sonst gängige Verfahren, Diskspeicher im Voraus auf Verdacht zuteilen zu müssen. Außerdem sinken dadurch die Energiekosten", weiß Heftberger. Die Einsparungsmöglichkeiten beim effektiven Speicherplatz liegen applikationsabhängig bei 20 bis 30%.
Außerdem ermöglicht die neue Gerätegeneration eine bessere Energiebilanz. Nicht nur bei der Erzeugung wird weniger Energie verbraucht, auch das fertige Produkt kommt im Betrieb mit weniger Strom aus, bei reduzierter Wärmeabgabe und verringertem Kühlbedarf. Dazu Heftberger: "Green Storage ist Hitachi Data Systems ein großes Anliegen."
Neu für KMU: Simple Modular Storage
Neu ist der Einstieg von HDS in den KMU-Markt mit einer einfach zu implementierenden iSCSI-Lösung. Simple Modular Storage (kurz "SMS") ist für das Microsoft Simple SAN-Programm zertifiziert und bietet Platz für ein bis neun Terabyte. Die Einstiegslösung mit 1TB wird rund 3.500 Euro kosten inklusive drei Jahre vollem Support von HDS. Die Distribution erfolgt europaweit über Ingram Micro. SMS unterstützt RAID 6-Level.
"SMS bietet leichte Bedienbarkeit und reduziert die Komplexität herkömmlicher Speicherlandschaften durch ein Plug-and-Play-Konzept", beschreibt Heftberger die neue Lösung. "Eine graphische Bedienungsoberfläche und Software für die automatische Konfiguration ermöglichen innerhalb weniger Minuten ein funktionsfähiges Speichersystem."
Das SMS bietet Snapshot-Backups oder Voll-Backups der Daten sowie Disaster Recovery mit optionaler Remote-Replikation. Sollte ein Plattenfehler auftreten wird Hitachi automatisch online informiert und liefert ein neues Drive, das in einen Plug-and-Play-Disk-Slot eingesetzt werden kann. Zielgruppe sind Unternehmen ab einem Speichervolumen von etwa ein Terabyte. Der Vertrieb erfolgt europaweit über Ingram Micro.






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8/2011
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Mag. Carl-Markus Piswanger, MAS ist freier Journalist, Projektberater und hauptberuflich IT-Architekt. Er ist ausgebildeter Versicherungskaufmann, studierter Historiker und postgradualer E-Government-Experte. Er war beim ISP Netway, der Österreichischen Post und der Seibersdorf Research beschäftigt und seit 2004 als IT-Architekt im Bundesrechenzentrum. Der Wiener ist glücklich nicht verheiratet und hat einen Sohn. 