Profi- und Amateursportler vertrauen auf funktionelle Sportbekleidung von Löffler aus Ried im Innkreis. Löffler produziert unter anderem Produkte wie das 1977 entwickelte Transtex oder setzte frühzeitig auf die Verarbeitung von innovativen Gore-Tex-Varianten. Seit 1973 wird konsequent in den Rieder Standort investiert, der derzeit rund 240 Arbeitsplätze umfasst. Billigwaren aus Fernost oder gar Kinderarbeit sind für Löffler kein Thema.
Never out of Stock
"Für ein Unternehmen aus der Textilbranche ist es unbedingt notwendig, auf kurzfristige Änderungen am Markt rasch reagieren zu können", ist auch das Credo von Harald Kroiss, seines Zeichens Leiter Organisation und EDV bei der Löffler GmbH. Und er nennt als Beispiel das Never-out-of-Stock-Programm des Unternehmens, das die Nachproduktion eines ausverkauften Artikels innerhalb weniger Tage sicherstellt - ein zentraler Vorteil auf einem dynamischen und umkämpften Markt. "Ein solcher Vorteil darf keineswegs durch einen Katastrophenfall beziehungsweise durch eine schlechte Verfügbarkeit der Software-Systeme beeinträchtigt werden." Als im Rahmen der ERP-Einführung auch neue Server angeschafft werden mussten, stellten Kroiss und sein Team die Grundsatzfrage: "Machen wir weiter wie bisher - Server mit lokalen Festplatten - oder gehen wir zukunftsorientiert in Richtung einer Storage-Lösung?"
Ein Consulting-Unternehmen wurde beauftragt, die optimale Lösung für Löffler zu ermitteln und die verschiedensten Varianten zu bewerten. Gleichzeitig sahen sich die Löffler-Verantwortlichen selbst bei namhaften Anbietern um und nahmen verschiedene Lösungen vor Ort unter die Lupe. "Die Entscheidung zugunsten von EMC fiel, als wir uns über Backup- und Ausfallkonzepte Gedanken machten. Wir standen vor der Entscheidung, entweder eine hausinterne Redundanz oder eine Redundanz zu Fischer aufzubauen", so Kroiss. Bereits im Jahr 1973 hatte Fischer Ski & Tennis das Rieder Unternehmen erworben und in vielen Bereichen eine erfolgreiche Zusammenarbeit etabliert. Kroiss: "Ein solches Konzept funktioniert nur dann wirklich, wenn auf beiden Seiten Storage-Lösungen desselben Herstellers installiert sind." Bei Fischer Ski - ebenfalls mit Firmensitz in Ried - vertraute man auf EMC. Harald Kroiss: "Wir hatten quasi eine Referenz direkt vor unserer Haustür."
Herzstück EMC CLARiiON
Im Zuge der Einführung eines neuen ERP-Systems war Löffler auf der Suche nach einer modernen, virtualisierten IT-Infrastruktur und realisierte folgende Lösung: Herzstück ist eine EMC CLARiiON CX300 mit Fibre Channel (FC) und SATA-Festplatten samt zwei FC-Switches aus der EMC Connectrix-Produktreihe. Während die FC-Platten (rund ein Terabyte) speziell für kritische Anwendungen wie Datenbanken konzipiert sind, fungieren die SATA-Festplatten (rund vier Terabyte) als Massenspeicher. Außerdem stehen die SATA-Festplatten für künftige Backup-to-Disk Anwendungen zur Verfügung.
Dazu kommt, dass in Ried auf ein Glasfasernetz zurückgegriffen werden kann, das hohe Bandbreiten zur Verfügung stellt. Peter Kern: "Durch eine Glasfaserverbindung zur Mutter Fischer konnten im gleichen Schritt auch Redundanzen und Synergien mit dem bei Fischer eingesetzten CLARiiON-System geschaffen werden."
Kooperation mit Mutterunternehmen
Dank der Kooperation mit dem Mutterunternehmen Fischer kommt Löffler in den Genuss einer ebenso effektiven Ausfallkonzeption für den Katastrophenfall, die in dieser Form in der Regel nur größeren Firmen zur Verfügung steht. Statt erhebliche Investitionen in einen zweiten Serverraum in Kauf nehmen zu müssen, werden einfach wechselseitig die IT-Infrastruktur von "Mutter" und "Tochter" genutzt. Sprich: Beide Firmen haben im Prinzip Speicherplatz beim jeweils anderen Unternehmen installiert. Löffler nutzt derzeit diesen Speicherplatz nur für das dezentrale Backup.
Harald Kroiss: "Der Backup-Server ist im Serverraum von Fischer installiert und Löffler greift auf diesen Server zu. Unsere Daten werden also nicht auf ein Bandlaufwerk im Löffler-Serverraum, sondern via Glasfasernetz auf die Library gesichert, die bei Fischer steht." Sobald die ERP-Einführung bei Löffler abgeschlossen ist, sollen auch die kritischen Datenbanken mit Hilfe von Snapshots bei Fischer gesichert werden. Umgekehrt sichert Fischer die Datenbanken seines ERP-Systems auf Festplatten bei Löffler.
Fazit
Die Möglichkeit, nunmehr auf schnellen und hochverfügbaren Speicherplatz zurückgreifen zu können, hat sich auf das Kerngeschäft des Unternehmens überaus positiv ausgewirkt. Beispielsweise auf die zweistufige Produktionsplanung: Löffler produziert nicht nur seine umfangreiche Kollektion vor Ort, sondern stellt auch einen Großteil der zu verarbeitenden Stoffe selbst her. Wird ein Kundenauftrag im neuen ERP-System erfasst, kann zum Beispiel auch gleich der entsprechende Bedarf an Garn für den zu strickenden Stoff ermittelt werden.
IT-Experte Kroiss: "Sowohl die Steuerung/Planung der Stoffproduktion, als auch die Verkaufsartikel-Produktion werden durch das neue ERP-System unterstützt und setzen eine hohe Verfügbarkeit voraus, die durch die CLARiiON gewährleistet wird." Mit anderen Worten: Speicherplatz kann dank der neuen Lösung nunmehr einfach und schnell bereitgestellt, Performance und Verfügbarkeit konnten erheblich verbessert werden.





1/2012
8/2011
7/2011


Dr. Christine Wahlmüller-Schiller ist freie Autorin und Kommunikationsberaterin, spezialisiert auf die IT- und Telekom-Branche. 