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Kriterien zur Datensicherung in KMU

Die Datensicherung in mittelständischen Unternehmen lässt häufig zu wünschen übrig. Die Ursachen dafür liegen jedoch nicht immer auf Seiten der Anwender, von denen viele Backups immer noch als lästige Pflichtübung sehen, die gerne einmal vergessen wird.

Matthias Hintenaus

Oftmals tragen die Anbieter von Sicherungslösungen eine gewisse Mitschuld an der zögerlichen Backup-Politik im Mittelstand: Viele der Plattformen, die ursprünglich für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) entwickelt wurden, scheitern schon an grundlegenden Ansprüchen wie einfacher Bedienbarkeit, hoher Skalierbarkeit und vielfältiger Kompatibilität.

Matthias Hintenaus ist Regional Manager bei Atempo Deutschland GmbH. Atempo ist Anbieter von Daten- sicherungs- lösungen für das Datenwieder- herstellungs- Management, Speicher Security, kontinuierliche Datensicherheit (Continiuous Data Protection, CDP), Langzeit-Archivierung und Erfüllung von Compliance- Anforderungen.

Das sind jedoch genau die Funktionen, die ein Unternehmen mit begrenzten finanziellen und personellen Ressourcen unbedingt benötigt. Doch noch viel zu oft sehen sich KMU mit einem Kompromiss konfrontiert: Entweder sie finden sich mit einem traditionellen Mittelstandsprodukt mit eingeschränkten Funktionen ab oder sie entscheiden sich für ein Enterprise-Produkt, was dann aber möglicherweise viel zu komplex für sie ist.

Die Herausforderung für KMU

Sind die einzelnen Grundelemente des Backups noch einfach zu realisieren, stellt die umfangreiche Datensicherung aller Systeme immer noch eine Herausforderung dar - erst recht für den Mittelstand. Zwar sind dort die personellen Ressourcen eingeschränkt, trotzdem aber findet man in vielen kleinen und mittleren Unternehmen eine vergleichsweise große Anzahl von technischen Plattformen, Instrumenten und Anwendungen.

Unnötig komplizierte Backup-Anwendungen stellen daher für diese Unternehmen eine schwerwiegende Einschränkung ihrer Aktionsmöglichkeiten dar. Viele kleinere Betriebe haben zu kämpfen mit der hohen Belastung ihres technischen Personals, unregelmäßigen oder fehlerhaften Datensicherungen und eingeschränkter Kompatibilität, die ihnen die Anpassung an technische Veränderungen erschwert.

Um diese Probleme anzugehen, hat heutzutage fast jeder große Anbieter von Enterprise-Backup-Lösungen individuelle Produktsuiten und einfach handhabbare KMU-Lösungen auf dem Markt. Diese Produkte erfüllen jedoch nicht immer alle Ansprüche an eine umfassende Datensicherung:

  • Einfache Regulierbarkeit
  • Hohe Verständlichkeit
  • Ausfallsicherheit
  • Die Möglichkeit, alle Systeme mit einer einzigen Lösung zu schützen.

Aufgrund der Defizite von erhältlichen Backup-Produkten sehen sich zahlreiche KMU genötigt, mehrere verschiedene Lösungen einzusetzen und diese jeweils individuell an ihre Umgebung anzupassen, um die gesamte Bandbreite ihrer Datensicherungs-Anforderungen erfüllen zu können. Doch viele unterschiedliche Lösungen erfordern viel Aufwand, und dieser belastet die Unternehmen - beispielsweise durch hohe Personal- und Software-Kosten bei ineffizienter Auslastung der Infrastruktur.

Wie also sollte die ideale Datensicherungslösung aussehen? Folgende grundlegende Ansprüche müssen die Lösungen zur Datensicherung in kleinen und mittelständischen Unternehmen erfüllen:

Kriterium 1: Vereinfachte Sicherung

Ein mittelständisches Unternehmen kann sich keine unnötig komplexen Anwendungen leisten, sollte aber andererseits aber auch keine wichtigen Kompetenzen abgeben. Die ideale Lösung ist simpel und einfach zu handhaben:

  • Verwaltung der Backup-Daten:

Die meisten Backup-Lösungen sind auf eine Datensicherung im Rahmen von Tape-Katalogen ausgelegt. Obwohl die neuesten Versionen einiger Produkte zusätzliche diskbasierte Backup-Features beinhalten, bleiben die Katalogisierung und die Verwaltung der Daten durch den Einsatz von Tapes unnötig komplex. Bei einer ausgereiften Lösung steht vor allem die einfache Wiederherstellung von Backup-Daten im Vordergrund, während die Sicherung und Bereitstellung der Backups auf mehreren Ebenen automatisiert abläuft.

  • Verwaltung und Konfiguration der gesicherten Systeme:

Die meisten Backup-Lösungen erfordern noch immer eine umfangreiche Konfiguration der Clients und der Policies, besonders dann, wenn Datenbank-Agenten oder andere Sicherungssoftware eingesetzt werden. Eine ideale Lösung sollte die einfache Einrichtung von klar definierten Policies und Sicherungsaufgaben ermöglichen und fortlaufend alle Aspekte regulieren, die für einen umfassenden Schutz nötig sind - unabhängig davon, ob eine Anwendung, eine Datenbank, oder ein Betriebssystem gesichert werden.

  • Aktivitäten, Leistung und Stand der Sicherung nachprüfbar machen :

Bei den meisten Backup-Lösungen gestaltet es sich schwierig, den Systemstatus der Sicherung abzurufen, Fehlfunktionen aufzuspüren oder Probleme während des Sicherungsvorgangs zu erkennen. Gute Lösungen machen es so einfach wie möglich, das Geschehen zu überwachen. Der Sicherungs-Status und die im Hintergrund ablaufenden Sicherungsabläufe sollten deutlich erkenn- und nachvollziehbar sein.

Kriterium 2: Unterstützung von heterogenen Clients und Servern

Viele mittelständische Unternehmen arbeiten mit heterogenen Plattformen und nutzen dabei die Betriebssysteme, die ihren Ansprüchen am besten gerecht werden, beispielsweise Windows, Linux, Mac OS X, Mid-Range-Systems unter Unix OS oder IBM System i5/OS. Die Vielfalt der möglichen Anwendungen und Datenbanken macht die durchgängige Datensicherung mit einer einzigen Lösung zu einer echten Herausforderung.

Der durchschnittliche mittelständische Betrieb hat weder das erforderliche Personal noch das technische Know-how, um ein unternehmensspezifisches Backup-Konzept für jede dieser Technologien zu entwickeln. Eine Datensicherungslösung für den Mittelstand sollte daher maximal kompatibel sein und gleichzeitig eine Verwaltung aller möglichen Leistungen auf einer Benutzeroberfläche ermöglichen.

Kriterium 3: Optimierte Nutzung von Ressourcen

Kapazität und Leistung sind für mittelständische Unternehmen wertvolle Ressourcen, die durch eine Backup-Lösung optimal ausgenutzt werden sollten. Die ideale Backup-Lösung sollte daher:

  • Die Backup-Kapazitäten von Disks und Tapes optimieren und gleichzeitig bestmögliche Ergebnisse in Bezug auf die Dauer der Datenwiederherstellung liefern.
  • Die Leistung der zugrunde liegenden Speichersysteme optimieren, ohne dass es umfangreicher Einstellungen und Konfiguration bedarf.
  • Die Backup-Leistung bei minimaler Belastung des Hosts optimieren.

Kriterium 4: Rundum-Schutz durch eine Lösung

Der Mittelstand benötigt Lösungen, die einen kompletten Rundum-Schutz über alle Plattformen hinweg liefern und Funktionen anbieten, die über die eigentliche Basissicherung hinausgehen. Dabei gehören Disk-to-Disk-to-Tape-Backups (D2D2T), Replikationsfunktionen, Bare-Metal-Recovery, Datenarchivierung, die Verschlüsselung von Backupdaten sowie die schnelle individuelle Wiederherstellung von Dateien zu den wichtigsten Mehrwert-Technologien. Jede dieser Technologien steigert die Backup-Leistung und die Datenverfügbarkeit und -sicherheit und kann somit die Leistungsfähigkeit mittelständischer IT erheblich verbessern.

www.atempo.com

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