Auch eines der vier angebotenen Workshops war dem Thema Umwelt gewidmet: Bernhard Brandwitte (Product Marketing Director im Bereich Enterprise Server Business) referierte hier unter dem Titel "Energie-Einsparungen im Data Center" über die Möglichkeiten, durch kluge Auswahl der Hardware sowie auch durch gezielten Einsatz von Technologien zur Server-Virtualisierung im Datencenter eine Menge Energie einzusparen.
Die anderen Workshops befassten sich mit Aspekten der Client-Virtualisierung ("virtual desktop infrastructure solution"), der Beobachtung und Auswertung des Verhaltens der Internet-Nutzer, insbesondere was die "Web 2.0"-Anwendungen betrifft - und der neuen "FlexFrame"-Infrastruktur:
Virtualisierung end-to-end mit Flexframe
Als geeignete Basis für eine dynamisch veränderbare und anpassbare Hardwarebasis sieht man die neuen FlexFrame Server und Workstations, die als Ersatz für die bisher unter dem Titel "Blade" vermarktete Produktreihe gedacht sind und sich neben einer höheren Leistung auch durch noch größere Möglichkeiten zur Virtualisierung und Energieeinsparung auszeichnen. Somit wird unter dieser Hardware-Generation eine durchgängige Infrastruktur vom Server bis zum Client (end-to-end) auf Basis der FlexFrame-Technologie möglich.
So laufen bei zahlreichen großen Unternehmen (Beispiel: Boeing, USA) im Durchschnitt etwa neun virtuelle Server auf einem Hardware-Server; alleine dadurch ist bereits eine gewaltige Ersparnis sowohl betreffend Hardware-Aufwand als auch Energiebedarf pro genutztem (virtuellem) Server (bzw. genutztem Service) realisierbar.
Fujitsu Siemens Computers stellt Gesellschaft und Umwelt bereits in der Unternehmensstrategie in den Mittelpunkt. Dabei stützt man sich auf das im Unternehmen verankerte Verantwortungsbewusstsein und fördern aktiv dessen verstärkte Umsetzung in sämtlichen Tätigkeitsbereichen - bis hin zur Tätigkeit des einzelnen Mitarbeiters.
Diese Strategie kommt besonders dort zum Tragen, wo die Folgen für Umwelt und Gesellschaft am stärksten spürbar sind. Hier verfolgt das Unternehmen eine Produkt-Lifecycle-Strategie, die gesellschaftliche und ökologische Auswirkungen aller Produkte in allen Entwicklungs- und Einsatzphasen berücksichtigt, von der Entwicklung über den Rohmaterialeinsatz bis zur Entsorgung eines Produktes.
Mit zunehmendem Umweltbewusstsein wächst auch die Nachfrage nach ökologisch verträglichen Produkten. So machen etwa die "Green PCs" heute bereits etwa 72% aller verkauften Business-PCs aus.
Q&A mit CTO Dr. Joseph Reger

Flash-Speichern gehört die Zukunft: davon ist Dr. Joseph Reger, CTO bei FSC überzeugt.
"Virtualisierung ist heute überall!"
Sein erstes Statement galt den "Commodities", denn als solche erachtet er auch Methoden wie die Virtualisierung. Wie er ausführte, wird die Virtualisierung selbst - sowohl das Grundprinzip als auch die Softwarelösungen dafür - schon bald Allgemeingut sein, schließlich existieren schon heute zwei recht ausgereifte Open-Source-Lösungen dafür.
Die Unternehmen werden dann ihren Gewinn vor allem daraus schöpfen, zu dieser Basis-Technologie eigene, zusätzliche Leistungen und Dienste zu entwickeln - beispielsweise ein Tool für die Einbindung in ein bestimmtes Betriebssystem bzw. Environment oder ein Tool zu ihrer einfachen Verwaltung sowie ähnliche "Goodies".
"Die Harddisk ist bald tot!"
Eigentlich ist die Festplatte schon ein Dinosaurier. Aber das wird bald vorbei sein, denn schon heute existieren Flash-Speicher mit bis zu 32 GB - Tendenz: stark steigend. Und auch die begrenzte Anzahl der Speichervorgänge wird dank intelligentem ("smartem") Speicher-Management und immer weiter verbesserter Technologie schon bald kein Problem darstellen. Seine Prognose: "In drei Jahren stehen Flash Harddisks schon in den Datencentern!" (Und wahrscheinlich sind sie schon ab etwa Ende 2008 für "normale" PC-Anwender im Handel erhältlich.)
Der "Grüne PC" lebt!
Seit der erste "Grüne PC" aus der Taufe gehoben wurde, ist Umweltbewusstsein bei FJS ein Thema. So waren PCs aus diesem Haus die ersten weltweit, die im Jahr 1993 den begehrten "Blauen Engel" erhielten.
Heute werden außerdem bereits mehr als 98% des gesamten Produktionsvolumens in den firmeneigenen Recycling-Zentren wiedergewonnen. Auch versucht das Unternehmen, die Produkte möglichst vor Ort zu erzeugen, beispielsweise die Computer direkt in Europa. Andere Produkte sollen über größere Entfernungen möglichst nicht per Flugzeug, sondern via Seefracht transportiert werden.
Brandneu ist der "Zero Power Consumption Screen" - ein LCD-Bildschirm, der im Standby-Betrieb tatsächlich null (!) Watt Energie verbraucht.





1/2012
8/2011
7/2011


Dr. Manfred Wöhrl ist Geschäftsführer der R.I.C.S. EDV-GmbH (Research Institute for Computer Science, www.rics.at), spezialisiert auf Securitychecks und Security-Consulting. 