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Lösungen

Telekom Austria | Sun

Vom Dienstleister zum Anbieter

Die Abteilung Service & Network Operation der Telekom Austria wandelt sich derzeit vom internen Dienstleister zum Anbieter und Betreiber von Outsourcing-Services. Dabei spielen die Cluster-Lösung sowie die Performance-Überwachung von Sun eine zentrale Rolle.

Thomas Karner ist bei der Telekom Austria im Bereich Service & Network Operation der Spezialist für die Sun-Plattformen und freut sich, „einen Hersteller betreiben zu dürfen, der wenig Probleme macht“.

"Als ich diesen Job übernahm, waren hier schon Sun-Server im Einsatz, für die aber niemand wirklich zuständig war. Heute bin ich sehr froh über meinen Aufgabenbereich, denn ich darf einen Hersteller betreiben, der wenig Probleme macht", umreißt Thomas Karner sichtlich zufrieden seinen Aufgabenbereich. Karner ist bei der Telekom Austria im Bereich Service & Network Operation der Spezialist für die SUN-Plattformen.

Er hat vor fünf Jahren alleine diesen Bereich aufgebaut, der seither ständig wuchs und den er heute als Chef von sieben Mitarbeitern leitet. Begonnen habe alles mit dem Projekt, über ein zentrales System die Alarmdaten aus den Übertragungs-Netzen zu sammeln ("Fault & Performance Umbrella"). Dafür entschloss man sich vor etwa fünf Jahren zum Ankauf von über 150 Sun-Servern. "Davor wurden zwar Daten von den Lieferanten, vor allem Siemens und Alcatel, geliefert, es fehlte aber die umfassende Sicht auf die Vorgänge in den Netzen", so Karner, der aus dem Bereich Übertragungstechnik in die neu geschaffene Position wechselte.

Qualität überzeugt

Zunächst galt es natürlich, sich über intensive Schulungen mit den neuen Systemen vertraut zu machen. Angesichts der neuen Möglichkeiten kam bald auch ein zweiter Mitarbeiter hinzu, heute besteht Karners Team aus acht Personen, das etwa 400 Sun-Systeme betreut. "Die Qualität unseres Teams ist äußerst wichtig, denn wir mussten uns auch gegenüber bereits bestehenden Lösungen durchsetzen. Bei neuen Dingen sind natürlich alle besonders kritisch", erinnert sich Karner. Um die vielen Geräte laufend überwachen zu können, kommt das Performance Analyse System von Sun zum Einsatz. "So werden wir rechtzeitig gewarnt, dass wir Teile erneuern oder erweitern müssen, wenn die Belastungsgrenzen erreicht werden."

Die rund 10 jährlichen Wartungseinsätze beziehen sich daher zumeist nur mehr auf das Auswechseln von Festplatten: "Die Systeme laufen sehr verlässlich, wir werden frühzeitig vor Überlastungen gewarnt und können uns so ganz auf die Weiterentwicklung konzentrieren", erläutert Karner. Aber nicht nur das Unternehmen selbst hat einen laufenden Überblick über die eingesetzten Geräte, auch die Kunden können online ihre Leistungsdaten (Router, Leitungen etc.) abfragen. "Auch unsere Kunden wollen natürlich schnell und umfassend darüber informiert sein, wie es in ihren Netzen aussieht!"

Cluster-Pioniere

Um all diese Leistungen mit höchster Verfügbarkeit anbieten zu können, war es notwendig, einen Cluster zu installieren. "Wir konnten in unserem Labor sowie mit den entsprechenden Schulungen lernen, wie man so ein Cluster-System aufbaut. Daher brauchten wir letztlich keine Fremdfirmen mehr zum Aufbau des Sun Solaris Cluster 3.2, der vor Inbetriebnahme im Juni 2007 nur vom Hersteller geprüft und abgenommen wurde", ist Karner stolz. Da man schon sehr früh mit diesem Produkt arbeiten wollte, habe man sich die Software aus dem Netz heruntergeladen: "Wir sind hier sehr experimentierfreudig und begannen auch ohne Dokumentation seitens des Herstellers schon im Dezember 2006 mit der Cluster-Software zu arbeiten."

Entwickelt wurde die Umgebung auf einem Sun Fire T2000 Server mit der UltraSPARC T1 CoolThreads Technologie, die höchste Leistung für Web-Applikationen mit minimalem Stromverbrauch verbindet. Der Prozessor unterstützt Chip-Multi-Threading (CMT) und besteht aus insgesamt acht Prozessorkernen mit jeweils vier Threads, kann also 32 Aufgaben gleichzeitig bearbeiten.

Höchste Verfügbarkeit

Einen bedeutenden Vorteil der Lösung sieht Karner im "Zonen-Support": "Bisher beeinflusste die Wartung einer Applikation am System auch die anderen Applikationen. Nun ist das logisch streng getrennt und die Zonen lassen sich dank Virtualisierung getrennt abschalten und warten!" Da die Abteilung von Karner die hauseigene Applikations-Abteilung auch beim Installieren und Warten der Applikationen unterstützt, bringt diese Möglichkeit eine deutliche Arbeitserleichterung.

"Einer der entscheidenden Vorteile der Cluster-Lösung ist ihre Hochverfügbarkeit, die nun auch bei der Wartung von Applikationen noch verbessert wurde", so der Plattform-Spezialist. Solaris Cluster benutzt nämlich redundante Computer, um Systeme gegen Ausfälle zu schützen und eliminiert somit einzelne Server als Fehlerquelle. Fällt ein Server aus, laufen die Anwendungen auf anderen Systemen weiter. Mit der "Geographic Edition" können Cluster sogar global verteilt werden, um auch beim Ausfall eines kompletten Rechenzentrums den Software-Betrieb aufrecht zu erhalten. "Unsere beiden Rechenzentrums-Standorte sind immerhin elf Kilometer voneinander entfernt, was uns zusätzliche Sicherheit verschafft!"

Vom Administrator zum System-Anbieter

Inzwischen kommen aus verschiedensten Bereichen laufend Anfragen über neue Lösungen. "Ich sage grundsätzlich: Mit diesen Systemen ist sehr vieles möglich. Und dank unseres Labors, in dem ältere Maschinen stehen, können wir neue Einsatzgebiete ausgiebig testen", so Karner. Demnächst werde auch erstmals ein T2000-Server ins Labor kommen, da bereits 17 neue bestellt sind. Das sei wichtig, um auf diesen Hochleistungs-Servern immer mehr Erfahrung zu sammeln. "Zunehmend lassen Kunden neue Lösungen bei uns testen, ja selbst Outsourcing-Anfragen laufen bereits ein", ist Karner stolz. Gleichzeitig werde in der Telekom Austria an einer Zentralisierung des Speicher-Ressourcen gearbeitet: "So werden wir demnächst unseren bisher im Einsatz befindlichen Hochleistungs-Speicher in das Labor stellen können, und können damit noch intensiver experimentieren", weiß Karner um die laufend wachsenden Anforderungen.

www.sun.at

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Mag. Dominik Troger

Mag. Dominik Troger gehört seit 1992 zum MONITOR-Team. Er begann als News-Redakteur und betreute viele Jahre die MONITOR Weiterbildungsbeilage "Job Training". Seit dem Jahre 2000 war er als Chef vom Dienst tätig, mit Dezember 2009 übernahm er die Chefredaktion. ..mehr..

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