Newsfeed abonnieren
Netz & Telekom

Konferenzbericht: Telcon

EU will den europäischen Telekom-Markt neu regulieren

Wer gewinnt, wer verliert?

Highlight der diesjährigen Telcon war zweifellos die hochkarätig besetzte Diskussionsrunde unter dem Titel: "Wer gewinnt das Match um den Breitbandkunden?", die von markigen Aussagen geprägt war.

So bezeichnete der neue ONE-CEO Michael Krammer "Österreich als Irak des Mobilfunks. Alle fünf Minuten geht irgendwo eine Bombe hoch". Österreich sei von einem wahnsinnigen Preisverfall gekennzeichnet, fügte T-Mobile CEO Robert Chaval hinzu. "Sollte der Preisverfall weiter gehen, werde es zu einem Verlust an Investitionen und Innovationskraft kommen", so Chavtals Prognose. "In Österreich ist es unmöglich, im Festnetz einen marktfähigen Preis zu machen", klagte Tele2-CEO Robert Hackl. ONE-CEO Krammer prägte den Begriff der "Breitband-Steinzeit". Die aktuelle Situation "macht es schwierig, in Österreich zu investieren", bestätigte Accenture-Chef Gerhard Sundt.

Zur Zukunft befragt, gab sich RTR-Chef Georg Serentschy offen und kommunikativ: "Wir wollen künftig eine Regulierung unter Einladung der Branche zum Diskurs machen". Helmut Leopold von der Telekom Austria brachte Visionen ein: "Morgen hat jeder Haushalt 20 Mbit/s in jede Richtung", mit aon.TV sei man beim IP-TV unter den ersten gewesen. Im Moment habe das Festnetz in punkto Stabilität und Transferraten zwar noch die Nase vorn, "aber 15 bis 20 Mbit/s - dahin entwickelt sich der Mobilfunk auch", sagte Krammer. "Ich glaube an die Zukunft von IP-TV am Handy" sprach Alexander Koppel von "3" das wichtige Thema Content an. Gewinnen am Markt wird, wer "am kosteneffizientesten produzieren kann und das Userverhalten am besten erkennt", resümierte Leopold klipp und klar.

Telcon Award an "3"

Und noch ein Highlight bot die Telcon. Bereits zum siebten Male wurde ein Award vergeben, den "3" mit dem Produkt "X-Series Gold" für sich entscheiden konnte. Dabei handelt es sich um ein konvergentes Service, das die Nutzung von Medien, Mobilfunk und Internet ermöglicht.

Das gewohnt Home-Entertainment Equipment kann von unterwegs angesehen und gesteuert werden ("Place Shifting"). Außerdem ist der komplette Zugriff auf den PC und alle Daten mobil möglich. Drei weitere Projekte hatten es in die Endrunde geschafft. (Telekom Austria/Ruwido mit Personalisiertem TV, Babiel mit dem Projekt Linkbox sowie mquadr.at mit dem Service "m2selfrepair").

www.telcon.at

Seite: 2
2
weitersagen: drucken
Termine

18. Juni - 22. Juni

In ganz Österreich

SAP Mittelstandstage

Print-Archiv
Folgen Sie uns
Leser empfehlen
MONITOR-Newsletter

Abonnieren Sie unseren Newsletter!

E-Mail:
Die von Ihnen angegebene E-Mail Adresse wird von MONITOR Online weder an Dritte weitergegeben noch zu anderen Zwecken verwendet.
MONITOR-Autoren
Christian Henner-Fehr

Christian Henner-Fehr schreibt als freier Autor für den MONITOR und arbeitet als Trainer und Berater in den Bereichen Projektmanagement und Kommunikation. Sein Interesse gilt dem Web 2.0 und den Einsatzmöglichkeiten von Social Media in Organisationen und Unternehmen. ..mehr..

Die neuesten Artikel:

© Copyright 1983-2012 by MONITOR / Bohmann Druck und Verlag Gesellschaft m.b.H. & Co. KG (www.bohmann.at)

Add to Google  | Abo | Themenvorschau | Mediadaten | Inserate buchen | Kontakt | Impressum