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Jubiläum

30 Jahre KSI

Im Rahmen der 7. KSI-Hausmesse (Motto: "Meet Networking People") wurde auch das 30-jährige Firmenjubiläum gefeiert.

Dabei hatten die Besucher auch wieder Gelegenheit, sich im Rahmen der traditionellen "KSI-Hausmesse" in den Vorträgen und Seminaren über die neuesten Produkte und Technologien von KSI zu informieren und danach im Festzelt bei Schweinsbraten, Schnitzel usw. das Jubiläum gebührend zu feiern.

Auch das neue Buch über den Werdegang von KSI aus der ganz persönliche Sicht von Firmengründer Gerd Kaufmann wurde mit höchstem Interesse aufgenommen. Es bringt unter dem Titel "Wenn Pflaumen reifen" Anekdoten aus 30 Jahren Firmengeschichte. (ISBN-Nr. 978-3-200-00853-3).

In diesem Buch wird mit viel Humor und einem guten Schuss Altersweisheit eine Mischung aus Beschreibungen, Anekdoten und Betrachtungen serviert, die - beginnend bei der ersten Berufserfahrungen des jungen Gerd Kaufmann - die weitere Historie bis zum heurigen Jubiläum in humorvoller und launiger Art zu erzählen weiß.

Das beginnt mit dem ersten beruflichen Engagement in Schweden (Zitat: "Ich erwarb ein kleines Taschenwörterbuch und lernte fleißig Schwedisch. In Schweden angekommen, stellte ich fest, dass kein Mensch mein Schwedisch verstand.") und setzt sich fort mit dem ersten, missglückten Versuch, eine eigene Firma zu gründen ("Den ersten Versuch machte ich 1969 mit einem selbst ernannten Elektroniker und einem Doktor der Technik ... Wir wollten ›Modems‹ für eine große Firma erzeugen. Allerdings hatte keiner von uns eine Ahnung, worum es dabei ging.").

Auch die Lehrzeit in anderen Unternehmen wird darin beschrieben ("Das erste Jahr in dieser Firma war nicht einfach; Umsatz und Gewinn waren gerade in den Keller gegangen ... Mein Vorgänger war zwar gar nicht so schlecht im Aufträge Machen - aber dann vergaß er sie einfach. Dass der Kunde nach seiner Bestellung auch eine Lieferung erwartete, war nicht mehr auf seiner Bewusstseinsebene."), ebenso einige Tricks und Kniffe: ("Wir belieferten alle Großhändler mit Kabeltrommeln, bis auf einen. Dort war der Verantwortliche stur der Meinung: ›Das geht bei uns nicht!‹. Somit bat ich Freunde und Bekannte, dort hinzufahren und nach Kabeltrommeln zu fragen - und siehe da, bei meinem nächsten Besuch ließ er sich doch erweichen!").

Gerd Kaufmann: Gründer von KSI

Auch die erste "echte" Firmengründung darf dabei natürlich nicht fehlen, sie fand übrigens 1976 auf der Burg Kreuzenstein bei einem Gespräch mit Marco Bianchi statt, seines Zeichens Gründer der Schweizer "Kontakt Systeme" die viele Jahre lang die Mutterfirma von KSI war. Inzwischen sind alle 100% der Firmananteile in der Hand der KSI, sie ist ein rein österreichisches Unternehmen, das einer Stiftung gehört. Damals waren ganze 25% der KSI in österreichischer Hand, den Rest hielt eine gleichnamige Holding in der Schweiz.

Auch von den Schwierigkeiten beim "Firmengründen" wird erzählt. Etwa wie der forsche Ansatz "Na, die Lohnverrechnung mache ich selbst!" schon bald der Einsicht weichen musste, dass für gewisse Dinge im Geschäftsleben das "Outsourcen" eben einfach sinnvoller ist als das Selbermachen. Auch die Erfahrungen mit Banken werden dargelegt: "viele glauben, dass Banken relativ leicht Geld vergeben. Aber eine Kredit ohne die Sicherheit, mit allem zu haften, was man besitzt, habe ich noch nie bekommen."

Mit einer gewissen Wehmut erinnert er sich, wie "dilettantisch" in solch kleinen Firmen damals die Kataloge erstellt wurden ("Es ist heute unvorstellbar, wie man damals einen Katalog zusammenstoppelte: sorgfältig mit der Schreibmaschine geschrieben und die Bilder ausgeschnitten und eingeklebt ...")

Auch die Fehler und Rückschläge werden ausführlich beschrieben. Zum Beispiel Lieferfirmen, die einen "Forecast" (eine Voraussage, wieviel man z. B. im nächsten Jahr bestellen will) mehr oder weniger absichtlich mit einer fixen Bestellung verwechseln und sofort die gesamte Jahresmenge liefern - und danach natürlich auf der Bezahlung der gesamten Lieferung bestehen.

Oder Mitarbeiter, die die eigenen Erzeugnisse vor der Auslieferung nicht wirklich durchprobieren, weil das "ja ohnehin alles funktionieren muss" - gefolgt von einer Rücklieferung aller Geräte, weil sie allesamt wegen irgendeines winzigen Detailfehlers wie z. B. einer vergessenen Verbindung nicht funktionierten.

Die Liste der Rückschläge ist damit noch lange nicht zu Ende. Aber bei jedem Beispiel wir auch erzählt, wie man das Problem dann doch irgendwie zu einer Lösung brachte, die für alle Beteiligten annehmbar war. Mit anderen Worten: Jeder Rückschlag ist zwar ein Problem - aber fast immer ein lösbares.

Bemerkenswert hierzu eine Aussage zum "Unternehmer-Sein" schlechthin: "Oft gibt es Tage, an denen eine Hiobsbotschaft die andere jagt. Wo es so richtig dick daherkommt und man nicht mehr weiß, wo man anfangen soll. ... Die Dinge müssen Punkt für Punkt abgearbeitet werden; möglichst schnell und genau, denn viele Probleme, die man kochen lässt, können sich rasant vergrößern ... Aber es gibt auch Tage der Hochstimmung, wo fast alles gelingt und die Firma schnurrt. ... Das sind dann die Stunden, wo man in seinem Leben zurückblickt und schon ein wenig stolz auf sich ist."

Auch die kreative Ader von Gerd Kaufmann ist bereits branchenbekannt, insbesondere in Form des KSI-Kalenders, der seit rund 15 Jahren erscheint und sich inzwischen zum "Klassiker" gemausert hat. 1990 rief eine Dame aus Deutschland an und wollte schlichtweg "Das ganze Team kaufen". Auf die Frage, wer das sei, war die Antwort: "Die Werbeabteilung von Bayer-Leverkusen". Es brauchte einige Mühe, der Dame klar zu machen, dass am anderen Ende keine Werbefirma am Apparat war, sondern ein ganz und gar "branchenfremdes" Unternehmen, das diese Kalender einfach so nebenbei für seine Kunden entwarf und drucken ließ.

Zur weiteren Geschichte der KSI gehören natürlich auch die Übernahme der Firma in eine Stiftung in Jahr 2004, die Tätigkeit von Gerd Kaufmann in Gremien wie der Wiener Wirtschaftskammer und im Jahr 2005 schließlich die Verleihung des "Silbernen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich".

Außerdem wird aus diesem Buch eine Lebenseinstellung deutlich, die stets versucht, das Gemeinsame zu unterstützen und Situationen zu schaffen, in denen alle Beteiligten profitieren.

Die Geschichte der KSI

Die KSI wurde unter dem Namen "KSI - Kontakt Syteme Inter" 1977 in Wien gegründet. Gerd Kaufmann hatte damals einen Anteil von 25% vom Gründungskapital, die Majorität wurde von der Schweizer Kontakt-Systeme AG gehalten und Büro samt Lagerfläche umfassten nicht mehr als 82 m².

Anfangs beschäftigte man sich mit Werkzeugen, Geräten, Maschinen und Anlagen für die Elektronik-Fertigung. Hauptkunde waren Eumig und Siemens, an die man Fertigungsstraßen lieferte. Nach kurzer Zeit kam auch ein Steckverbinder-Programm in das Sortiment.

Zu dieser Zeit wurde von der Firma 3M gerade eine neue Technologie vorgestellt, bei der die Bandkabel erstmals auf Stecker aufgecrimpt wurden. Diese Fertigungsmethode wurde von KSI sofort aufgegriffen und führte in der Folge zu einer Eigenfertigung von "konfektionierten Kabeln". Auch die bekannte orange/braune Linie, die Fertigungsgeräte umfasste, entstand zu dieser Zeit in Wien.

1987 wurde der Bereich Fertigungstechnik in die neu gegründete Schwesterfirma "KSE (Kontakt-Systeme für die Elektronik GmbH)" ausgegliedert. Diese Firma hat sich in Kottingbrunn angesiedelt und beschäftigt sich heute vor allem mit Robotik.

Die KSI selbst hat seitdem ihre Produktpalette in Richtung Datennetze ständig erweitert und dem aktuellen Markt angepasst. Heute umfasst das Lieferprogramm aktive und passive Komponenten für die Elektronik und Netzwerktechnik. Auch die Konfektionierung, z. B. von Lichtwellenleitern, erfolgt in einer hauseigenen Abteilung der KSI.

Durch kontinuierliche Ankäufe der Firmenanteile ist KSI heute ein rein österreichisches Unternehmen, das durch eine österreichische Stiftung verwaltet wird.

www.ksi.at

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KSI - Kontakt Systeme Inter

Mit K S I sind Sie immer gut beraten. Kompetente Mitarbeiter helfen, genau die richtige Lösung für Sie zu finden. Seit der Geburt der KSI Wien am 1.1.1977 hat KSI seine Produktpalette ständig erweitert. Was damals mit "Geräten, Werkzeugen und Maschinen zum Herstellen von Elektronik" begonnen hat, wurde sukzessive in Richtung Datennetze erweitert.

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MONITOR-Autoren
Alexander Hackl

Alexander Hackl ist freier Journalist in Wien. Er ist Absolvent des Master- Programms „Qualitätsjournalismus“ an der Donau-Universität Krems und spezialisiert auf Technologiethemen. Seit drei Jahren ist er als Autor für den MONITOR und das Wirtschaftsmagazin FORMAT tätig. Das Hauptaugenmerk in seiner Arbeit liegt auf Informations- technologie im Kontext gesellschaftlich-wirtschaftlicher Zusammenhänge. ..mehr..

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