Originell die Begründung: "Wirklich innovative IT-Lösungen für die Bereiche Fehler-Analyse, Performance-Optimierung und IT-Sicherheit sind die technischen Kunstwerke unserer Zeit."
Seit nunmehr 10 Jahren veranstaltet schoeller network control alljährlich dieses Forum mit internationalen Top-Referenten renommierter Hersteller und Partnerfirmen, es gilt inzwischen als etablierte Plattform zur Informationsbeschaffung und zum Erfahrungsaustausch für IT-Manager und Netzwerk-Verantwortliche. Die Veranstaltung stand diesmal unter dem Motto "Next Generation" und gab den Teilnehmern mehr Möglichkeiten, Vorträge ihres persönlichen Interesses zu besuchen.
"Das Informationsangebot war heuer noch breiter gefächert als in den Vorjahren und die Themen Performance-Analyse und Security spiegelten die aktuellen Trends für diesen Herbst wider. Der Schwerpunkt des Interesses lag bei den Themen Netflow Monitoring, Intrusion Prevention", resümiert Michael Gruber, Geschäftsführer schoeller network control, die Veranstaltung. "Wir konnten heute mit Brian Tolly von Spirent übrigens auch einen Vortragenden aus den USA begrüßen; er berichtete über den Nutzen von intensiven Testmethoden vor dem IT-Deployment. Gerade damit kann sich ein Unternehmen sehr viel Geld ersparen, schoeller network control konnte dies mit einigen Beispielen aus der Praxis belegen. Dieser neuartige Service wird übrigens vom "Schoeller Performance Lab" bereits angeboten."
Hier eine kleine Übersicht über einige der gebotenen Vortragsthemen.
Aladdin

„Ein ausgezeichnete Veranstaltung. Hier haben die Kunden einmal die Möglichkeit, die verschiedenen Anbieter zu treffen und mit ihnen zu sprechen, in einem etwas informelleren Rahmen als sonst üblich.“ - Dave Lawton, SE Manager EMEA bei Top Layer
Alternativ dazu hat der "eToken Pro" die Form einer Smartcard. Er wird zusammen mit einem Smartcard Reader geliefert, der an den USB-Port angeschlossen wird.
Eine weitere, neue Möglichkeit der Identifizierung ist die Auswertung der Herzfrequenz. Das Verfahren ist sicherer als die Auswertung des Fingerabdrucks und garantiert - anders als der Fingerabdruck - die Anonymität des Nutzers. Auch hierfür bietet Aladdin eine ausgereifte Lösung.
Der "Proximity Chip" schließlich funktioniert auf der Basis von RFID und kann berührungslos ausgelesen werden. Sämtliche "eToken"-Lösungen sind für Windows, Linux und Mac erhältlich.
Alcatel Lucent
Mit dem Thema "Transaction Responsetime Monitoring" befasste sich der Vortrag von schoeller / Alcatel-Lucent. Ganz nach dem Motto: "If you can't measure it, you can't manage it!" lag der Schwerpunkt dieses Vortrags beim Application Performance Monitoring. Dabei werden vor allem die vom Netzwerk geleistete Verfügbarkeit, Transaktionszeit und Antwortzeit ausgewertet.
Dabei wurde die verbreitete Messung mit synthetisch erzeugten Transaktionen der leistungsfähigeren und aussagekräftigeren Messung der Verzögerungszeiten tatsächlicher Netzwerk-Anforderungen mit "VitalApps" gegenüber gestellt.
Als Vorteile gelten hier die genaue Erfassung aller Transaktionen, das Verfahren dokumentiert das Verhalten direkt beim Anwender und erfasst alle User über verschiedenste Verbindungen. Bei SLA-Verletzungen erfolgt eine Alarmierung. Allerdings ist hierzu die Installation eines SW-Agenten auf den Clients erforderlich. Dafür werden sowohl Verzögerungen beim Client als auch Verzögerungen im Netzwerk aufgedeckt.
Die Enterprise-Lösung "Vital Suite" kann auf diese Weise auch ein Netzwerk mit mehreren Hunderttausenden von Anwendern überwachen.
CheckPoint
Die beiden Stichworte Firewall und VPN (Virtual Private Network) kennzeichnen den Themenschwerpunkt von Checkpoint. Ein breites Portfolio bewährter und neu entwickelter Lösungen beweisen, dass man hier unter Netzwerksicherheit mehr versteht als "nur" Firewalling. Die Palette reicht von Verschlüsselung, Preboot Authentication und Recovery über Zentrales Management bis zu Desktop Firewall und AntiSpyware.
Dabei werden sämtliche Wege beachtet, auf denen heute auf ein System zugegriffen werden kann, angefangen vom USB-Port (Kameras, Externe Festplatten) über Netzlaufwerke, VPN Clients, SSL VPN bis hin zu File Sharing und FTP.
Fluke
Messtechnik-Spezialist Fluke präsentierte unter dem Titel "Network SuperVision" eine Übersicht über seine Geräte zur Analyse und Messung der Performance und der technischen Eigenschaften eines Netzwerks - sowohl für Leitungen als auch für gesamte Netzwerke und für WLANs.
IBM / ISS
Das Netzwerk an vielen Stellen überwachen und anhand dieses Verhaltens die Unterschiede zwischen "braver" und "böser" Anwendung unterscheiden zu können - das ist der Ansatz von IBM / ISS. Das geschieht vor allem durch die Überwachungsgeräte der "Proventia"-Serie. Sie werden überall dort im Netzwerk installiert, wo man anhand des unterschiedlichen Verhaltens verschiedener Datenpakete eine Bedrohung am besten erkennen kann.
Ein wesentlicher Punkt ist, dass alle diese Geräte bei jeder neuen Bedrohung ein automatisches Update erhalten. Sobald eine neue Bedrohung auftritt oder eine neue Verwundbarkeit bekannt wird, entwickeln die Spezialisten von ISS schnellstens die entsprechenden Gegenmaßnahmen und spielen sie umgehend auf alle installierten Geräte auf - oft viele Monate bevor ein Hersteller des Betriebssystems endlich mit einem Patch darauf reagiert.
Juniper
Neben einer Vielzahl von Routing-Plattformen stellte Juniper seine Produktlinie skalierbarer Lösungen für integriertes Networking, Sicherheit sowie zur Beschleunigung von Anwendungen vor. Die Anwendungsbereiche reichen von Integrated Firewall/IPSec VPN über SSL VPN und Intrusion Prevention bis zur Zugangskontrolle sowie vom Load Balancing bis zur WAN Application Acceleration.
Network General
Das Aufspüren von Performance-Problemen in Netzwerken hat sich Network General zur Aufgabe gestellt. Dabei legt man neben dem Firefighting und Monitoring sowie Baselining, Anomaly Detection and Alarming besonderes Gewicht auf die forensische Analyse und auf die "Next Generation Fehlersuche" - umgesetzt durch die Produkte NetVigil, Visualizer und Sniffer InfiniStream.
Das Ergebnis: Anomalien im Auflauf des Netzwerks werden erkannt und durch Visualisierung der Log- und Überwachungsergebnisse sichtbar gemacht. Eine Besonderheit ist dabei die "Root-Cause Analysis", mit der der auch über die Ursache der Störung konkrete Aussagen getroffen werden können.
RSA
Die Flut der unterschiedlichen Logfiles in einem Netzwerk zu bändigen und die für den Anwender wertvollen Informationen aus den Millionen Log-Zeilen herauszufiltern, hat sich RSA mit seinem Produkt "enVision" zum Ziel gesetzt.
"enVision" macht vor allem Jagd auf alle Log-Einträge, die in irgendeiner Form aus dem Rahmen fallen. So kann beispielsweise ein Trojaner entdeckt werden, sobald er versucht, mit seinem "Meister" Kontakt aufzunehmen - die (für dieses Netzwerk) unübliche IP-Adresse verrät ihn. Ein Event Viewer visualisiert dabei das komplette Netzwerk und hebt potenzielle Probleme grafisch hervor.
Wesentlich sind dabei folgende Eigenschaften: Sicht auf alle Ereignisse im Netzwerk, Konzentration auf das "Wesentliche", schnelle Erkennung von Bedrohungen, schnelle Erkennung von Zusammenhängen und eine schnelle und angepasste (!) Reaktion auf Bedrohungen. In der Praxis wird dies durch die Korrelation der einzelnen Informationen und eine intelligente Auswertung der Gesamtsicht erreicht.
Auch Zeit für Gespräche
Außerdem bot der Programmablauf dieses Jahr auch mehr Zeit, um abseits der Vorträge mit den Vertretern und Experten der Partnerfirmen zu diskutieren. Dabei hatten die Kunden auch die Möglichkeit, deren Live-Demonstrationen beizuwohnen.
Das persönliche Netzwerken fand bei der anschließenden "Out of Control"-Party
in gemütlicher Atmosphäre mit Cocktails, gutem Essen, Musik und einer Mal-Aktion für die Besucher seinen Ausklang. Es wurde getanzt und auf dem Balkon des Moya mit Blick auf das beleuchtete Rathaus fast bis Mitternacht fachgesimpelt.
Dementsprechend positiv viel auch das Fazit vieler Teilnehmer aus:
"Eine sehr nette Veranstaltung; die Präsentationen in gewohnt hochwertiger Qualität. Sehr interessante Fachvorträge", meinte etwa Stefan Radman, CTBTO Org. "Eine Super-Veranstaltung, die allerdings dank der großen Menge der dargebotenen Informationen auch einige Anforderungen an die Zuhörer stellt", befand Wolfgang Grünwald, I.A.E.A. "Durch die vielen Vorträge hat man außerdem nur wenig Zeit, sich mit den Ausstellern zu befassen. Aber der Besuch hat sich für mich auf jeden Fall gelohnt." Viel Neues fand Wolfgang Stopfer, Statistik Österreich: "Es war ein umfassender Überblick über die augenblickliche Marktsituation im Security-Bereich und mit einigen der Vortragenden ist es schon zu konkreten Gesprächen gekommen bezüglich einiger Produkte, die wir uns genauer ansehen wollen."




1/2012
8/2011
7/2011


Mag. Christoph Weiss, i2s consulting, Leiter Büro Österreich: Magister und Textil-Fachingenieur. Führungserfahrung als IT-Leiter im Bereich technischer Grosshandel. Mehrfach Linien- verantwortlicher für ERP-Einführungen. Lehrbeauftragter an der Fachhochschule Technikum Wien. Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft für Datenverarbeitung (ADV) 