"Durch die Zukäufe der letzten Jahre, insbesondere auch die Übernahme von Comparex, sind wir nun auch vermehrt im Hardware-Geschäft tätig", so Dekan. Mit 1. Juni wurde die Unternehmensgruppe Comparex Central Europe and Iberia gekauft. Im Rahmen der Akquisition wurden Gesellschaften in insgesamt acht Ländern übernommen, darunter Österreich, Spanien, Tschechien, Slowakei, Slowenien, Ungarn, Polen und Rumänien.
"Mit diesem Schritt erobern wir uns besonders auch den interessanten Markt der Rechenzentren. Die Fusion wird aber Schritt für Schritt vor sich gehen, die genauen Pläne sind in Entwicklung", freut sich Dekan über diesen Schritt hin zum umfassenden IT-Dienstleister. Damit könne man auch dem Trend entsprechen, dass Kunden gerne nur einen Dienstleister haben, der möglichst viele Aufgaben abdeckt. "Da Österreich auch bei uns als wichtige Schnittstelle in die Ostmärkte gesehen wird, betreuen wir von hier aus auch viele Länder in Südosteuropa."
Kernmarkt Software-Lizenzierung
"Heute wird es für Unternehmen durch schärfere gesetzliche Regelungen und immer neue Lizenzmodelle der Software-Anbieter immer schwieriger, optimale Lizenzbedingungen zu erreichen", beobachtet Dekan. Traditionell sei zwar die Hardware in Unternehmen gut dokumentiert, nicht aber die Software. Gleichzeitig verschieben sich allerdings die Kosten hin zur Software: "Software ist heute in vielen Fällen teurer als die Hardware. Daher ergeben sich entsprechende Optimierungspotentiale, die wir den Unternehmen aufzeigen können!"Marktanalysen belegen etwa, dass die Ausgaben für Beschaffung und Pflege von Software-Lizenzen je nach Branche und Anzahl der Mitarbeiter bis zu 40 Prozent des gesamten IT-Budgets ausmachen. Gleichzeitig sorgt effektives Vertrags- und Lizenzmanagement nicht nur für Rechtssicherheit, sondern kann den Anteil an Zeit und Kosten anfänglich um bis zu 15 Prozent reduzieren. "Nach dem Einstieg in das Software Asset Management (SAM) ist es möglich, durch optimiertes Beschaffungs- und Lizenzmanagement nochmalige Ersparnisse von ca. 30 Prozent jährlich zu erzielen", erläutert Dekan. Viele Unternehmen hätten heute Angst vor einem professionellen SAM, da sie Unterlizenzierung fürchten. "Unsere Erfahrungen zeigen aber, dass bei einer Gesamtbetrachtung der Software im Unternehmen gute Einsparungen die Regel sind!"
Schritt für Schritt
Für den Einstieg in das SAM bietet das Unternehmen einen dreistufigen Prozess an. Im ersten Schritt erhält das Unternehmen eine klare Übersicht über alle Hard- und Softwarebestände, die Lizenzsituation und die Vertragsverhandlungen. In der zweiten Stufe wird eine IT-Unternehmensstrategie unter Anwendung eines "Best Practice"-Modells erstellt. "Diese beiden Stufen werden am meisten nachgefragt", weiß Dekan. Im der höchsten Ausbaustufe entstehen ITIL-konforme Prozesse, die die volle Nutzung aller technologischen und organisatorischen Rationalisierungspotentiale erlauben.
Doch gutes SAM erfordert auch Zeit und Arbeit: "Der Aufwand ist nicht zu unterschätzen und verläuft proportional zur Unternehmensgröße. Bei Unternehmen mit 500 Computern dauert gutes Lizenzmanagement zwischen drei Monaten und zwei Jahren. Am Ende stehen jedoch transparente Geschäftsprozesse im Soft- und Hardwarebereich, nachweisbare Einsparungen an Kosten und Zeit und nicht zuletzt rechtskonforme Lizenzierung", gibt Dekan eine realistische Einschätzung.
Drei Schritte zum perfekten Software Asset Management (SAM)
- Stufe 1: Transparenz und Sicherheit durch SAM-System 2006
- Stufe 2: Prozessoptimierung und Applikationsintegration durch "Process Management"
- Stufe 3: Prozessabbildung für alle SAM-Prozesse durch "Full ITIL Process Assesment"





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8/2011
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Mag. Dominik Troger gehört seit 1992 zum MONITOR-Team. Er begann als News-Redakteur und betreute viele Jahre die MONITOR Weiterbildungsbeilage "Job Training". Seit dem Jahre 2000 war er als Chef vom Dienst tätig, mit Dezember 2009 übernahm er die Chefredaktion. 