PSIPENTA ist eine 100% Tochter der PSI AG (1969 gegründet, seit 1994 AG) und entwickelt Softwarelösungen in den Bereichen Produktionsplanung, Supply Chain Management und Enterprise Resource Planning. Dabei wird eine deutliche Branchenfokussierung verfolgt: Zielgruppen sind Unternehmen in den Segmenten Maschinen- und Anlagebau sowie Automobilhersteller inklusive Zulieferindustrie.
Nachdem es in Österreich bereits Kunden gab, die von Deutschland aus betreut wurden, startete man im Herbst 2005 mit einer eigenen Niederlassung. Ein Schritt, der sich bewährt hat, wie Niederlassungsleiter Herbert Hadler betont: "Die Unternehmen wünschen sich einen Ansprechpartner vor Ort. Die regionale Nähe ist im ERP-Bereich zu einem wichtigen Element im Vertrauensverhältnis zwischen Lösungsanbieter und Kunden geworden." Derzeit sind in Österreich sechs Mitarbeiter im Einsatz, eine Zahl, die sukzessive ausgebaut werden soll. Bei Mehrbedarf wird derzeit noch auf die Ressourcen des Münchner Büros zurückgegriffen. Auch wirtschaftlich hat sich für PSIPENTA der Gang nach Österreich gerechnet: "Wir werden mit Ende 2007 bereits positiv bilanzieren", so Hadler.
Wettbewerbsvorteile generieren
Die Lösungen von PSIPENTA beginnen beim Auftragsmanagement für diskrete Fertigung und reichen bis zum vollausgebauten Leitstand im Rahmen eines PPS-(Produktions-Planung-Steuerung)-Systems. Weil die branchenspezifischen Standardanforderungen inzwischen von allen großen Anbietern nahezu deckungsgleich realisiert werden, wird im Implementierungsfall die rasch umgesetzte und effizient realisierte Anpassung an die konkreten Unternehmensprozesse zu einem entscheidenden Kriterium.
Gerade hier sieht Hadler für sein Unternehmen große Vorteile: "Das beginnt bei unserer, bereits in der Unternehmensstruktur abgebildeten Branchenfokussierung, die eine einheitliche Softwareplattform und einheitliche Kommunikationswege ermöglicht. Durch im gesamten Konzern eingesetzte Entwicklungsplattformen ist es zudem einfach, branchenspezifische funktionelle Erweiterungen nach Bedarf auch auf andere Branchen und Lösungen zu übertragen." Diese Synergieeffekte innerhalb der PSI AG würden zudem einen wichtigen Beitrag zur Qualitätssicherung leisten.
Dadurch sei es möglich, sich ideal an die Unternehmensanforderungen anzupassen und spezielle Kundenwünsche zu realisieren, bei denen Unternehmen durch neu unterstützte Prozesse Wettbewerbvorteile generieren. Darunter fallen, so Hadler, beispielsweise spezielle Logistikanforderungen, die durch ein Standard-ERP nicht abgedeckt werden, aber für die innerhalb des PSI-Konzerns bereits erprobte Lösungen vorliegen.
PSIPENTA ist hierzulande bei kleinen, mittleren und großen Unternehmen im Einsatz, die Bandbreite spannt sich von sieben bis fünfhundert Anwender. In Österreich zählen beispielsweise EVG und Schwarzmüller zu den Referenzen. Weltweit kann man auf rund 500 Kunden mit etwa 30.000 Anwendern verweisen.
Trend zu Ablöseprojekten
Die Entwicklung am österreichischen ERP-Markt schätzt Hadler derzeit positiv ein. "Der Wettbewerbsdruck hat durch die gute Konjunktur etwas nachgelassen", meint er, "wenn man den Markt etwa mit den Jahren 2001 und 2002 vergleicht." Bei vielen Unternehmen komme jetzt ihre in den 90er-Jahren angeschaffte ERP-Lösung "in die Jahre". Dabei würde für die Unternehmen die Frage nach dem "Anbietervertrauen" immer wichtiger. "Es werden nicht nur alte, auslaufende Produkte abgelöst, sondern es spielt bei der Anbieterwahl auch eine Rolle, ob man Vertrauen in die jeweilige Unternehmenspolitik hat", ist Hadler überzeugt.
Unternehmen, die sich gerade über eine Ablöse ihrer bisherigen ERP-Software Gedanken machen, rät Hadler, die Augen nach einem stabilen Anbieter offen zu halten, der über eine passende Brachenlösung und ausgiebige Referenzen verfügt. "Außerdem ist die Entwicklungsperspektive des Anbieters auf mindestens zehn Jahre wichtig", betont Hadler. "Unternehmen benötigen einen Partner, der sie begleiten kann - auch international, wenn sie im Zuge wirtschaftlicher Entwicklung den Sprung ins Ausland machen."




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8/2011
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Mag. Carl-Markus Piswanger, MAS ist freier Journalist, Projektberater und hauptberuflich IT-Architekt. Er ist ausgebildeter Versicherungskaufmann, studierter Historiker und postgradualer E-Government-Experte. Er war beim ISP Netway, der Österreichischen Post und der Seibersdorf Research beschäftigt und seit 2004 als IT-Architekt im Bundesrechenzentrum. Der Wiener ist glücklich nicht verheiratet und hat einen Sohn. 