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Olaf Siemens über Verschlüsselungstechnologie

Moderne Verschlüsselungsmethoden trotzen den Ressentiments

Datenverlust und -missbrauch zählen zu den folgenschwersten Problemen der IT. Vor allem Anwender mobiler Geräte wie Notebooks oder PDAs gehören zu den Leidtragenden, wenn sensible Informationen in falsche Hände geraten. Einen Ausweg aus dem Dilemma bieten moderne Verschlüsselungsverfahren. Das Problem: Trotz zuverlässiger technischer Chiffriermechanismen herrschen Ressentiments. Zu langsam, zu komplex und zu unsicher, lauten die Vorurteile der Kritiker - zu unrecht.

Olaf Siemens

Allen Unkenrufen zum Trotz hat sich die Verschlüsselungstechnologie in den letzten Jahren zu einem unverzichtbaren Bestandteil für den Schutz sensibler Informationen entwickelt. Dies belegt eine aktuelle Studie des Beratungsunternehmens Experton Group (1): Mehr als die Hälfte (51,3 Prozent) von 150 befragten Unternehmen in Deutschland nutzen Chiffrierungsmethoden, um ihren E-Mail-Verkehr vor allzu neugierigen Blicken zu schützen. Ruhende - sprich gespeicherte - Daten hingegen, werden lediglich von einem Bruchteil der Auskunftgeber verschlüsselt. Gründe dafür finden sich zum einen in der relativ einfachen Möglichkeit, Verschlüsselungsverfahren für E-Mail-Gateways zu implementieren. Andererseits aber fehlt das Bewusstsein bei vielen Anwendern, dass unternehmenskritische Daten auf Netzwerkspeichergeräten, Festplatten, System- und Netzwerk-Backupgeräten oder aber USB-Geräten der "Bespitzelungsgefahr" ausgesetzt sind. Ebenso gehört die Situation, dass etwa Notebooks aus Unachtsamkeit den Besitzer wechseln könnten, für viele Nutzer oft nicht in die Planung für ein adäquates Sicherheitskonzept.

Eine sinnvolle Verschlüsselung kann an unterschiedlichen Punkten im Datenpfad erfolgen - je nach verwendeter Netzwerkarchitektur und entsprechend den geltenden Richtlinien im Unternehmen. Wenn Daten etwa von einem Primärspeicher auf ein anderes Speichergerät verschoben werden, lässt sich eine Verschlüsselung anwenden, ehe die Daten über das Netzwerk verschickt werden - entweder dort, wo die Backup-Anwendung die Daten physisch verarbeitet, oder erst an der Stelle, an der die Backup-Software die Daten in eine Backup-Library oder auf ein langfristiges Speichermedium verschiebt.

 

 

 

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Alexander Hackl

Alexander Hackl ist freier Journalist in Wien. Er ist Absolvent des Master- Programms „Qualitätsjournalismus“ an der Donau-Universität Krems und spezialisiert auf Technologiethemen. Seit drei Jahren ist er als Autor für den MONITOR und das Wirtschaftsmagazin FORMAT tätig. Das Hauptaugenmerk in seiner Arbeit liegt auf Informations- technologie im Kontext gesellschaftlich-wirtschaftlicher Zusammenhänge. ..mehr..

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