Immer mehr Unternehmen erkennen, dass mit einer optimierten Informationstechnologie die Geschäftsprozesse besser laufen, was sich wiederum "gut für´s G´schäft" erweist. Damit die IT "rund" läuft, werden gerne IT-Berater zu Hilfe geholt. Dabei wird jedoch auf eine Grundvoraussetzung meist vergessen, die helfen könnte, viel Geld zu sparen: Das beidseitige Verständnis - einerseits von Management, Marketing und Vertrieb sowie den Fachabteilungen und andererseits von der hausinternen IT-Abteilung und eventuellen externen IT-Mitarbeitern und Beratern.
Viele Manager haben keine Lust oder Zeit, sich mit der Technik auseinander zu setzen, sondern haben vor allem Produktion, Marketing, Vertrieb und Umsatz im Auge. Die EDV ist oft ungeliebter und unverstandener Teil des eigenen Hauses. Kein Wunder, dass laut einer A.T.Kearney-Studie, bei der 65 Top-Manager aus Österreich und Deutschland befragt wurden, genau diese Führungsriege urteilte, dass die unternehmenseigene IT den Geschäftsanforderungen nur unzureichend entspricht. Die hauseigene IT wird als Wachstumsbremser gesehen und erlebt und beschert nach Meinung der Manager den Unternehmen durchschnittlich fünf Prozent weniger Umsatzwachstum.
Nur: Wer von den befragten Herrschaften nimmt sich tatsächlich die Zeit, die hauseigene IT zu verstehen, mit der IT-Abteilung konstruktiv zusammen zu arbeiten oder die eigenen Anforderungen so auf den Tisch zu legen, dass sie von der IT-Abteilung auch adäquat umgesetzt werden können? Ein gern benützter Ausweg aus dem internen Dilemma bieten externe IT-Berater. "Viele Firmen wissen zu wenig, was sie mit IT tun können oder wie sie ihr Geschäft mit IT unterstützen können", eröffnete Rüdiger Maier, Chefredakteur des MONITOR, die Gesprächsrunde. Genau hier könnten IT-Berater ja gut ansetzen. Für größere Betriebe sind externe Berater heute beinahe schon selbstverständlich. Wie sehen nun die Erfahrungen aus der Praxis der Berater aus?





1/2012
8/2011
7/2011


Dr. Eric Scherer ist Geschäftsführer des anbieterunabhängigen Beratungs- und Marktforschungsunternehmens i2s. Er gilt als einer der führenden ERP-Experten und ist Initiator der ERP-Zufriedenheitsstudie. 