Der Einsatz von Business-Intelligence-Anwendungen wird für Unternehmen immer wichtiger. Doch Hemmnisse in der Bereitstellung entsprechender Werkzeuge für fast jeden Mitarbeiter liegen weiterhin in der häufig hohen Komplexität und geringen Anwenderakzeptanz der Software sowie in hohen Kosten für Anschaffung und Betrieb. Die neuesten Entwicklungen im Softwaremarkt zeigen, dass die Anbieter diese Herausforderung verstanden haben und mit neuen Funktionen und Lizenzmodellen die Vision von Business Intelligence an jedem Arbeitsplatz realisieren helfen.
Die Nutzung von Software - gerade von Business-Intelligence-Werkzeugen - muss Spaß machen, denn häufig ist die Bedienung von Software nicht Kernaufgabe eines Mitarbeiters, sondern lediglich unterstützendes Werkzeug. Wenn dies nicht den Anforderungen entspricht, werden andere Werkzeuge wie z.B. Excel- und Access-Eigenentwicklungen präferiert oder auf eine Werkzeugunterstützung ganz verzichtet. Das ist weder im Sinne der Arbeitseffizienz noch in der Qualität der Ergebnisse eine gute Lösung für Unternehmen. Eine ansprechende Visualisierung, einfache Bedienbarkeit mit einer Komplexität, die zur Aufgabe oder gewünschtem Ergebnis passt sowie hohe Flexibilität und Anpassbarkeit an sich schnell ändernde Anforderungen sind daher zwingende Eigenschaften moderner Softwarewerkzeuge für BI. Gleichzeitig müssen die Kosten auch bei einer sehr breiten Verteilung der Software im Unternehmen sowohl hinsichtlich der Lizenzen als auch des Betriebes überschaubar bleiben, um einer Verbreitung nicht im Wege zu stehen.
Trends und Innovationen im Markt haben hierbei verschiedene Stoßrichtungen zur Erreichung dieser Ziele:
Verbesserte webbasierte Werkzeuge
Der Einsatz von Internet-Technologie hat zunächst Vorteile für Entwickler und Betreiber von Software. Moderne Softwareplattformen und vollständig webbasierte Verteilung von Software mit dem Client Internet-Browser beim Anwender erlauben die Senkung von Kosten in der Erstellung, Anpassung, Wartung und Verteilung von Software. Der seit 6-7 Jahren laufende Umstellungsprozess von Desktop-/Windows-Clients auf webbasierte Thin-Clients hat inzwischen gerade für Verteilung und Zugriff auf Berichte sehr gute Lösungen hervorgebracht. Aktuell portieren die BI-Softwareanbieter weiterhin auch Funktionen für die Berichtserstellung und -administration in den Internetbrowser. Dies erübrigt die Verteilung von Software auf Anwenderrechner und vereinfacht die zentrale Kontrolle über Benutzerrechte und Datenbereitstellung. So wird auch die Verlagerung von Aufgaben der Berichtserzeugung, -verteilung und -verwaltung in die Fachabteilungen - dort wo sie eigentlich hingehört - wesentlich erleichtert.
Anwender profitieren von einer Rechner-Unabhängigkeit, die einen Zugriff von jedem Gerät mit Browser erlauben. Hinsichtlich Anwenderfreundlichkeit und Funktionalität konnte aber durch den Austausch von Desktops- durch Browser-basierte Werkzeuge in der Regel nicht unbedingt ein Fortschritt festgestellt werden - ganz im Gegenteil sind gerade noch nicht gereifte Web-Werkzeuge häufig deutlich schwächer als existierende Desktop-Clients.
Dies ändert sich aktuell durch den Einsatz neuer Technologien. Interaktivität und Benutzerfreundlichkeit, die bislang nur von Desktop-Komponenten bekannt sind, erreichen vor allem mit den Adobe Flex/Flash und AJAX (Asynchronous JavaScript and XML) Technologien das Web in Form von "Rich Internet Applications" (RIAs). Den größten Vorteil erzielt AJAX durch das Laden von Daten im Hintergrund. Wartezeiten für Endanwender werden deutlich verkürzt, indem die Applikationen für den Anwender im Vordergrund weiterhin benutzbar bleiben und Benutzereingaben zeitnah und dynamisch verarbeitet werden. Die Einbindung von anspruchsvollen Grafiken und multimedialen Inhalten erhöht den Komfort und die Akzeptanz der Webanwendungen zusätzlich. Beispiele für neue Werkzeuge sind der Einsatz von Adobe Flex/Flash im SAP Visual Composer und Business Objects Crystal XCelsius oder die Umsetzung von AJAX im WebFocus PowerPainter von Information Builders.




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8/2011
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