Die "Blätter für Technikgeschichte" erscheinen seit Eröffnung des Technischen Museums Wien im Jahr 1918 einmal jährlich mit einem Umfang von 250 bis 300 Seiten und beleuchten Aspekte der Technikgeschichte aus wissenschaftlicher Sicht. In der Ausgabe 2006 finden sich etwa Beiträge über "Die Studienreisen Ludwig Lohners in Europa und den USA" (Mario Döberl) oder "Elektrizität: Poetisierte Naturwissenschaft um 1800" (Rupert Gaderer). Den Abschluss des Buches bilden umfassende Buchrezensionen um Thema.
Gar bis zum Jahr 1909 reicht die Geschichte der Zeitschrift "Technikgeschichte" zurück, die vom Verein Deutscher Ingenieure (VDI) und der Gesellschaft für Technikgeschichte (GTG) herausgegeben wird und vierteljährlich in der edition sigma erscheint. Die Aufsätze dieser in schwarz-weiß gehaltenen Zeitschrift werden begutachtet und sind daher ganz wissenschaftlich mit Fußnoten versehen. Im "Aufsatzteil" stehen ein bis zwei umfangreichere Arbeiten, viel Platz nehmen am Ende des Buches die Besprechungen einschlägiger aktueller Sach- und Fachbücher ein.
Die viermal jährlich erscheinende und reich vierfarbig bebilderte Zeitschrift "industrie-kultur. Denkmalpflege, Landschaft, Sozial-, Umwelt- und Technikgeschichte" erscheint im Klartext Verlag Essen und fasst das Spektrum ihrer Beiträge deutlich weiter. Herausgegeben vom Landschaftsverband Rheinland/Rheinisches Industriemuseum widmet sie sich in ihrer aktuellen Ausgabe 3/2007 etwa auch dem "Textilviertel in Niederösterreich" oder der "Industriekultur in Potsdam".
Ebenfalls sehr reich bebildert präsentiert sich die Vierteljahres-Zeitschrift "Deutsches Technikmuseum Berlin", herausgegeben von der gleichnamigen, im Jahr 2001 eingerichteten Stiftung und ihren Fördervereinen. Das Magazin greift aktuelle Themen aus dem Museum auf und informiert in Kurzmeldungen in eigener Sache.
Das Deutsche Museum München gibt mit "Kultur & Technik" im C.H. Beck Verlag München ebenfalls eine reich bebilderte vierteljährlich erscheinende Zeitschrift heraus. Sie widmet sich immer einem Hauptthema (Energie, Verkehr, Spiel etc.) und versammelt danach noch bunt gemischte Texte.
Einen Roman rund um ein technikgeschichtliches Ereignis - den Transport eines Kriegsschiffs in hunderten Kisten von Deutschland an den afrikanischen Tanganika-See - erzählt Alex Capus in "Eine Frage der Zeit". Auf authentischen Ereignissen gründend, gestaltet er die abenteuerliche Geschichte dreier Deutscher, die es am Vorabend des Ersten Weltkriegs ins koloniale Afrika verschlägt - und ihres Widersachers, eines exzentrischen Captains der britischen Navy.
- Blätter für Technikgeschichte, Band 68/2006, Technisches Museum Wien, www.tmw.ac.at
- Industrie-kultur, Klartext Verlag Essen, www.indutrie-kultur.de
- Technikgeschichte, edition sigma, www.edition-sigma.de/TG
- Deutsche Technikmuseum Berlin, www.dtmb.de
- Kultur & Technik, Deutsches Museum München, C.H. Beck Verlag, www.deutsches-museum.de
- Alex Capus: Eine Frage der Zeit. Knaus Verlag, 2007



1/2012
8/2011
7/2011


Dr. Christine Wahlmüller-Schiller ist freie Autorin und Kommunikationsberaterin, spezialisiert auf die IT- und Telekom-Branche. 