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Netz & Telekom

HP LAB University - Die Forschungsstätte von HP

Innovativ

Mit einem jährlichen Forschungs- und Entwicklungsbudget von 3,6 Mrd. US-Dollar entwickelt HP neue Konzepte und Produkte für seine Kunden. Einmal im Jahr haben Journalisten bei der HP LAB University die Gelegenheit, zu sehen, was dabei herauskommt.

Pluribus: A Universal Framework for Scalable Multi-Projector Displays

"Das Büro für Strategie und Technologie ist verantwortlich für alle Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten im Konzern. Etwa fünf Prozent der Gesamtsumme werden für die HP-Labors aufgewendet", erläutert Huw Robson, Direktor des Media-Technologies-Labs im englischen Bristol. Die Labors von HP haben fünf klar umrissene Aufgabengebiete, die sich von der Erarbeitung neuer Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen für die IT bis zu Technologie-Konzepten für Service-Angebote reichen.

"Dabei öffnen wir uns aber sowohl hin zur Seite der Universitäten, wie zu unseren Unternehmenseinheiten und zu den Kunden und Partnern", skizziert Robson das komplexe Beziehungsgeflecht.

Kundenorientierte Ansätze

Eines der vorgestellten Projekte ("Pluribus"; hpl.hp.com/research/pluribus) geht von der Tatsache aus, dass großformatige Präsentationen bisher nur mit hohem Aufwand zu bewerkstelligen sind. "Es ist doch viel billiger, mehrere Standard-Projektoren so zu verbinden, dass sie eine große Fläche gleichmäßig ausleuchten", erläutert Niranjan Danera-Venkata aus dem Entwicklerteam. Bis zu 12 Projektoren lassen sich mit einem PC steuern.

Eine ganz und gar modisch ausgerichtete Neuheit präsentierte Nina Bhatti: "Wir gingen von der Beobachtung aus, dass es für viele junge Frauen schwierig ist, im Geschäft das richtige Makeup auszuwählen." Gleichzeitig wisse man, dass diese Zielgruppe meist ein Mobiltelefon mit Kamera bei sich habe. "Also haben wir das verknüpft: Ein Gesichts-Foto mit einer Farb-Vergleichstabelle wird verschickt, zurück kommt per SMS ein Vorschlag für die richtige Makeup-Tönung!" Damit gebe es nun für Geschäftspartner eine interessante Möglichkeit, dieser Zielgruppe eine gewünschte und persönliche Dienstleistung anzubieten. Das dritte Projekt wiederum basiert auf einem spielerischen Ansatz: "Die Verbindung eines Handhelds mit mobilen Netzen, geografischen Daten und Sensoren erlaubt das spielerische Kennenlernen etwa von Sehenswürdigkeiten", erläutert Tom Melamed. Im Einsatz befindet sich diese Lösung bereits im Londoner Tower, wo interessierte Besucher mit digitaler Unterstützung ein Rätsel lösen können und so die Sehenswürdigkeit auf ungewöhnlichem Weg näher kennen lernen.

Drucker, Tinte und Farbe

In vielen Präsentationen wurden neue Entwicklungen im Druckerbereich vorgestellt. In einem von Brian Kuhta gestalteten Workshop konnte man etwa der Frage nachgehen, wie Hersteller denn nun Preise für ihre Qualität gewinnen. Dabei konnten wir von der "akustischen Qualität" ("Wie klingt ein Drucker beim Ausdrucken?") bis zur Robustheit ("Welche Stürze überlebt ein Drucker unbeschadet?") einige Kriterien selbst ausprobieren.

Die Test-Anforderungen für einen neuen Drucker sind jedenfalls sehr groß: Da gilt es, bis zu vier Millionen Zeilen Software-Code zu überprüfen, es werden bis zu 5.000 der neuen Drucker mit 200 verschiedenen Sorten von Druckerpapier und 20.000 Druckerpatronen getestet. "Die Drucker müssen aber auch unter den verschiedensten Umweltbedingungen weltweit funktionieren und oft hohe Staubbelastungen aushalten", so Kuhta. Moderne Drucker sollten auch wachsenden Anforderungen an ihre Sparsamkeit gerecht werden und sich "kinderleicht" bedienen lassen. "Wir sammeln sogar Daten von gewarteten Geräten nach Regionen, um etwaige Unregelmäßigkeiten auch lokal genau feststellen zu können", gab Kuhta abschließend ein weiteres Detail am "steinigen Weg zur Auszeichnung" zum besten.


Test: Druckpatronen

Das europäische Forschungslabor Innovationstechnik hat von Ende 2006 bis Anfang 2007 mehr als 1.000 Inkjet Druckpatronen von 16 der bekanntesten europäischen Fremdanbieter untersucht. Getestet wurden so genannte Refillpatronen, also von Fremdanbietern wiederaufgefüllte HP Patronen sowie Patronen, die in Tintentankstellen wiederaufgefüllt wurden. Die Resultate waren eindeutig: Original HP Inkjet Tintenpatronen drucken 34% mehr Seiten als kompatible Alternativprodukte und 69% mehr als Tintenpatronen, die an Tintentankstellen wiederbefüllt wurden.

Weitere Informationen zu den Testergebnissen und -methoden: www.hp.com/at/zuverlaessigkeit

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MONITOR-Autoren
Dunja Koelwel

Dunja Koelwel ist freie Journalistin in München. Die studierte Juristin arbeitet für Verlage und Agenturen und betreut vor allem die Themen Internet und Business-Software aus einem strategisch- wirtschaftlichen Blickwinkel. ..mehr..

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