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Telekom & Internet

Österreichische Unternehmen sind treue Festnetzkunden

Die Anbieter überbieten sich in Internet-Zugängen, die immer mehr leisten können. Superschnelle Bandbreiten, unbegrenzter Datentransfer (Flatrate), Domain, Mailboxen und Webspace sind beinahe Standard. VoIP und Mobiler Breitband-Internetzugang gehören zu den neueren Features. Doch insgesamt steckt der Markt in der Krise. Die Alternativ-Anbieter sprechen von Re-Monopolisierung und kritisieren lautstark die Regulierungsbehörde RTR. Zehn Jahre nach der Telekomliberalisierung herrscht wenig Feierstimmung.

Privat sind die Österreicher eindeutig Handy-verliebt. 89% der ÖsterreicherInnen haben ihr Handy immer dabei, wenn sie das Haus verlassen - häufiger als die Bankomatkarte, den Führerschein oder den Terminkalender. In der Wichtigkeit kommt das geliebte Mobiltelefon noch vor dem Auto, dem Fernsehen oder der Armbanduhr, heißt es in einer aktuellen Studie, beauftragt von der mobilkom. Ganz im Gegensatz zu den Unternehmen, die dem Festnetz nach wie vor die Treue halten.

"Österreichische Unternehmen weisen kaum Bereitschaft zum Verzicht auf Festnetz auf; praktisch alle verfügen über einen Festnetzanschluss. Mobilfunk, der sich mit 83% Penetration sehr stabil verhält, ist im Business-Bereich als komplementäre Lösung zu sehen", urteilt Bertram Barth, Geschäftsführer des Marktforschungsinstituts Integral, das zwei Mal pro Jahr mit dem Austrian Internet Monitor sowohl den Privat- als auch den Business-Telekommunikationsmarkt untersucht.

Seit etwa drei Jahren ist ein gewisser Sättigungsgrad am Internet-Markt erreicht. Derzeit haben 85% der Unternehmen in Österreich einen Internetzugang.

Die Internet-Penetration im Business-Bereich liegt ja bereits seit einiger Zeit nahe der Sättigungsgrenze. 260.000 Unternehmen (85 Prozent) verfügen über einen Internetzugang. ADSL bzw. breitbandiges Internet hat in den letzten 12 Monaten stark zugelegt. (Alle Daten laut AIM Austrian Internet Monitor - Business, April 2007.) Während noch im Vorjahr nur knapp jedes dritte Unternehmen ADSL im Einsatz hatte, sind es jetzt schon 37 Prozent, weitere zwei Prozent geben an, ADSL in den nächsten 12 Monaten realisieren zu wollen. Bei den Unternehmen, die über Internet verfügen, besitzen weit mehr als die Hälfte (62 Prozent) einen breitbandigen Anschluss, aber noch 30 Prozent haben "Schmalband", zumeist alte, bestehende ISDN-Verbindungen, bei kleinen Unternehmen sind aber auch noch Einwahlmodems zu finden. Am höchsten ist der Anteil der Schmalband-Nutzer derzeit noch bei der Gruppe der Unternehmen mit zwei bis vier Mitarbeiter (39 Prozent), also bei den Kleinunternehmern, während Einzelpersonen schon vermehrt auf den schnelleren Breitband-Zugang umgestiegen sind.

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