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Thema

IT-Optimierung

Managed Desktop Services erfordern leistungsfähige Partner

"Managed Desktop Services helfen unsichtbare Kosten reduzieren"

Interview mit Georg Komornyik, Geschäftsführer S&T Österreich

Georg Komornyik, Geschäftsführer S&T Österreich

Das Thema kann man auch in einem größeren Rahmen der "Managed Security Services" sehen, wie lassen sich also Managed Desktop Services in ein sinnvolles Gesamtkonzept einbetten?

Selbstverständlich lassen sich Managed Desktop Services in einen größeren Rahmen im Sinne von Managed Security Services einbetten. Wenn man Managed Desktop Services als Stufenkonzept betrachtet, wäre die unterste bzw. Basisstufe die Beschaffung der Hardware selbst. Die weiteren Services, wie Installation, Software-Deployment, Wartung, etc. würden als nächst-höhere Services folgen - und darauf aufbauend könnte man wiederum Security-Services, wie z.B. Virus-Checks, Intrusion-Detection, Download-Schutz, etc. aufbauen.

Welche Rolle spielt der Dienstleister in diesem komplizierten Prozess?

Ein externer Dienstleister könnte von der Analyse der Security-Situation, über die Ausarbeitung eines Security-Managements bis hin zur Umsetzung an den Clientsystemen alle Aufgaben übernehmen. Allerdings betreffen Security-Maßnahmen im Bereich von Managed Desktop Services nur die Client- und nicht die Serverseite, die sinnvollerweise Teil eines umfassenden Securitykonzeptes sein sollte.

Welche grundsätzlichen Vorzüge verbinden sich mit dem Outsourcing, welche Variante ist die beste?

Die beste Variante ist stets die, die für den Kunden individuell am besten passt. Flexibilität und Serviceorientierung sind äußerst wichtig bei Managed Desktop Services. Die Vorteile sind einerseits die planbaren, fixen Kosten, die Reduzierung von versteckten Kosten, die Möglichkeit, die eigenen Mitarbeiter woanders einzusetzen. Hinzu kommen Effizienz- und Produktivitätssteigerungen, ein geringeres Risiko und die Sicherheit, technologisch bestens beraten zu sein.

Wofür muss das Unternehmen selbst Sorge tragen, wofür der Dienstleister?

 

Unternehmen, die Managed Desktop Services in Anspruch nehmen, müssen entscheiden, wie viel Verantwortung und Entscheidungsgewalt sie abgeben möchten und welche Teilbereiche sie outsourcen wollen. Die Auswahl des Dienstleisters sollte mit Bedacht gewählt werden, da unter Umständen ein unseriöser Partner großen Schaden und immense Kosten erzeugen kann.

Sind die meisten Unternehmen damit nicht überfordert?

Ein wenig Mut für innovative Lösungen tut interessierten Unternehmen äußerst gut. Der Dienstleister sollte natürlich herstellerunabhängig beraten, flexibel auf unterschiedlichste Anforderungen reagieren, flexible Realisierungsmodelle anbieten, auf örtliche Nähe im Service-Bereich setzen sowie Qualitätskriterien wie z.B. zertifiziertes Personal erfüllen. Und auch die Fairness in der Kundenbeziehung spielt eine maßgebliche Rolle in diesem stark auf Vertrauen basierendem Bereich.

Welche Kosten-Nutzen-Vorteile lassen sich mit einem ausgelagerten Desktop Services inklusive Hardware, also der kompletten IT-Verwaltung, unter dem Strich verbinden?

Die Vorteile sind wie gesagt fixe, planbare monatliche Kosten, vor allem in der Minimierung sogenannter "unsichtbarer" Kosten, die durch ineffiziente Abläufe, Doppelläufigkeiten etc. vielfach vorhanden sind. Weitere Vorteile sind die Erhöhung der Effizienz und Produktivität der IT-Landschaft, was sich in einer niedrigen Ausfallrate und geringen Stillstandzeiten und damit einhergehend in niedrigen Störungskosten ausdrückt. Das hilft Risiken zu minimieren und die Ausstattung stets "state-of-the-art" zu halten. Schlussendlich bringt dies mehr Kosteneffizienz, da IT-MitarbeiterInnen, die bislang mit Desktop Services beschäftigt wurden, für andere Themen, z.B. in kerngeschäftsnahen Bereichen, eingesetzt werden können.

Worauf ist zu achten, welche Hürden und Fallstricke gibt es technisch wie organisatorisch?

Unternehmen sollten vor allem darauf achten, einen seriösen und erfahrenen Partner für Managed Desktop Services zu wählen, der die nötige Flexibilität und Kundenorientierung in das Projekt einbringt und hohe Qualitätskriterien erfüllt.

Wäre das auch für kleinere Betriebe eine Option?

Managed Desktop Services lohnen sich für große und für kleinere Unternehmen, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen. Große Unternehmen verfügen über eine IT-Abteilung, die sie durch die Auslagerung dieses Aufgabenbereichs, anderweitig einsetzen können. Kleinere Unternehmen dagegen haben oft keine eigene IT-Mannschaft und profitieren von einem professionellen Partner, der das notwendige Personal und Know-how zur Verfügung stellt. Denn letztlich sind Ausfälle der IT bei großen und bei kleinen Unternehmen gravierende Störungen im Arbeitsprozess, die hohe Kosten erzeugen.

Interview: Lothar Lochmaier

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