Demnach haben 18 Prozent der großen und 31 Prozent der kleinen Unternehmen kein BC&A-Konzept, obwohl viele IT-Manager die Notwendigkeit dafür erkannt haben: 80 Prozent planen 2007 höhere Investitionen in diesem Umfeld als im Jahr 2006. Das hat eine aktuelle, von HP beauftragte Studie ergeben. Für die Untersuchung hat GCR Custom Research weltweit 564 IT-Entscheider zum Thema Business Continuity and Availability interviewt.
Neun von zehn der Befragten wollen vor allem für Backup und Recovery, Sicherheit sowie für verbessertes IT Service Management mehr finanzielle Mittel bereitstellen. Außerdem auf der Agenda stehen Lösungen, die nach einem Katastrophenfall die Weiterführung des IT-Betriebs sicherstellen (disaster-tolerant solutions).
Die Ergebnisse zeigen außerdem, dass Unternehmen ihre Business Continuity-Strategie geändert haben. Statt einem reaktiven Ansatz steht jetzt die langfristige Planung im Vordergrund. Allerdings werden die IT-Abteilungen häufig an der Umsetzung gehindert. Die Gründe dafür sind unter anderem eine fehlende Einigkeit hinsichtlich der technologischen Lösung (55 Prozent der Befragten), mangelnder Zeit für die Implementierung (49 Prozent) oder nicht vorhandener Erfahrung im eigenen Hause (59 Prozent).
"Die Unternehmen sind sich der Vorteile nachhaltiger IT-Strategien im Bereich Business Continuity und Availability durchaus bewusst. Alleine an der Umsetzung hapert es noch. Das größte Argument, das immer wieder gegen eine Implementierung solch langfristiger Systeme angeführt wird: die Kosten. Dabei hat professionelles IT-Service Management in der Regel einen ROI von nur 12 bis 18 Monaten, und ein durch IT-Service Management verhinderter Systemausfall amortisiert in der Regel bereits die Projektkosten", erklärt Gerhard Krennmair, Direktor HP Services Österreich.
HP empfiehlt eine Herangehensweise mit folgenden Schritten, um eine umfassende BC&A-Strategie umzusetzen:
- Zunächst sind die Geschäftsanforderungen zu definieren und der aktuelle Status von Hardware, Anwendungen und Know-how zu prüfen. Zudem gilt es sicherzustellen, dass Best Practices angewandt werden.
- Danach sollte ein ganzheitlicher Ansatz entwickelt werden, der sowohl Mitarbeiter als auch Prozesse und Technologien einbezieht.
- Sinnvoll ist die Zusammenarbeit mit Anbietern, die ein möglichst umfassendes Lösungsportfolio für Business Continuity, Hochverfügbarkeit, Disaster Recovery und Sicherheit bereithalten.
- Unternehmen sollten einen Zeitrahmen für die Umsetzung ihres Business Continuity-Planes festsetzen.
- Technologien wie Virtualisierung und Remote-Datenspeicherung ermöglichen ein schnelles Umschalten auf Ersatz-Systeme und helfen, Kosten zu senken.
- Schließlich sollten Unternehmen ihre Systeme in regelmäßigen Abständen testen, um sicherzustellen, dass Performance Levels und Datenzugriff in der gewünschten Qualität zur Verfügung stehen.




1/2012
8/2011
7/2011


Dr. Manfred Wöhrl ist Geschäftsführer der R.I.C.S. EDV-GmbH (Research Institute for Computer Science, www.rics.at), spezialisiert auf Securitychecks und Security-Consulting. 