Gut Ding braucht Weile. Rund zehn Jahre lang haben die Unternehmen der Branchen "Computer und Bürosysteme" eine Lehrberuf gefordert, der modernen Anforderungen gerecht wird. Im Schuljahr 1997/98 wurde dann endlich - basierend auf dem Lehrberuf des Einzelhandelskaufmanns - als Schulversuch der Lehrberuf "Einzelhandelskaufmann - Fachrichtung EDV" kreiert. Mit dem Schuljahr 1998/99 wurde dieser Schulversuch als neuer Lehrberuf "EDV-Kaufmann" anerkannt.
In Wien werden heute 39 EDV-Kaufleute ausgebildet, davon befinden sich zur Zeit 24, also mehr als die Hälfte, im ersten Lehrjahr. In den Bundesländern gibt es derzeit zwei weitere Berufsschulen, die EDV-Kaufleute ausbilden: Hartberg als Zentrale für das südliche Österreich mit 35 und Vöcklabruck für die westlichen Bundesländer mit 28 Lehrlingen.
Erstmals werden nun in Österreich Jugendliche bereits in der Lehrzeit so EDV-spezifisch ausgebildet, daß später den Unternehmen die notwendige Basisschulung erspart bleibt. Durch die duale Ausbildung (Mitarbeit im Betrieb sowie einschlägige Berufsschule) entstehen neue Fachkräfte, die nach Lehrabschluß sofort in der Praxis eingesetzt werden können.
Besonders wichtig ist, daß dieser neue Lehrberuf für die Lehrlinge auch Zukunftsperspektiven bereit hält. Der österreichische EDV-Markt kletterte laut Wirtschaftskammer Wien von 46 Milliarden ATS 1995 auf 58,1 Milliarden ATS in 1998. Der Umsatzanteil von PCs am EDV-Gesamtmarkt lag 1998 bei 67,6 Prozent (460.000 Stück, 1995: 325.000 Stück) mit weiter steigender Tendenz.



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Mag. Dominik Troger gehört seit 1992 zum MONITOR-Team. Er begann als News-Redakteur und betreute viele Jahre die MONITOR Weiterbildungsbeilage "Job Training". Seit dem Jahre 2000 war er als Chef vom Dienst tätig, mit Dezember 2009 übernahm er die Chefredaktion. 