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Netz & Telekom

Netzwerk Monitoring

State of the Art der Informationsgewinnung

Wissen über die Vorgänge im gesamten Netzwerk - immer, überall und in Echtzeit - ermöglicht höchstmögliche Verfügbarkeit, Effizienz und Sicherheit. Dies mit kosteneffizienten Mitteln und möglichst ohne Nebenwirkungen zu erreichen, zählt zu den Anforderungen der Gegenwart.

Matthias Lichtenegger

Der Zustand des Netzwerkes wird für verschiedene Blickwinkel aufbereitet, Quelle: WildPackets

IT-Manager möchten individuelle und situationsabhängige Statistiken einsehen und auf Problemzonen hingewiesen werden, wohingegen Netzwerkadministratoren im Fall der Fälle gerne einen Drill Down über alle OSI Layer vornehmen.

Zu den am meisten verbreiteten Technologien zur Informationssammlung zählen SNMP, NetFlow/S-Flow und die klassische Netzwerkanalyse. Mit SNMP kann man Informationen von den einzelnen Netzwerkkomponenten auslesen, NetFlow/S-Flow sendet diese kontinuierlich an eine zentrale Managementstation. Allerdings sollte man sich - neben den bandbreiten- sowie designspezifischen Limitationen - auch bewusst machen, dass diese beiden Technologien immer nur Zähler einzelner Komponenten auslesen und diese von der jeweiligen Netzwerkmanagement-Lösung kumuliert werden. Diese Zahlen sind aufschlussreich und liefern für einige Konstellationen ausreichendes Datenmaterial. Einen wirklich unabhängigen und tiefgehenden Einblick bietet jedoch nur der Datenverkehr selbst - und den gewinnt man mit professioneller Netzwerkanalyse.

Der große Unterschied dieser Technologie zu den zuvor erwähnten Methoden liegt eben darin, dass hier auf Bit-Level die tatsächlichen Pakete von der Leitung (respektive aus der Luft) genommen werden, und man somit einen Überblick über alle OSI Layer gewinnt. In der Nutzung dieser tiefgehenden Informationen ist man flexibel. Man kann neben der "re-aktiven" Problembeseitigung auch "pro-aktives" Application Performance Monitoring, VoIP-Analyse, Netzwerkforensik und vieles mehr bewerkstelligen.

Entsprechende Analysesysteme sind mittlerweile auch für verteilte Reportinganforderungen echtzeitfähig. Im Gegensatz zu den besprochenen Komplementärtechnologien wie SNMP und NetFlow/S-Flow verbrauchen sie kaum Bandbreite, bieten tiefgehende Informationen für vielfältige Anforderungen und halten diese solange vorrätig, wie man dafür Vorsorge trifft. Soll heißen, man kann auf einem abgesetzten Client/Server-Messsystem wie der "OmniAnalysis" Plattform des Herstellers WildPackets sowohl statistische Daten als auch den tatsächlichen Netzwerkverkehr speichern. Im Vergleich zu komplexen Management Lösungen sind intelligente Netzwerk Analyse Plattformen einfach zu installieren und sehr kosteneffizient in Betrieb zu nehmen. Hilfestellung, im Datenmeer die entscheidenden Pakete herauszufinden und richtig zu interpretieren, geben mittlerweile heuristisch programmierte Expertensysteme.

Darüber hinaus können von zentraler Stelle Reports über multiple Segmente, Trendanalysen über die Entwicklung des Datenverkehrs und vieles mehr erstellt werden. Wird der Datenfluss online beobachtet, analysiert und daraus laufend Statistiken generiert, kann dies auch sehr gut für die alltägliche Performanceanalyse der Applikationen genutzt werden.

Gut dreißig Jahre nach ihrer Markteinführung sind lokale und verteilte Netzwerkanalyse-Systeme aktueller denn je. Nur sie bieten tatsächlich einen (von Hardware Herstellern) unabhängigen Einblick in die Vorgänge im Netzwerk und eine verlässliche Verfügbarkeit individuell aufbereiteter Reports - wenn es sein muss über Jahre hinweg. So kann die Einhaltung von SLAs, der Unternehmensrichtlinien und nicht zuletzt die Relevanz Ihrer Arbeit dokumentiert werden.

OmniAnalysis als verteiltes Agenten/Konsolen System mit dedizierter Hardware kann entgegen der oft verbreiteten Meinung preislich sehr gut mit Lösungen mithalten, welche ausschließlich auf den zuvor besprochenen Komplementär Technologien wie SNMP oder NetFlow/S-Flow basieren, bietet zumeist aber einen deutlich höheren individuellen Nutzen.

Matthias Lichtenegger ist Country Manager D-A-CH bei WildPackets

www.wildpackets.com

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MONITOR-Autoren
Alexander Hackl

Alexander Hackl ist freier Journalist in Wien. Er ist Absolvent des Master- Programms „Qualitätsjournalismus“ an der Donau-Universität Krems und spezialisiert auf Technologiethemen. Seit drei Jahren ist er als Autor für den MONITOR und das Wirtschaftsmagazin FORMAT tätig. Das Hauptaugenmerk in seiner Arbeit liegt auf Informations- technologie im Kontext gesellschaftlich-wirtschaftlicher Zusammenhänge. ..mehr..

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