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Kommunikation

Interview mit Tina Reisenbichler, T-Systems

"Komplexität darf für den Kunden nicht spürbar sein"

Seit April ist Tina Reisenbichler bei T-Systems für den weltweiten Vertrieb der Kommunikationslösungen verantwortlich. Ihre Visionen: Die Konvergenz von IT und Telekom, ein standortübergreifendes Rufnummernkonzept und ein Höchstmaß an Automatisierung.

„Die Kunden werden immer globaler, und wir bieten für die weltweite Netzanbindung ein echtes Sorglospaket.“ - Tina Reisenbichler, T-Systems

Die T-Systems Austria GesmbH, einer der größten IT-Dienstleister und Outsourcing-Anbieter des Landes, verfügt über fünf Niederlassungen und ein hochmodernes Rechenzentrum. Darüber hinaus lenkt CEO Rudi Kemler auch die Geschicke der T-Systems-Niederlassungen in Zentral- und Osteuropa. Tina Reisenbichler ist für den Vertrieb der Telekom-Lösungen verantwortlich - seit 1. April sogar weltweit. Und "weltweit" bedeutet bei T-Systems Niederlassungen in 20 Ländern und 160.000 Bestandskunden.

Die TU-Absolventin (Technische Mathematik) und fünffache Mutter zählt zur seltenen Spezies weiblicher Führungspersönlichkeiten in der heimischen IT-Branche. Die drei Geschäftswelten von T-Systems, IT, Telekom und Systemintegration sieht Reisenbichler nicht voneinander getrennt, sondern als ein großes Lösungsuniversum. "Wir streben ein Gesamtservice an, also die EDV und das Kommunikationsnetzwerk im perfekten Zusammenspiel unter dem Motto ‚Real ICT'. Das Netz ist nur das Transportmittel", so Reisenbichler.

Internationale Vernetzung

"Die Top100-Unternehmen sind unser Marktsegment", betont Reisenbichler, und dementsprechend will sie die zahlreichen Großkunden aus Industrie oder Handel auch bei deren Auslandsaktivitäten begleiten. Die Basis dafür sollen neue Netzplattformen wie "IntraSelect MPLS" schaffen. Bei diesem Konzept läuft die gesamte Kommunikation - Daten, IP-Telefonie und Multimedia - über das internationale MPLS-Hochleistungsnetz von T-Systems.

Durch einen modularen Aufbau gibt es flexible Erweiterungsoptionen auf jeden beliebigen Standort. Standortübergreifend werden einzelne "Virtual Private Networks" (VPNs) einfach gekoppelt, weltweit verteilte Mitarbeiter können so über ein abgeschirmtes Protokoll geschützt zusammenarbeiten. Wer mit welchen Anwendungen im MPLS-Netz Vorfahrt hat, kann der Kunde dynamisch über ein zentrales Management-Portal bestimmen. "Die Kunden werden immer globaler, und wir bieten für die weltweite Netzanbindung ein echtes Sorglospaket. Bei der Voest zum Beispiel werden nach vielen Zukäufen nun die Netze von 100 Standorten homogenisiert." Für kleine Sales Offices oder mobile Mitarbeiter gibt es zusätzlich die Möglichkeit einer billigeren Firmennetzanbindung per öffentliches Internet über einen VPN-Client.

Sprache und Daten als Gesamtpaket

Aufgrund der Datenpriorisierung zum Beispiel für echtzeitsensible Anwendungen eignet sich das virtuelle MPLS-Firmenetz auch optimal für "Flex Voice", die VoIP-Unternehmenslösung von T-Systems. "Mit der Lösung ermöglichen wir Unternehmen eine echte Integration von Sprache, Daten und Multimedia. Die herkömmliche Telefonanlage wird über kurz oder lang verschwinden. Die Reise geht Richtung ‚Unified Messaging' - Telefonie und Daten werden auch preislich zum Gesamtpaket", so Reisenbichler. Durch die Kooperation mit der Konzernschwester T-Mobile Austria kann T-Systems für seine Kunden auch die Mobiltelefonie im Unternehmensnetz integrieren.

Für multinationale Firmen, die ihr Sprachnetz vereinheitlichen wollen, hat T-Systems das Produkt "T-VPN" (Telekom Virtual Private Network) entwickelt. Das Konzept: Weltweit für alle Standorte nur eine Rufnummer mit zentraler Vermittlung und pro Mitarbeiter eine Klappe - egal, wo er/sie sich gerade befindet. Die Lösung lässt sich sowohl über das traditionelle Telefonnetz als auch über VoIP verwirklichen.

So soll es auch bald möglich sein, beim Wählen einer Auslandsnummer automatisch bis zur nächstgelegenen Niederlassung übers Firmennetz und erst ab dort ins lokale Festnetz zu telefonieren - samt automatischer Kostenstellenabrechnung. "Das System wählt automatisch die tariflich günstigste Möglichkeit. Das ist die Zukunft der Telefonie. Technisch ist das eine hochkomplexe Angelegenheit. Aber für den Kunden darf diese Komplexität nicht mehr spürbar sein", so Reisenbichlers Vision.

www.t-systems.at

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