Sorex Wireless Solutions mit Sitz in Wiener Neustadt wird noch im Laufe dieses Jahres drei Lösungen auf den Markt bringen, mit denen jedes bluetoothfähige Mobiltelefon zum Mehrzweck-Instrument werden kann. Je nach Einsatzzweck machen die Applikationen das Handy zum elektronischen Schlüssel, zur Haustechnik-Steuerung oder zum Alarmanlagen-Schalter. "Der Vorteil unserer Technologie", erklärt Geschäftsführer Christian Csank, "ist ihre universelle Einsetzbarkeit: jedes bluetoothfähige Handy der Welt ist kompatibel, das sind derzeit ca. zwei Milliarden Stück. Ich muss keine weitere Installation am Mobiltelefon vornehmen, das Marktpotenzial ist also denkbar groß."
Die in Wiener Neustadt entwickelte Technologie ist hochverschlüsselt und sicher vor Fremdzugriff, einfach in der Anwendung und ausfallsicher. Zudem ist die Lösung leistungsfähig: die "wireless solutions" von Sorex funktionieren auf Entfernungen von bis zu 300 Metern, wobei die gewünschte Distanz nach Bedarf eingestellt werden kann. Um also eine Tür zu öffnen, genügt es, mit dem Handy in der Jackentasche in die Nähe zu kommen. Das Modul überprüft automatisch die Authentifizierung und reagiert entsprechend.
Die Anwendungsmöglichkeiten der patentierten Technologie von Sorex sind vielfältig. Neben der Zutrittskontrolle und -steuerung hat das Unternehmen auch eine Produktpalette für drahtlose Sicherheitslösungen entwickelt. So können Tür- und Fenstersicherungen sowie Bewegungsmelder und die damit gekoppelten Alarmanlagen über das Handy gesteuert werden. Auch in diesem Fall gilt: Ist das Mobiltelefon der authentifizierten Person einmal angemeldet, erkennt das System es jedes Mal wieder. Die Aktivierung oder Deaktivierung erfolgt automatisch; das Handy in der Tasche - eingeschalten und mit aktiviertem Bluetooth - genügt als Schlüssel.
Mit der Sorex-Technologie können auch Stromverbraucher und Geräte im Haushalt via Handy gesteuert werden: Licht, Fernseher, Jalousien, Heizung, Steckdosen etc. Der Vorteil dabei ist vor allem einfache Installation und Bedienung - wofür sonst Kabel nötig sind, wird in diesem Fall von Bluetooth erledigt, und die nötige Fernsteuerung hat man in Form des Mobiltelefons sowieso immer bei sich.




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8/2011
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Lothar Lochmaier studierte nach einer Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann Sozial-und Wirtschaftsgeschichte sowie Politikwissenschaft in München, Madrid und Berlin. Heute arbeitet er als freiberuflicher Fach- und Wirtschaftsjournalist für diverse Print- und Online-Medien. Seine Schwerpunkte sind die Bereiche Informationstechnologie, Energiefragen und Managementthemen. 