27-4-2007 | Aus MONITOR 2007 Special Kommunikation Gedruckt am 23-07-2014 aus www.monitor.co.at/index.cfm/storyid/8964
Kommunikation

Studie - RTR Telekom Monitor

Breitband-Internet wächst in Österreich, aber nicht schnell genug

Innerhalb eines Jahres ist die Zahl der Breitband-Anschlüsse in Österreich um 25 Prozent gestiegen. Das zeigen die jüngsten Zahlen des RTR Telekom Monitors, der gerade veröffentlicht worden ist.

Christian Henner-Fehr

Vor vier Jahren startete die damalige Bundesregierung die Breitbandinitiative mit dem Ziel, durch eine leistungsfähige und moderne Breitbandinfrastruktur den Wirtschaftsstandort Österreich zu stärken. Auf diese Weise sollten alle Bürger des Landes unabhängig von der geografischen Lage die Möglichkeit zur Nutzung von Breitband-Internet erhalten.

Der nun veröffentlichte RTR Telekom Monitor 1/2007 zeigt, dass die Zahl der Anschlüsse in den letzten Jahren stark angestiegen ist. Betrug die Zahl der Breitbandanschlüsse im ersten Quartal 2004 noch knapp 680.000, so waren es Ende September des letzten Jahres mit gut 1,35 Mio. Anschlüssen etwa doppelt so viele. Innerhalb eines Jahres sei deren Zahl um 25 Prozent gestiegen, erklärte Georg Serentschy, Geschäftsführer der RTR-GmbH bei der Vorstellung der aktuellen Zahlen.

39 Prozent der österreichischen Haushalte und Unternehmen verfügten Ende September 2006 über einen Breitbandanschluss, ein Jahr davor waren es erst 31 Prozent. Übertragen auf die Bevölkerung (pro Kopf) lag die Durchdringung mit Breitbandanschlüssen Ende 2005 in Österreich mit etwas mehr als 14 Prozent über dem EU25-Durchschnitt mit 12,9 Prozent.

Die hohen Zuwachsraten können aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Zug ins Stocken geraten ist, warnt die European Competitive Telecommunications Association (ECTA) in ihrer letzten Aussendung. Europaweit sei die Zahl der Breitbandanschlüsse von März bis September 2006 nur noch um 14 Prozent gestiegen. In den sechs Monaten davor waren es noch 23 Prozent. Laut Steen Clausen, dem ECTA Geschäftsführer, gehört auch Österreich zu den Ländern, in denen das Wachstum eingebrochen ist.

Mit der im Januar veröffentlichten Sonderrichtlinie AT.net hat die österreichische Bundesregierung ihren Willen zum Ausdruck gebracht, weiter den Ausbau der Breitbandinfrastruktur zu unterstützen. Bis 2010, so das ehrgeizige Ziel, sollen 60 Prozent der österreichischen Haushalte Breitband-Internet nutzen können und die flächenmäßige Vollversorgung sichergestellt sein.

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