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S&T Österreich:

Info-Management im Fokus

In Sachen Team Collaboration und Workflow Management setzt man beim IT-Dienstleister S&T auf den Microsoft Office Sharepoint Server 2007. Das Thema Informationsmanagement sieht S&T-Austria-Geschäftsführer Georg Komornyik in einem ganzheitlichen Kontext.

„Wir verstehen den Mittelstand, dort sind vorkonfigurierte Lösungen mit kurzen Implementierungszeiten zu Fixpreisen gefragt.“ - S&T-Austria-Geschäftsführer Georg Komornyik

"Die Firmen haben in der Regel durch ERP ihre operativen Prozesse bereits recht gut unterstützt. Die ERP-Systeme liefern Unmengen an Daten. Die sind aber unstrukturiert und nicht zueinander in Bezug gesetzt und eignen sich deshalb vielfach nicht als Entscheidungsgrundlage. Die Frage ist also: Wie bekomme ich die Daten von den operativen in die strategischen Prozesse?", betont Komornyik.

Enterprise Content Management (ECM) sei nur der IT-nahe Teil des Informationsmanagements. Darauf müssten aber Prozess-Themen wie Business Intelligence und Workflow-Management aufsetzen. "Die Strukturen von Firmen sind sehr virtuell. Teams arbeiten oft abteilungsübergreifend und über viele Standorte hinweg zusammen. Um diese Prozesse und den Informationsfluss zu optimieren, ist der Sharepoint Server ein sehr gutes Werkzeug", meint Komornyik. Prozessmanagement sieht er generell als ein großes Zukunftsthema: "Vorkonfigurierte Prozesse, die sich an ‚Best Practices' orientieren, senken Kosten und Risiko. Die Unternehmen können dadurch Zeit für ihre Core-Prozesse freispielen."

"Wir verstehen den Mittelstand"

Im Lösungs- und Beratungsgeschäft will Komornyik mehrere Schwerpunkte setzen: Neben Business Intelligence und Team-Collaboration konzentriert er sich vor allem auf SAP-Consulting und -Packages. Auch das Thema Infrastruktur-Harmonisierung bleibt im Fokus. Erst kürzlich konnten wieder zwei große Server-Virtualisierungsprojekte beim ORF und der KABEG, der Kärntner Landeskrankenanstalten-Betriebsgesellschaft, gewonnen werden.

In Sachen SAP-Kompetenz hat S&T kürzlich durch die Übernahme des international aufgestellten Schweizer Beratungshauses IMG massive Verstärkung bekommen. "Wir haben jetzt über 1.000 SAP-Berater im Konzern, davon über 500 deutschsprachige", freut sich Komornyik, der auch als Region-Manager DACH fungiert. Im SAP-Bereich will er sich ganz besonders der Mittelständler annehmen. "Wir verstehen den Mittelstand, dort sind vorkonfigurierte Lösungen mit kurzen Implementierungszeiten zu Fixpreisen gefragt", weiß Komornyik. Der Fokus auf Midsize-Unternehmen kommt nicht von ungefähr, sondern ist Teil einer S&T-Mittelstandsoffensive, die in Kooperation mit SAP gerade in insgesamt neun Ländern gestartet wird. Ziel der zahlreichen Sales- und Marketingmaßnahmen sind Unternehmen des gehobenen Mittelstands, denen vorgefertigte und damit schnell und kostengünstig implementierbare SAP-Lösungen angeboten werden.

20.000 Desktops im Managed Desktop Service

Als einen der wichtigsten Wachstumsträger im S&T-Geschäft sieht Komornyik den Bereich "Managed Operations". Schon jetzt werden in Österreich insgesamt 100.000 IT-Komponenten von S&T gemanagt. Im Bereich Managed Desktop Services (MDS) sind es rund 20.000 Endgeräte. "Wir investieren sehr viel in dieses Thema. Bei unserem größten MDS-Kunden Uniqa haben wir auch 50 Mitarbeiter übernommen. Wir verfügen in diesem Bereich österreichweit über eine flächendeckende Mannschaft - das ist insbesondere für Firmen mit vielen Standorten wichtig", betont Komornyik.

Vom Sorgenkind zum Highend-Dienstleister

Die Erfolge von S&T sind Legende. 1993 gegründet, wurden die Chancen der Ostöffnung konsequent genützt. Heute repräsentiert die Gruppe einen Umsatz von 463 Millionen Euro und verfügt über 3.000 Mitarbeiter in 23 Ländern. Auf dem heimischen IT-Dienstleistungsmarkt allerdings war S&T bis 2005 nahezu bedeutungslos. Dann ging die Konzernführung - namentlich der damalige CEO Karl Tantscher und der jetzige CEO Christian Rosner - daran, die Heimmannschaft massiv zu verstärken. Durch die Zukäufe von T-Systems DSS, Computacenter Austria und des SAP-Dienstleisters EFP wurde die Mitarbeiterzahl auf rund 400 vervielfacht. Ein enormer Integrationsaufwand, der heuer Früchte tragen soll. Dazu Komornyik: "Wir haben alle Mitarbeiter übernommen, gemeinsam neue Strukturen geschaffen und uns für 2007 ambitionierte Ziele gesetzt. Jetzt sind wir eines der führenden IT-Unternehmen in Österreich."

Der ehemalige IDS-Scheer-Österreich-Chef übernahm erst 2006 die Geschäftsführung von S&T Austria. "Ich wollte in einer Gruppe arbeiten, in der die Entscheidungen in Österreich fallen. Hier kann ich mich auch bei strategischen Entscheidungen stark einbringen", freut sich Komornyik.

www.snt.at

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(ERP, „Planung [des Einsatzes/der Verwendung] der Unternehmensressourcen“) bezeichnet die unternehmerische Aufgabe, die in einem Unternehmen vorhandenen Ressourcen (Kapital, Betriebsmittel oder Personal) möglichst effizient für den betrieblichen Ablauf einzusetzen.

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Alexandra Riegler

Alexandra Riegler arbeitet als freie Journalistin in den USA. Zu ihren Spezialgebieten zählen die Themen Technologie und Forschung. ..mehr..

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