Die ‚Business Leaders Initiative on Human Rights' ist ein freiwilliges Programm. Es geht den beteiligten Unternehmen darum, Wege zu finden, das Thema Menschenrechte besser in unternehmerische Entscheidungsprozesse einzubinden und bestehende Initiativen zu stärken. Eine Entscheidung, die erstens imageförderlich ist, zweitens aber auch innerhalb des Unternehmens dazu verhilft, für die Mitarbeiter ein positives, "wärmeres" Wohlfühl-Klima zu schaffen.
Aktiv an der Debatte des Themas "Menschenrechte und Unternehmen" teilzunehmen, bringt den beteiligten Unternehmen auch die Möglichkeit, selbst individuell aktiv zu werden: z.B. um zu mehrdeutigen Termini (z. B. "Einflussbereich", "Mittäterschaft" oder "Vorbeuge-Prinzip") ihre Definition vorzulegen und zu begründen. Mit eigenen Richtlinien können sie nach innen und außen Transparenz schaffen, für welche Leistungen zur Erfüllung welcher Rechte sie sich verpflichtet fühlen und was selbstverpflichtende Muss-, Soll- und Kann-Normen sind. Sie können so auf konstruktive Weise ihre Interessen wahren, statt mit fordernden Definitionen konfrontiert zu werden und dann in die Ecke der Neinsager oder gar Menschenrechtsverletzer gestellt zu werden.
Vorbild sein für Menschenrechte
"Der Beitritt zur BLIHR ist ein folgerichtiger Schritt im Rahmen unserer Corporate-Social-Responsibility-Aktivitäten", erklärte Henri Sténson, Vice President Communications bei Ericsson. Es gehe außerdem darum, soziale, ethische und Umweltfragen aktiv anzugehen, so Sténson wörtlich. Bei Ericsson ist man auch davon überzeugt, dass Telekommunikation eine wesentliche Voraussetzung für soziale und wirtschaftliche Entwicklung ist. "Als einer der weltweit größten Anbieter von Telekommunikationsausrüstung und -dienstleistungen können wir in diesem Prozess eine entscheidende Rolle spielen", freute sich Sténson.
"GE unterstützt die Aktivitäten zur Stärkung grundlegender Menschenrechte", sagte Bob Corcoran, Vizepräsident für Unternehmenskultur und CLO (Chief Learning Officer) anlässlich des Beitritts seines Unternehmens zu BLIHR. "Wir wollen mit den anderen BLIHR-Mitgliedern gemeinsam an der Realisierung unserer Ziele arbeiten, um künftig das Ideengut der Menschenrechte in einen Business-Kontext zu stellen", so Corcoran. Es gehe darüber hinaus auch darum, andere Unternehmen zu inspirieren, das genauso zu tun. Die 13 Mitglieder-Unternehmen von BLIHR sind derzeit: ABB, Alcan, AREVA, Barclays, Ericsson, General Electric (GE), Gap, Hewlett-Packard, MTV Networks Europe, National Grid, Novartis, Novo Nordisk und Statoil.
Allen Akteuren und verschiedenen Sektoren einer Gesellschaft kommt innerhalb der Realisierung der Menschenrechte eine Bedeutung zu. BLIHR versucht hier eine starke Basis für ein nachhaltiges Bewusstsein auf der Unternehmensseite zu schaffen. Um diese Ziele erreichen und das Thema Menschenrechte besser verstehen zu können, führen die "BLIHR-Unternehmen" einen Dialog mit verschiedenen NGOs, Forschern und Wissenschaftlern, UNO-Institutionen und anderen Unternehmensnetzwerken. Darüber hinaus setzen sich die Unternehmen des BLIHR-Programms mit dem Inhalt der "United Nations Norms on Responsibilities of Transnational Corporations and Other Business Enterprises with Regard to Human Rights" auseinander.
UNO: Freude über BLIHR-Engagement
"Es ist offensichtlich, dass nicht nur der Staat und die internationale Gemeinschaft eine gesetzliche Pflicht haben, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um die menschliche Entwicklung voranzubringen, auch andere Organe der Gemeinschaft haben eine moralische Verpflichtung, solche Bemühungen zu unterstützen", sagt Klaus M. Leisinger, Special Advisor des UNO-Generalsekretärs für den Global Compact. "Seit der Gründung von BLIHR vor knapp vier Jahren hat sich viel verändert. Heute gibt es ein breites Bewusstsein dafür, dass die Menschenrechte ein wichtiges Thema sind, das auch Firmenchefs verstehen lernen sollten", glaubt Mary Robinson, Vorsitzende von BLIHR und ehemals UN-Hochkommissarin für Menschenrechte und Ex-Präsidentin Irlands. Für die nächsten drei Jahre hat sich Robinson mit BLIHR zwei große Ziele bzw. Prioritäten vorgenommen:
- Die Integration der Menschenrechte in Business Management.
- "Mainstreaming": Die Menschenrechte in der globalen Business Community verankern und das Bewusstsein noch mehr verstärken.
BLIHR hat bis dato drei Reports über bisherige Aktivitäten publiziert, sie sind auf der Website verfügbar
www.blihr.org
www.business-humanrights.org
www.unglobalcompact.org




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Mag. Christoph Weiss, i2s consulting, Leiter Büro Österreich: Magister und Textil-Fachingenieur. Führungserfahrung als IT-Leiter im Bereich technischer Grosshandel. Mehrfach Linien- verantwortlicher für ERP-Einführungen. Lehrbeauftragter an der Fachhochschule Technikum Wien. Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft für Datenverarbeitung (ADV) 