Nach eineinhalb Jahren hat der Software-Anbieter CA (immer noch besser bekannt als Computer Associates) einige Tausend Kunden und Partner wieder zur Anwenderkonferenz CA World geladen. Die Neuheiten im Bereich der hauseigenen Software-Lösungen, die sicher nicht zu unterschätzen sind, wurden anfangs eher sekundär behandelt. Der CEO John Swainson beschränkte sich auf eine globale neue Vision, wie Management-Software im Allgemeinen zu funktionieren habe. Viel wichtiger ist für ihn als Aushängeschild des Unternehmens die Tatsache, dass das eigene Unternehmen der ganzen Industrie bereits vor 18 Monaten gezeigt hat, wie das funktionieren soll und das CA diese Vision bereits mehr oder weniger in seine Produkte integriert und umgesetzt hat.

„Die Kundenzufriedenheit hat einen 7-Jahres-Rekordwert erreicht“, erläutert der CA-CEO Swainson. Doch das sei noch lang nicht genug. (Bild: CA)
Was dieser IT-Manager kurz und prägnant in wenigen Worten ausgesprochen hat, spiegelt auch die Stimmung der gesamten Konferenz wieder. Doch über dem Teich scheint die Vergangenheit noch unwichtiger. In Österreich hat CA im letzten Fiskaljahr einen neuen Umsatzrekord geschafft - dem zweithöchsten Wachstum in der Region EMEA (Europa, Mittlerer Osten und Afrika), wie Michael Wengermayer, Country Manager von CA in Österreich, stolz erwähnt. Die internationale Strategie sei gerade in Österreich mehr als aufgegangen. Man habe nicht nur das Vertrauen der Bestandskunden, wie einer Raiffeisen Informatik, erhalten, sondern vor allem das Vertrauen neuer Kunden (wie zum Beispiel Erste Bank) gewinnen können. "Sogar im Mainframe-Bereich konnten wir nicht nur bestehende Verträge verlängern, sondern neue Produkte verkaufen", so Wengermayer gegenüber MONITOR.
Automatisierung ist der Schlüssel
Doch neben der groß zelebrierten aufgegangenen Strategie wurde auch ein neues Konzept von Alan Nugent, dem Chief Technology Officer (CTO) präsentiert. Mit dem Unified Service Model (USM) soll die Geschäftssicht auf die IT noch stärker in den Vordergrund gedrängt werden. Die hauseigene aber auch die darin integrierbare Software von Drittanbietern soll nicht nur der täglichen Arbeit gegen den stetig steigenden Aufwand im IT-Management dienen, sondern in diesem Modell der angepeilten Automatisierung dienen. Anwender sollen so den Aufwand des IT-Managements zugunsten neuer Projekte, die einem Unternehmen Wettbewerbsvorteile bringen soll, verringern können.
Was sich am ersten Blick mehr als trocken anhört, macht IT-Manager offensichtlich mehr als froh. Der Automatisierungsgrad lässt sich laut Jacob Lamm, zuständig für Service-Produktlinien bei CA, so drastisch erhöhen. Lamm berichtet von Kunden, die bei wesentlich höherer Verfügbarkeit der eingesetzten Systeme einige Administratoren eingespart und damit die Budgets frei für neue Projekte gemacht haben.
Technisch gesehen liegt hinter dieser Vision und dem angepeilten USM die Configuration Management Database (CMDB), die bereits vor eineinhalb Jahren präsentiert wurde und mittlerweile auch schon breit bei Kunden eingesetzt wird. Sie macht es möglich, die IT aus Sicht der Verfügbarkeit von Geschäftsprozessen mit den dahinter liegenden Systemen zu verknüpfen. Und gerade diese Service-Sicht ermöglicht die versprochenen Einsparungen und eine kaufmännische Orientierung. Und das soll laut einhelliger Meinung von CA auch bei der Integration von Drittherstellerprodukten funktionieren.




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8/2011
7/2011


Mag. Dominik Troger gehört seit 1992 zum MONITOR-Team. Er begann als News-Redakteur und betreute viele Jahre die MONITOR Weiterbildungsbeilage "Job Training". Seit dem Jahre 2000 war er als Chef vom Dienst tätig, mit Dezember 2009 übernahm er die Chefredaktion. 