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Netz & Telekom

ProActive Defense

HP rüstet das Netzwerk von innen und außen

Hewlett Packard (HP) hat Marktführer Cisco den Kampf angesagt. Mit ProCurve Networking rührt das Unternehmen bereits seit einiger Zeit kräftig die Werbetrommel. Jetzt geht der Anbieter auch mit neuen Security-Features und einer offenen Architektur in die Offensive.

Eine höhere Sicherheit für Unternehmen sei ein zentraler Schwerpunkt von ProCurves Adaptive Networks-Visionen, stellte Paul Congdon, Chief Technology Officer (CTO) und Security Business Director, ProCurve Networking, das neue Konzept vor. HP will mit preisgünstigen und offenen Architekturen den Marktführer im Bereich proprietärer Netzwerklösungen Cisco angreifen, "ohne den Preis eines massiven und kostspieligen Austauschs der Netzwerkinfrastruktur hinnehmen zu müssen", betonte Congdon.

Zwar unterscheiden sich die Begrifflichkeiten äußerlich kaum von dem durch Cisco seit Jahren propagierten "self defending network". In einem sind sich die Marktanalysten aber einig. Der Herausforderer steht fest: So stuft Forrester Research ProCurve als schärfsten Konkurrenten von Cisco, 3Com und Nortel auf dem Gebiet der drahtlosen Netzwerkumgebung (WLAN) ein.

Gartner sekundiert und hat HP bzw. ProCurve sogar im vergangenen Jahr als einzigen visionären und technologischen Herausforderer in seinem magischen Quadranten gegenüber Marktführer Cisco eingruppiert. Als Geschäftstreiber bewerten die Auguren dabei die zunehmende Verschmelzung bzw. Aufweichung zwischen sowohl betrieblich als auch privat bzw. öffentlich genutzten Netzwerkressourcen.

Abgerundet werde der Trend durch das Thema Daten- und Kommunikationskonvergenz, was durch die Verschmelzung zu einem "Multi-Service-Netzwerk" neue Applikationen nach sich ziehe, etwa im Zuge der Integration von Voice over IP, Video und sonstigen Dokumenten. Offene Netzwerkgrenzen bewirkten aber ein erhöhtes Sicherheitsrisiko, so Gartner.

Außerdem erhöhe der verstärkte mobile Zugriff von unterschiedlichen Geräten aus in das Netzwerk die Notwendigkeit, klare Regeln bereits bei der Nutzung bzw. dem Zugang zu setzen. Deshalb verschiebe sich durch die neuen Security-Funktionalitäten von HP das Koordinatensystem in Richtung eines Gleichklangs von Verfügbarkeit und Sicherheit.

So durchläuft bei der ProActive Defense jeder angemeldete PC eine strikte Prozedur und wird auf Herz und Nieren geprüft. Der Zugang für "Gäste" sieht nur eingeschränkte Rechte ohne Zugang zum Intranet vor. Mitarbeiter und Partner hingegen erhalten nach unterschiedlichen Kriterien den umfassenderen Zutritt in das Netzwerk.

"Das erzieht den User zur Transparenz und Aktualität", erläutert Peter Schaudeck, Marketing Development Manager für das Procurve Network Business in Deutschland. Technologisch gesehen gibt es bei der Vermarktung der Security-Funktionalitäten dabei auf den ersten Blick betrachtet wenig Neues, denn es handelt sich um einen "best of breed" - Ansatz, der nur zu einem geringen Teil auf eigenen Technologien von HP basiert und bis hin zu Open Source Komponenten reicht.

Als erster größerer Partner aus der Security-Branche ist Fortinet eingestiegen. Dessen Multi-Threat Security-Appliances zeichnen sich nach Angaben des Herstellers vor allem durch ihre Flexibilität aus. Damit ließen sich eine Vielzahl der Features zum Schutz von Netzwerken eng mit ProCurves Network Immunity Manager verbinden, um Bedrohungen von innerhalb und außerhalb des Netzwerks besser zu bekämpfen.

Der ProCurve Network Immunity Manager bildet innerhalb der unterschiedlichen Komponenten die zentrale Security-Management-Anwendung, die Switchports sowohl innerhalb kabelbasierter als auch kabelloser Netzwerke auf externe Virus-Attacken hin überwachen soll und die Administratoren dadurch in die Lage versetzt, konkrete Security-Policies aufzusetzen. Der Einstiegspreis für die auf intelligenten Chipfunktionen basierenden Featuresets liegt bei 4299 Euro und beinhaltet 50 Lizenzen.

Das Preisgefüge stellt nach Auffassung von Peter Schaudeck mit Blick auf die Kostenvorteile ein "deutliches Argument gegenüber einem proprietären Lösungsansatz wie demjenigen von Cisco dar." Selbst die Lösungen vom Wettbewerber ließen sich darin integrieren. Von zentraler Bedeutung bei der Umsetzung von Sicherheitspolicies sei aber auch, dass die Spezialisten intensiver als bislang kooperierten.

www.hp.com/at

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Alexandra Riegler

Alexandra Riegler arbeitet als freie Journalistin in den USA. Zu ihren Spezialgebieten zählen die Themen Technologie und Forschung. ..mehr..

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