Das neue IT-Netzwerk integriert viele medizintechnische Geräte und unterstützt damit direkt die Behandlung am Krankenbett. Mitverantwortlich dafür sind die VRZ Informatik Dornbirn als Oursourcing-Partner und ihre St. Galler Tochterfirma Bluematic.
Einen besonders hohen Qualitätsanspruch hat das sechstgrößte Spital der Schweiz nicht nur bei der Patientenbetreuung: Mit einer Rund-um-die-Uhr-Verfügbarkeit von mehr als 3.500 eingebundenen Geräten an 40 Standorten sind auch die Anforderungen an das IT-Netzwerk sehr hoch.
"Dieser hohe Anspruch war für uns vor gut drei Jahren der Grund, Aufbau und Betreuung des Netzwerks an einen professionellen Outsourcing-Partner zu delegieren", schildert Günter Schröter, Chef des Netzwerk- und Server-Operating-Centers des Kantonsspitals St. Gallen
Den Auftrag erhielt die VRZ Informatik Dornbirn, unterstützt von der Bluematic AG St. Gallen. Für diese Entscheidung des Kunden habe fundiertes Netzwerk-Know-how, die Präsenz vor Ort und die Gewährleistung des Supports gesprochen, meint Bluematic-Geschäftsführer Roland Schütz.
Das Projektteam um Günter Schröter und die Netzwerkspezialisten des Outsourcing-Partners erarbeiteten gemeinsam das Konzept für ein modernes, skalierbares Multiservice-Netzwerk mit sehr hoher Verfügbarkeit und Performance. Weg von einem vorwiegend für den administrativen Bereich betriebenen Netzwerk hin zu einer strategischen Netzwerkplattform.
Wichtige medizintechnische Systeme und Anwendungen, wie zum Beispiel Radiologie, Intensivpflegestationen oder die Zentrale Notfallaufnahme wurden vollständig integriert. Die Patientenbehandlung kann somit direkt und besser unterstützt werden. Der Zugang zu heiklen Daten wird durch höhere Sicherheitsstandards abgesichert.
Dass trotz Outsourcing die Kompetenz für das Netzwerk beim KSSG bleibt, war allen Beteiligten wichtig. "Nur Insider kennen die Zusammenhänge zwischen Netz, Server, Clients und Applikationen im Detail", erklärt Schröter die Kompetenzaufteilung. Der Outsourcing-Partner bringe sich im Projekt als Netzwerkspezialist ein, habe die nötigen Kontakte zu Herstellern und sichere den Support.
Das nunmehrige Netzwerk ist auch das Fundament für Anwendungen, die erst realisiert werden: schneller Internetzugang für Patienten über ein geschütztes virtuelles Netzwerk oder das mobile Arbeiten über eine Wireless-Plattform. Auch die Archivierung und das Management von Bilddaten (PACS) und das Telefonieren über IP-Telefonie sollen künftig im Kantonsspital St. Gallen möglich sein.




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Lothar Lochmaier studierte nach einer Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann Sozial-und Wirtschaftsgeschichte sowie Politikwissenschaft in München, Madrid und Berlin. Heute arbeitet er als freiberuflicher Fach- und Wirtschaftsjournalist für diverse Print- und Online-Medien. Seine Schwerpunkte sind die Bereiche Informationstechnologie, Energiefragen und Managementthemen. 