Bei E-Mail gibt es Mail-Clients und einen Mail-Server. Bei SIP gibt es einen SIP-Client, entweder als Soft-Client am PC oder als SIP-Phone sowie einen SIP Proxy-Server. Alle weiteren Mechanismen und Protokolle für den Gesprächsaufbau sind ebenfalls auf das IP-Netz des Internets abgestimmt. So wie man die Mails heute schon von irgendwo auf der Welt abfragen kann, kann man per SIP/VoIP Internettelefonie von jedem Standort auf der Welt ausführen.
Ein SIP-Gateway machts möglich
Mit einem SIP-Gateway zur Telefonanlage erreicht man drei Vorteile:
- man kann jede Telefonanlage damit für Internettelefonie ausrüsten,
- SIP-Provider bieten oft günstigere Tarife ins Festnetz,
- SIP Teilnehmer, die sich außerhalb des Unternehmens befinden, können per Internettelefonie zum Nulltarif mit dem Unternehmen kommunizieren.
Ein SIP-Gateway funktioniert ähnlich wie die allseits sehr beliebten GSM-Gateways, die Gespräche kostengünstig aus der Telefonanlage zu GSM-Teilnehmern herstellen. Beim SIP-Gateway werden dann alle Gespräche zu den Außenstellen des Unternehmens und zu allen Internetteilnehmern zum Nulltarif hergestellt. So werden zusätzlich Kosten gespart.
Mehr Flexibilität durch aktuelle Presence-Infos
Auch wenn es manchmal noch sehr an Überwachung erinnert - Presence- Informationen bringen eindeutige Vorteile bei der Kommunikation. Warum soll ich jemanden anrufen, wenn ich anhand der Presence-Info sehe, dass mein Gesprächspartner nicht anwesend ist?
Dann wird ein anderes Kommunikationsmittel gewählt, zum Beispiel eine E-Mail. Dabei erspart man sich die Wartezeit, während es läutet, danach das lästige Gespräch mit der VoiceMail-Box - und letztlich schreibt man doch ein E-Mail.
VoIP bringt mehr Mobilität
Egal wo man sich auf unserem Globus bewegt, eines ist sicher: Es gibt einen Internetzugang. Damit ist man in der Lage, mobile Mitarbeiter besser zu versorgen, ja sogar zeitweilig den "Arbeitsplatz" dort aufzuschlagen, wo man sich gerade befindet. Ob das Telefonat dann von einem Soft-Client vom PC aus oder von einem IP-Apparat aus geführt wird, ist die Entscheidung des Benutzers. Jedenfalls ist es möglich, einem Kollegen einen SIP-Apparat mit auf die Reise zu geben, den er - egal wo er sich befindet - einfach an das Internet "ansteckt" und er ist unter seiner Rufnummer/Nebenstelle erreichbar.
Passende Endgeräte
So vielfältig wie die Anwendungen sind auch die Endgeräte, die man für VoIP nutzen kann. Der Benutzer kann ganz nach seinen Gewohnheiten das für ihn passende Endgerät wählen.
- Der gute alte Tischapparat, der ans IP-Netz (Internet) angeschlossen wird, und sich für den Benutzer als "gewöhnliches Telefon" darstellt.
- Der PC-Freak wird einen Soft-Client bevorzugen, der am PC installiert wird. Damit hat er die "All-in-One"-Lösung in einem Gerät vereint.
- Alle die es klein, leicht und ultramobil lieben, entscheiden sich für ein Smartphone. Das "Weniger an Bildschirmfläche" wird durch das "Mehr an Mobilität" wettgemacht.
Das Gesamtkonzept ist ausschlaggebend
Man darf bei der Konzepterstellung nicht die vielen, heute bereits mobilen Personen, die mit GSM-Telefon ausgestattet sind, vergessen. "Mobile Client Integration" bindet diese Mitarbeiter voll ein, so als ob diese an ihrem Arbeitsplatz sitzen würden. Dabei kann man auch vom Handy aus so manches Leistungsmerkmal wie beispielsweise Gesprächsrückfrage oder Dreier-Konferenz nutzen.
Mit der entsprechenden Managementlösung kann man per Fernzugriff alle Smartphones updaten, den Benutzern neue Applikationen aufspielen, ohne dass sich eine Warteschlange bei der IT-Abteilung bildet. Auch den möglichen Datenverlust, wenn man mal ein Smartphone verliert, bekommt man so in den Griff. Im Bedarfsfall kann man auch alle Daten per Fernzugriff löschen, damit diese nicht in falsche Hände geraten.
Die Herausforderung besteht darin, ein durchgängiges Gesamtkonzept zu realisieren und alle Geräte und Anforderungen innerhalb der Kommunikationskette einzubeziehen. Nur dann kann die optimale Sicherheit einer Kommunikationslösung gewährleistet werden.





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