Ziele und Strategien 2007
Die zwei "kleinen" Anbieter haben KMUs im Visier, aber auch die Großen halten auf diesen Markt die Hand, da der Großkunden-Markt so gut wie fix vergeben ist. Wer einmal seinen Anbieter hat, ist nämlich nur schwer dazu zu bewegen, diesen wieder zu wechseln. "Bei SoHos und Freelancern gibt es noch viel Potential, wir werden für diese Zielgruppe eine Reihe von Lösungen auf den Markt bringen", sagt One Marketing-Vorstand Michael Fried. Klarer Fokus bei "3" liegt auf dem Bereich Daten. "Wir arbeiten mit Hochdruck am flächendeckenden Ausbau unseres HSDPA-Netzes zur Versorgung mit mobilem Breitbandinternet", bringt 3Ceo-Berthold Thoma die Strategie aller Betreiber auf den Punkt. Der Wettlauf um Geschwindigkeit und mobiles Arbeiten anywhere anytime ist das, was die Branche bewegt und die Kunden vielleicht auch noch zum Wechsel animiert - vorausgesetzt der Preis stimmt. Brancheninsider glauben, dass sich die Preisspirale noch gehörig nach unten drehen wird - sowohl im Privat- als auch im Business-Bereich.
Der Faktor Mobilität treibt die Betreiber voran. "Die Mobilisierung von Geschäftsprozessen bietet noch unausgeschöpfte Möglichkeiten der Effizienzsteigerung", sieht Reinhard Zuba, Bereichsleiter Marketing bei der mobilkom ein gutes Marktpotential. Zuba will auch noch mehr Qualität und Service für die Business-Kunden anbieten. "Wir werden so die Marktführerschaft weiter behaupten", ist sich Zuba sicher.
Hier bahnt sich ein spannender Konkurrenzkampf an, denn Verfolger T-Mobile punktet mit Internationalität. Der neue Chef von T-Mobile Austria Robert Chvatal glaubt, dass die Zukunft der Branche in grenzüberschreitenden Zusammenschlüssen liege. Außerdem geht er davon aus, dass Handy-Telefonieren in Österreich noch weiter billiger werden wird. "Ich glaube, dass jemand, der die Synergien einer internationalen Gruppe besser nutzen kann, sich in Zukunft besser am Markt durchsetzen können wird. Es gibt bereits in vielen Märkten mehr internationalen Wettbewerb als wir ihn derzeit noch in Österreich haben", so Chvatal.




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Lothar Lochmaier studierte nach einer Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann Sozial-und Wirtschaftsgeschichte sowie Politikwissenschaft in München, Madrid und Berlin. Heute arbeitet er als freiberuflicher Fach- und Wirtschaftsjournalist für diverse Print- und Online-Medien. Seine Schwerpunkte sind die Bereiche Informationstechnologie, Energiefragen und Managementthemen. 