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Thema: Mobiles Business

Mobilfunkmarkt Business

84% der österreichischen Unternehmen stellen ihren Mitarbeitern Mobiltelefone zur Verfügung. Doch haben Sie auch den richtigen, optimalen Vertrag mit einem der vier österreichischen Mobilfunkanbieter in der Tasche? MONITOR hat sich umgehört, den Markt, die vier Anbieter und ihre Angebote unter die Lupe genommen.

Laptop mit Datenkarte (Bild: One)

Sprachtelefonie ist immer mehr Mobiltelefonie. Derzeit gibt es knapp unter acht Mio. Handy-User in Österreich, der Markt ist damit so gut wie gesättigt und wird sich nur noch wenig nach oben bewegen. Bis 2009 erwartet IDC nur eine geringfügige Zunahme auf 8,081 Mio. "Cellular Subscribers". 84% der österreichischen Unternehmen stellen ihren Mitarbeitern Mobiltelefone zur Verfügung. (Laut AIM Business, April 2006, Integral Markt- und Meinungsforschung.)

Anders sieht es im Bereich Datennutzung aus: Die Zahl der mobilen Datennutzer wird für 2006 von IDC mit 3,465 Mio. angegeben und wächst bis 2009 um mehr als eine Million auf prognostizierte 4,654 Mio. User. Das würde bedeuten, mehr als jeder zweite Mobilfunkkunde ist in drei Jahren nicht nur Gesprächs- sondern auch Datenkunde.

Nimmt man die Mobilfunkservices unter die Lupe, so prognostiziert IDC, dass der Umsatz für Sprachtelefonie nur noch minimal wächst, während sich die Ausgaben für Datentransfer von 232 Mio. $ im Jahr 2006 auf 481 Mio. $ im Jahr 2009 mehr als verdoppeln.

„Die Nutzung von Voice over IP zählt derzeit zu den heißesten Trends, die unseren Alltag bald mitbestimmen werden.“ - Boris Nemsic, mobilkom-CEO (Bild: mobilkom)

Der Trend geht eindeutig in Richtung Mobilität, was die Anbieter freut, denn es bringt wieder neue Marktchancen und Umsatzquellen mit sich. Neben dem Handy wird nun langsam auch der Laptop samt der Datenkarte zur Selbstverständlichkeit. "Mobiler Zugriff auf Firmennetzwerke, E-Mails verschicken und empfangen, Termine und Kontakte verwalten, das alles ist nicht mehr nur großen Unternehmen vorbehalten, sondern wird verstärkt auch von KMUs genutzt", erklärt Michael Fried, CCO One. Der drittgrößte Mobilfunkanbieter kämpft verbissen, um den Anschluss an die beiden Kopf-an-Kopf-Liegenden Konkurrenten mobilkom und T-Mobile nicht zu verlieren.

"Unser erfolgreichstes Business-Produkt ist die mobile Nebenstellenanlage, die vor zwei Jahren bereits auf den Markt gebracht wurde", gesteht Fried Nicht ohne stolz. Mehr als 250 Firmenkunden nutzen diese Alternative zum Festnetz bei One. Aber auch die Nachfrage nach mobilen Internet- und E-Mail-Lösungen sei im Moment sehr groß, ist One-Mann Michael Fried zufrieden. Verkaufserfolge sind für den blau-schwarzen Branchen-Dritten auch sehr wichtig - gerade in Zeiten, wo die seit Jahren immer wieder aufkommende Mär des drohenden Verkaufs wieder einmal frisch belebt worden ist. Bis Mitte oder Ende April wollen die One-Eigentümer entscheiden, ob jetzt tatsächlich verkauft wird. 50,1% gehören der deutschen E.ON. Den Rest halten die norwegische Telenor (17,45%), die französische Orange (17,45%) und die dänische TDC (15%). E.ON hatte bereits im Mai 2001 verkündet, seinen Anteil "zügig, aber ohne Hast" verkaufen zu wollen. Als mögliche Käufer von One gelten u.a. die spanische Telefonica bzw. deren Ableger O2 sowie die holländische KPN, die 2005 in Österreich bereits den viertgrößten Anbieter tele.ring kaufen wollte.

mobilkom legt hohe Latte

Sehr selbstbewusst agiert Marktführer mobilkom mit zur Zeit rund 3,6 Mio. Kunden und absolut führend im Business-Sektor. Laut Eigenangabe telefonieren zwei Drittel aller Business-Kunden in Österreich zur Zeit über das A1 Netz, darunter auch 91 der TOP 100 Unternehmen. "Wir sehen der Entwicklung auch zukünftig positiv entgegen, da viele Unternehmen zur Steigerung ihrer Produktivität immer mehr Diensthandys einsetzen. Aber auch der Einsatz von mobilem Breitband wird das Wachstum im Business Segment weiter vorantreiben", glaubt Reinhard Zuba, Bereichsleiter Marketing bei der mobilkom. Bereits im vergangenen Jahr hat es hier beachtliche Ergebnisse gegeben: Rund 140.000 Datenkarten und USB-Modems hat die mobilkom bis Ende 2006 verkauft.

„Wir glauben daran, dass die Mobilkommunikation auch im Geschäftsleben das Festnetz ablösen wird.“ - Michael Fried, One-CCO (Bild: One)

Eine Entwicklung, die sich heuer rasant fortsetzen wird. Denn die Netze der Anbieter werden schneller. Die mobilkom hat HSDPA (High Speed Download Packet Access) 7,2 und HSUPA (High Speed Upload Packet Access) schon im Februar ins A1 Netz integriert: in Wien sind beide Technologien bereits verfügbar, weitere Ballungszentren sollen dieser Tage folgen. Außerdem bietet die mobilkom ein gratis Softwareupgrade auf HSDPA 7,2 für das Vodafone Mobile Connect USB-Modem.

Auch bei Verfolger T-mobile herrscht Zufriedenheit. "Wir konnten 2006 unseren Geschäftskundenanteil um 17 % steigern", vermeldet Robert Chvatal, seit Februar neuer CEO von T-Mobile. Laut Eigenangabe hat T-Mobile derzeit 340.000 Businesskunden.

Erfreuliche Ergebnisse vermeldet wieder einmal optimistisch der kleine vierte Anbieter Hutchison vulgo "3". "Das Businesskundensegment ist in den letzten Monaten extrem stark angestiegen, wir sind sehr zufrieden mit dieser Entwicklung", so 3CEO Berthold Thoma. "Businesskunden wollen maximal flexibel sein - und möchten Lösungen, von denen sie unterwegs genauso effizient arbeiten können wie im Büro. Datenprodukte wie Datenkarten und -modems in Kombination mit günstigen Tarifen mit hohen Volumina sind besonders gefragt", so Thomas Einschätzung des Marktes. Businesskunden schätzen zudem, dass sie via Handy/PDA/BlackBerry auch ihre E-Mails mobil jederzeit abrufen können, ihren Kalender und ihre Kontakte parat haben, heißt es von allen Anbietern.

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Mobile Business

Der Markt für mobile Unternehmenslösungen kommt in Schwung. Hohe Bandbreiten und attraktive Tarife steigern die Nachfrage bei Standardprodukten wie Mobiles Breitband und Mobile E-Mail. Immer öfters setzen Firmen auch auf spezielle Branchenlösungen. Zu den Vorreiterbranchen in Österreich zählen das Gesundheits- und Sozialwesen sowie die Industrie.

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MONITOR-Autoren
Mag. Carl-Markus Piswanger

Mag. Carl-Markus Piswanger, MAS ist freier Journalist, Projektberater und hauptberuflich IT-Architekt. Er ist ausgebildeter Versicherungskaufmann, studierter Historiker und postgradualer E-Government-Experte. Er war beim ISP Netway, der Österreichischen Post und der Seibersdorf Research beschäftigt und seit 2004 als IT-Architekt im Bundesrechenzentrum. Der Wiener ist glücklich nicht verheiratet und hat einen Sohn. ..mehr..

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