Seit 25 Jahren im Geschäft und inzwischen ein wirklich Großer, ist das amerikanische Unternehmen Tekelec (www.tekelec.com) heute Marktführer bei Lösungen für den Übergang zur IMS-Architektur (IP Multimedia Subsystems). Kunden in Östereich sind etwa Colt und die Telekom Austria. "Wir liefern Telekom-Providern hochwertige Lösungen für Signalisierung, Switching und unterstützen damit den Übergang zu IMS-Architekturen", umreißt Mark Whittier von Tekelec das Angebotsspektrum des Unternehmens. In 30 Ländern laufen mittlerweile auf 300 verschiedenen Netzwerken über 1.000 Systeme des Anbieters. VoIP-Lösungen bei etwa 100 Providern bedienen 500.000 Leitungen, 40% des Umsatzes werden außerhalb der USA gemacht. "Wir investieren etwa 23% der Einkünfte in Forschung und Entwicklung, um immer die modernsten Lösungen anbieten zu können!" Besonderes Augenmerk bei den Entwicklungen liegt heute dem Trend gemäß bei der Verbindung fester und mobiler Kommunikation. Ziel ist es dabei, mit einer Nummer ein umfassendes Service in beiden Bereichen bieten zu können.
Spezialisierung führt zum Erfolg
Das in Sunnyvale, Kalifornien, ansässige Jung-Unternehmen Chelsio Communications (www.chelsio.com) wiederum hat sich ganz auf das 10GB Ethernet Netzwerk (Adapter) spezialisiert. CEO Kianoosh Naghshineh: "Wir begannen 2003 mit der Auslieferung unserer ersten Produkte, derzeit stehen wir bereits bei der dritten Generation unseres Terminator (T3) ASIC." Vorteile der Konzentration auf Ethernet sind die einfachere Verwaltung, die bessere Auslastung der CPU, sowie der geringere Bedarf an Soft- und Hardware. Gerade auch bei den kostengünstigen iSCSI-Speicherumgebungen gebe es derzeit viele neue Ethernet-Produkte auch von anderen Herstellern: "Die Nachfrage für 10GB Ethernet und iSCSI wächst, so dass unsere Verkäufe laufen wie noch nie", so Naghshineh. Dabei mache man natürlich auch die fast jährliche Halbierung der Preise mit: So sei zum Preis einer Glasfaser-Lösung für 4Gbit bereits eine 10Gbit-Ethernet-Lösung möglich.

Das von Chong-Jin Koh gegründete Unternehmen Nuvoiz besetzt eine interessante Nische: Es entwickelt Produkte für VoIP (Voice over IP) über WiFi.
Eine ganz eigene Nische hat das 2003 von Chong-Jin Koh gegründete Unternehmen Nuvoiz (
www.nuvoiz.com) besetzt: Es entwickelt Produkte für VoIP (Voice over IP) über Wi-Fi. 2006 bekam das im kalifornischen Mountain View ansässige Unternehmen (mit einer Niederlassung in Tokyo) drei Millionen US-Dollar von einem japanischen Investor. "Unser Hauptprodukt ist der Mobility Manager für Windows Mobile und Linux, der in Mobiltelefone eingebaut werden soll", so Koh. Damit werde die derzeit etwa zwei Sekunden dauernde Übergabezeit zwischen zwei Wi-Fi Sendestationen auf etwa fünfzehn Millisekunden reduziert. Das Unternehmen konzentriert sich ganz auf die Entwicklung der Middleware für die Übergabe von VoIP-Gesprächen zwischen zwei Wi-Fi-Sendern. "Die Mobiltelefon-Hersteller entwickeln derzeit nur Übergabe-Lösungen für ihre eigenen Produkte, die allerdings für andere Geräte nicht offen sind", so der Unternehmensgründer. Wi-Fi-Netze seien zwar billiger als 3G-Netze und in Japan bereits gut etabliert, sie wurden jedoch nicht für Sprache konzipiert. Daher seien die vom Unternehmen angebotenen Dienstleistungen nachgefragt und wichtig. Aus Personalmangel konzentriere man sich derzeit auf Windows Mobile und Linux-Lösungen: "Eine Symbian-Lösung ist in Planung, dafür brauchen wir aber zusätzliche Spezialisten!"

CEO Amir Zoufonoun setzt mit seinem Start-Up Exalt Communications ganz auf die Mikrowelle.
Den Mikrowellen hat sich das im kalifonischen Campbell ansässige Jungunternehmen Exalt Communications (
www.exaltcom.com) verschrieben. CEO Amir Zoufonoun: "Wir sind als Start-Up sehr spezialisiert und bieten mit der Mikrowelle das kostengünstigste Angebot zur Schließung der Lücken in der ersten und letzten Meile von Carrier-Netzen!" Der Vorteil gegenüber Glasfaser oder anderen drahtlosen Lösungen sei die schnelle und preiswerte Installation, die leichte Ausweitbarkeit der Bandbreite bis 1Gbps sowie die hohe Verfügbarkeit. "Wir nutzen in jedem Land nur die lizenzierten Mikrowellen-Frequenzen und wollen demnächst auch in Europa und Asien auf den Markt kommen", so der CEO über seine Pläne. In Europa seien, so Zoufonoun, Mikrowellen-Netze als Sicherheits-Netze für mobile Kommunikation ohnehin bereits weiter verbreitet als in den USA. "Das Netz an Sendern muss natürlich recht eng sein, um entsprechende Bandbreiten zur Verfügung stellen zu können. Aber schließlich wurde ja auch WLAN nach und nach ausgebaut", gibt sich der CEO zuversichtlich. Bisher bediene man ohne Reklamationen bereits 25 Kunden, der erste Tier-1-Carrier wurde im Juli 2006 gewonnen.