Mobile Unternehmen
Der zweite Tag des ITSummit war ganz dem Thema des "mobilen Unternehmens" gewidmet. Für Jay Burrell von Nokia stellen sich angesichts der zunehmenden Mobilität in Unternehmen viele Fragen. Neben der Geräte-Vielfalt und den Problemen der Geräte-Verwaltung spielen auch Middleware-Fragen, IT-Ressourcen und Netzwerk-Services eine große Rolle. Das Unternehmen bietet mit seiner Intellisync Mobile Suite eine Gesamt-Lösung für diese Probleme an. "Grundsätzlich plädieren wir dafür, jedes Gerät in das Unternehmens-Netz zu integrieren und den Nutzern alle Möglichkeiten der Kommunikation zur Verfügung zu stellen", so Burrell. Die Anwendungen müssten allerdings einfach gestaltet sein, da der mobile Nutzer grundsätzlich ungeduldig sei. Auch sei darauf zu achten, möglichst niedrige Kosten für die Zustellung von Anrufen oder Daten zu garantieren. "So sollten auch mobile Gespräche auf VoIP umgeleitet werden können, um die Kosten zu minimieren." Durch gezielte Verwaltung der Geräte könne man letztlich ein Drittel der IT-Support-Kosten einsparen, die 80% der TCO (total cost of ownership) ausmachen. Für Nokia ist auch die Zusammenarbeit mit Telefonanlagen-Anbietern wie Siemens oder Alcatel sehr wichtig, um die Kommunikationsnetze auf die neuen Herausforderungen vorbereiten zu können.
Für Marcus Birkl von Siemens HiPath sind die Treiber mobiler Unternehmenslösungen heute die Möglichkeiten der Produktivitätssteigerung und der Kosteneinsparung. Trotz der Vielfalt möglicher Technologien (UMTS, WiMAX, zweite Generation von WLAN, WiFi etc.) wolle der Nutzer eine möglichst gleich bleibende Qualität der Kommunikations-Services und fortwährenden Zugang zu diesen. Und dies unter einer Nummer sowohl bei der geschäftlichen wie bei der privaten Nutzung. "Ideal wäre es dabei für viele, wenn sich die Geräte automatisch auf das jeweils günstigste vorhandene Netz einstellen", so Birkl. Während sich in nächste Zeit die Nutzer-Oberfläche der mobilen Geräte vereinheitlichen werde, bleibe das Netzwerk dahinter aber weiter eine große Herausforderung. "In Europa vollzieht sich derzeit die Verbindung von Festnetz und Mobilfunk schneller als in den USA", analysiert Birkl.
Sara Santarelli, Sicherheits-Chefin von Verizon Business (www.verizonbusiness.com) - entstanden durch den Zusammenschluss von Verizon, UUNET, MCI und Digex - behält die Sicherheit im Bereich der Mobilität höchste Priorität. "Die Sicherheits-Regeln in Unternehmen müssen laufend gepflegt werden, um den aktuellen Herausforderungen gewachsen zu sein!" Um dies besonders gefährdeten Systeme herauszufinden, hat das Unternehmen eigene Prüf-Vorgänge entwickelt: "Unsere Sicherheits-Architektur ist auf mehrere Schichten aufgebaut, um so einen Angriff möglichst zu erschweren." Dabei integriert sind auch sogenannte "honeypots" ("Honigtöpfe"), die Angreifer bewusst auf eine falsche Fährte weg von empfindlichen Daten locken sollen.




1/2012
8/2011
7/2011


Dr. Eric Scherer ist Geschäftsführer des anbieterunabhängigen Beratungs- und Marktforschungsunternehmens i2s. Er gilt als einer der führenden ERP-Experten und ist Initiator der ERP-Zufriedenheitsstudie. 