"Alleine im ersten Halbjahr 2006 registrierten wir 235 Varianten mobiler Viren, gleichzeitig kümmern sich allerdings 75% der Unternehmen nicht um diese Gefahren", unterstreicht Paul Miller , Managing Director Mobile Security von Symantec. Und Todd Thiemann, Director Device Security von Trend Micro, meint sogar, dass dies momentan alles nur kleine Versuche wären und die wirklichen Attacken erst noch kommen werden. Auch müssten Anti-Viren-Lösungen auf Mobilgeräten besonders "schlank" programmiert sein, um die Nutzung nicht zu beeinträchtigen. "Unsere Mobile Security 3.0 Lösung beinhaltet auch eine Firewall und hält sich selbst am letzten Stand, sobald das Gerät online geht", so Thiemann.
Um die mobilen Geräte möglichst zielführend in das Sicherheits-Netz eines Unternehmens einzubinden, bietet Symantec eine eigene Strategie an. Diese fußt auf zentralem Management, integriertem Schutz und schnellem Update bei neuen Gefahren. Die Betriebssysteme mobiler Geräte hinken derzeit, so Miller, im Hinblick auf Sicherheitsanforderungen um Jahre hinter denen von PCs her. Gleichzeitig werden die Angriffe auf die Geräte immer ausgefeilter: Sie haben finanzielle Ziele und machen sich den Umstand zunutze, dass mobile Geräte naturgemäß viel öfter verloren gehen als PCs. Bei Verlust sollte es daher möglich sein, mittels Fernzugriff heikle Daten von Mobilgeräten zu löschen. "Auch die Verbreitung von "snoopware", also von Schnüffler-Software auf mobilen Geräten, nimmt zu", weiß Miller. Ein Problem für die IT-Abteilungen sei derzeit sicher die Vielfalt der mobilen Betriebssysteme: Symbian (ca. 60% Marktanteil), Windows (höchster Zuwachs), Palm und Linux. Thiemann glaubt, dass heuer das Palm-Betriebssystem durch Linux verdrängt werden wird, und Symbian sowie Windows weiter wachsen. "Viele unserer Partner haben sich bei ihren Entwicklungen auf diese beiden Betriebssysteme konzentriert!" Nach Einschätzung von Miller werde auch den lokalen Service-Providern eine wichtige Rolle bei der Schaffung von "regionalen Sicherheitszonen" zukommen, in denen die Nutzung mobiler Geräte zentral gesichert wird.





7/2011
6/2011
5/2011


Mag. Carl-Markus Piswanger, MAS ist freier Journalist, Projektberater und hauptberuflich IT-Architekt. Er ist ausgebildeter Versicherungskaufmann, studierter Historiker und postgradualer E-Government-Experte. Er war beim ISP Netway, der Österreichischen Post und der Seibersdorf Research beschäftigt und seit 2004 als IT-Architekt im Bundesrechenzentrum. Der Wiener ist glücklich nicht verheiratet und hat einen Sohn. 