Rüdiger Maier
"Nach der Übernahme von intentia durch Lawson können wir nun die mittelständisch orientierten ERP-Lösungen noch besser für global agierende Unternehmen einsetzen. Ein international agierender Vorzeigekunde in Österreich ist etwa KTM, weswegen wir hier auch ein Motorrad am Stand zeigen", umreißt Hinterholzer die neuen Möglichkeiten nach der Fusion. Rein lokal agierende Unternehmen seien deshalb auch nicht die Fokus-Kunden des Unternehmens, das sich auf Unternehmen mit (Produktions)-Standorten in mehreren Ländern spezialisiert hat. Die M3-Anwendungen des ERP-Anbieters sind auf "Produktion, Distribution, Instandhaltung" zugeschnitten, während die S3-Anwendungen auf die Märkte "Personal, Ressourcen, Dienstleistungen" zielen. "Gerade auch im Bereich der S3-Zielgruppen rechnen wir mit weiteren Zukäufen", so Hinterholzer.
Mit den auf drei Standorte (Wien, Linz, Graz) verteilten 30 Mitarbeitern konzentriere man sich auf den heimischen Markt, teils begleite man aber Firmen über die Grenzen hinweg. Ein Potential von etwa 700 Unternehmen sieht der Österreich-Chef hierzulande, aus dem er zwei Neukunden jährlich gewinnen will.
TCO ist niedrig
Besonders stolz ist Hinterholzer auf den ersten Platz in der TCO-Studie von Aberdeen. "Vor allem im Gespräch mit größeren Unternehmen sind Kennzahlen wie die TCO wichtig in der Überzeugungsarbeit!" Die Studie "The Total Cost of ERP Ownership" vergleicht die Gesamtbetriebskosten von fünf führenden ERP-Herstellern. Aberdeen stützt seine Ergebnisse hierbei auf eine Umfrage unter 689 Fertigungsunternehmen mit einer ERP-Lösung im Einsatz.
Die Untersuchung bestätigt die Führungsposition des Herstellers in drei Schlüsselbereichen von TCO: Preis, Preis-Leistungsverhältnis und Kosten für erreichte Geschäftsvorteile. "Es wurde auch festgestellt, dass unsere Kunden im Schnitt die Hälfte unserer Module einsetzen. Das zeigt uns die hohe Zufriedenheit der Nutzer", so der Östereich-Chef. Anfang des Jahres stellte das Unternehmen die M3 Technologie Release 7.1. vor, die aus den Komponenten System Foundation 7.1 und Business Process Management 7.1. besteht. "Damit bieten wir unseren Kunden eine solide Grundlage für ihre auf Geschäftsprozessen sowie einer serviceorientierten Architektur (SOA) basierenden ERP-Anwendungen."




1/2012
8/2011
7/2011


Dr. Eric Scherer ist Geschäftsführer des anbieterunabhängigen Beratungs- und Marktforschungsunternehmens i2s. Er gilt als einer der führenden ERP-Experten und ist Initiator der ERP-Zufriedenheitsstudie. 