Europäische Finanzdienstleiser entdecken die Vorteile einer service-orientierten Architektur früher als Unternehmen in anderen Branchen. So lautet ein Ergebnis der von IDC kürzlich veröffentlichen Studie über die SOA Einführung in europäischen Banken. 40% der Finanzinstitute arbeiten schon an einem SOA-Pilotprojekt. Hauptgrund für einen SOA Projektstart ist der Wunsch, die Qualität der IT-Systeme zu verbessern.
Dahinter verbirgt sich die grundsätzliche Frage, wie sich bestehende Systeme effizienter nutzen oder auch ersetzen lassen, um schneller auf veränderte Geschäftsanforderungen reagieren zu können. Somit erklären sich die weiteren Motive für eine SOA Einführung von selbst: die Beschleunigung von Entwicklungsprozessen neuer Geschäftsmodelle und die Einsparung operativer IT-Kosten. Die Zeit wäre reif für SOA-Implementierungen, doch die Erkenntnis, SOA nicht nur als reines IT- oder Projektmanagement-Thema sondern als ganzheitliche Unternehmensinitiative zu betrachten, fehlt teilweise noch. SOA bietet die große Chance, interne Systeme mit denen von Kunden und Partnern zu verknüpfen und somit Arbeitsabläufe besser integrieren zu können.
Gerade im Businesssegment erhalten Banken mit Hilfe der Industrialisierung der Supply Chain Wettbewerbsvorteile. Und genau hier liegt auch der Realwert von SOA. Die Einigung einer gesamten Branche auf Standards unterstützt erfolgreiche SOA Implementierungen. Ohne diesem Branchenagreement sind Entwicklung und Interoperabilität einfach eingeschränkt.
IDC SOA Konferenz 2007, 30. Mai, Holiday Inn Vienna-South, www.idc-austria.at




1/2012
8/2011
7/2011


Dr. Christine Wahlmüller-Schiller ist freie Autorin und Kommunikationsberaterin, spezialisiert auf die IT- und Telekom-Branche. 