Wer eine Migration auf das neue Microsoft-Betriebssystem überlegt, dem raten die Sun-Spezialisten, bei dieser Gelegenheit gleich die gesamte Hardware-Strategie zu überdenken. Dazu Roman Brandl, Software Sales Manager und Client-Solutions-Experte: "Windows Vista liegt deutlich über dem, was ein Standard-Arbeitsplatz heute hat - das System ist mit einer Reihe von Features ausgestattet, die ich in der Regel gar nicht brauche. Je mehr Software-Features ich am Desktop habe, desto höher wird der Aufwand für Administration und Wartung. Der Trend geht deshalb eher dahin, Features abzudrehen, die die Mitarbeiter für ihre Arbeit nicht brauchen. Im Fall von USB-Sticks ist das auch eine Frage der Sicherheit."
"Display over IP"
In einer Terminalserver-Lösung sieht Brandl eine effektive Möglichkeit, die Software zentral zu "poolen", sodass jeder Mitarbeiter nur Zugriff auf jene Anwendungen hat, die er wirklich braucht. Neben der Vereinfachung der Rechteverwaltung und des Lizenzmanagements könne man so in der Regel auch Einsparungen bei den Lizenzkosten erzielen. Auf den extrem abgespeckten Endgeräten, den "Sun Ray Virtual Display Clients", die im Wesentlichen nur mehr aus einem Prozessor mit Memory, einer Grafikkarte und Anschlüssen für die Peripheriegeräte bestehen, laufen weder Betriebssystem noch Anwendungen. Alles spielt sich auf zentralen Servern ab. Dadurch ist auch der Verlust von Daten ist so gut wie ausgeschlossen. "Wenn ein PC crasht, sind Daten und Einstellungen verloren. Bei den Ultra-Thin Clients von Sun kann das nicht passieren, denn unsere Philosophie ist, überhaupt keine Porgramme oder Daten mehr auf dem Client zu haben.", erklärt Brandl. Eine Philosophie, für die Sun-Präsident Jonathan Schwartz das Schlagwort "Display over IP" geprägt hat.
Herzstück von Suns Terminal-Server-Lösung ist ein Server, auf dem die virtuellen Desktops laufen. Die Sun-Ray-Endgeräte dienen lediglich als Verlängerung für die Ein- und Ausgabe. Die Anwendungen selbst laufen auf Applikationsservern im Rechenzentrum (siehe Grafik). In die "Sun Ray Server"-Software, die auf dem Server läuft, ist auch ein von Microsoft zertifizierter Terminal Service Client integriert, der den direkten Zugriff auf Windows-Terminalserver-Anwendungen sicherstellt. "Sun Secure Global Desktop" (ehemals Tarantella) ermöglicht darüber hinaus die Integration heterogener Desktop-Umgebungen. Die Software sorgt dafür, dass alle Clients des Unternehmens - von Desktop-PCs über mobile Endgeräte bis zu den Ultra-Thin Cients - gleichberechtigt und sicher auf Anwendungen zugreifen können. Die Kombination von "Sun Ray Server" und "Sun Secure Global Desktop" bietet somit einen sicheren Zugang zu UNIX-, Linux-, Java-, Microsoft Windows-, AS/400- und Mainframe-Anwendungen auf nahezu beliebigen Serversystemen - von jedem beliebigen Client aus.
Niedrige Betriebskosten
Die neuen Versionen der Endgeräte - "Sun Ray 2" und das Highend-Modell "Sun Ray 2FS" - sind ab 230, beziehungsweise 460 Euro zu haben. Der "Sun Ray 270" mit integriertem LCD-Bildschirm kostet 800 Euro. Der Kostenvorteil gegenüber herkömmlichen Desktop-PCs liegt aber nicht allein im niedrigen Anschaffungspreis. Auch der Aufwand für Support und Helpdesk ist auf ein Minimum reduziert. Updates und Patches müssen statt auf jedem einzelnen Arbeitsplatz nur mehr zentral auf dem Server eingespielt werden. Zudem werden Virenschutz und Backup durch die Zentralisierung der Desktop-Software deutlich vereinfacht. Mit rund vier Watt verbraucht der Sun Ray 2 zudem weniger Energie als eine handelsübliche Glühbirne. Zum Vergleich: Ein durchschnittlicher PC verbraucht 100 Watt. Darüber hinaus kann man laut Brandl für die Ultra-Thin Clients eine Lebenszeit von sechs bis sieben Jahren veranschlagen, da es keine beweglichen Teile wie Platten oder Lüfter gibt, die sich abnutzen können. Das spiegelt sich auch in entsprechend günstigen Wartungsverträgen wider.Sun Rays machen mobil
Die Tatsache, dass der persönliche Arbeitsplatz bei einer Sun-Ray-Lösung nichts anderes mehr ist, als ein Speicherzustand auf einem zentralen Server, eröffnet auch in puncto Mobilität neue Dimensionen. Egal, in welcher Abteilung, Niederlassung oder Zweigstelle sich ein Mitarbeiter im System anmeldet - sein persönlicher Arbeitsplatz mit seiner Software, seinen Daten und seinen Einstellungen folgt ihm überall hin. Für die sichere Anmeldung sind die Endgeräte auch mit einem Smartcard-Reader ausgestattet. Durch die kombinierte Passwort- und JavaCard-Authentifizierung ist nicht nur ein Höchstmaß an Sicherheit gewährleistet, es kann so auch eine laufende Session von einem Client zum anderen bewegt werden, ohne laufende Programme beenden oder sich abmelden zu müssen.





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