"Wir werden uns ganz auf unsere ARIS-Plattform konzentrieren und in Österreich keine Individual-Software mehr anbieten", erläutert Pöll. Der Spezialist für Geschäftsprozesse und SAP-Outsourcing zählt hierzulande mit mehr als 170 Mitarbeitern zu den führenden Consulting Partnern der SAP und ist unter den Top 3 der SAP-Outsourcing Anbieter. Im Vorjahr (Zuwachs von 80% bei den Lizenzen) wurden viele Verträge mit Großunternehmen wie Red Bull und Egger verlängert, aber auch erheblich ausgeweitet wie mit dem weltweit agierenden Coats-Konzern (Näh- und Strickgarn-Erzeugung; Projektvolumen fast acht Mio. Euro; Laufzeit 5 Jahre).
"Wir sind bei diesem Kunden seit 2001 als Partner für den Betrieb der SAP-Systeme und für die Erbringung betriebsnaher Services verantwortlich. Nun wurde der Vertrag um weitere fünf Jahre verlängert und die Auftragssumme um 50 Prozent aufgestockt", ist Pöll stolz. Etwa 70% der erwirtschafteten Zuwächse kommen aus dem Neugeschäft und reichen über die Grenzen hinaus: "Wir begleiten unsere Kunden von Österreich aus immer öfter in den Osten!"
Branchenwissen gezielt eingesetzt
Im Zuge der Umstrukturierung der Aktivitäten des Gesamt-Unternehmens wurden bereits im Vorjahr die beiden Unternehmensbereiche Software und Consulting stärker zentral organisiert. Im Beratungsbereich wiederum wird das ausgeprägte Fach- und Branchenwissen (Stichwort: SmartPath) stärker über Ländergrenzen hinweg eingesetzt. "Wir fokussieren uns ganz klar auf große Kunden und gehen mit unseren Referenzmodellen nur in ausgewählte Branchen", erläutert Pöll.
Basis für die zu erzielenden Erfolge ist die Ende des Vorjahres freigegebene Version der ARIS Plattform 7.02. Sie bietet den Kunden die neuen Web-basierten Produkte "IT Architect", "Business Rules Designer", "SOA Designer" und "BI Modeler". "Unsere Werkzeuge und Methoden stehen nicht nur als Teil der SAP-NetWeaver Plattform zur Verfügung, sondern sind auch für Oracle einsetzbar. An einer Lösung für IBM arbeiten wir bereits", ergänzt Josef Kroer, Marketing- und Verkaufschef für Österreich.
"Der Bereich Business Intelligence ist ein wachsendes Gebiet, in das wir nun mit unserem BI Modeler einsteigen können", so Kroer weiter. Über eine Schnittstelle zum SAP BI lassen sich damit vollautomatisch die vorhandenen Metadaten grafisch aufbereiten. Selbst eine nachträgliche Redokumentation der Architektur und des DV-Konzeptes aller implementierten SAP BI Systeme wird ermöglicht. Eine Integrationslösung für Geschäftsprozessmanagement und Geschäftsregelmodellierung ist der gemeinsam mit dem Partner Corticon entwickelte "Business Rules Designer". Die Software ermöglicht die Modellierung, Verwaltung, Analyse und Umsetzung von Geschäftsregeln. Während der Geschäftsprozess den Arbeitsablauf im Unternehmen beschreibt, erläutert die Geschäftsregel die Entscheidungsfindung innerhalb dieser Prozesse.




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Dr. Christine Wahlmüller-Schiller ist freie Autorin und Kommunikationsberaterin, spezialisiert auf die IT- und Telekom-Branche. 