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Netz & Telekom

Im Gespräch mit Vimal Solanki, McAfee

Sicherheitsrisiken im Griff

Ende des Vorjahres stellte McAfee seine neue "Security Risk Management"-Strategie vor, die von einer weltweiten Marketing-Kampagne unter dem Titel "Power of M" begleitet wird. Am Hauptsitz des Unternehmens in Santa Clara sprach MONITOR darüber mit Vimal Solanki, dem Senior Director of Marketing.

"Mit diesem neuen Angebot wollen wir unseren Kunden eine verständliche und integrierte Lösung für Sicherheits- und Compliance-Anforderungen zur Verfügung stellen", erklärt Solanki. Compliance meint in diesem Zusammenhang die Einhaltung von Gesetzen und betriebsinternen Richtlinien. Unternehmen seien heute nämlich sowohl von Sicherheitsrisiken als auch von Strafandrohungen für die Nicht-Einhaltung gesetzlicher und firmeninterner Regelungen bedroht.

Im Gebiet der Sicherheit (Viren, Spam etc.) ist das Unternehmen bereits seit etwa 17 Jahren aktiv, die Produkte "Total Protection" sowie "Security Risk Management" wurden kürzlich vorgestellt. Dafür kaufte man ganz gezielt Unternehmen wie Onigma (Project Ontario; Schutz vor dem Verlust vertraulicher Daten) oder Citadel (Überwachung der internen Sicherheits-Richtlinien). Das Produkt Total Protection for Enterprise 2.0 enthält Schlüsselkomponenten wie den VirusScan, AntiSpyware oder den Policy Enforcer. Die Steuerung der verschiedenen Sicherheitstechnologien funktioniert über den Policy Orchestrator (ePO). "Die mit Citadel gekaufte Technologie soll auch in den ePO einfliessen", erläutert Solanki. ePO läuft weltweit bereits in etwa einem Drittel aller Unternehmen.

Lokale Partner werden gestärkt

Im Bereich der Compliance arbeite man natürlich sehr intensiv mit lokalen Partnern zusammen, da die gesetzlichen Regelungen je nach Land variieren. "Wir stellen die Technologie zur Verfügung, unsere Partner können die Lösung dann individuell an das Unternehmen anpassen!" Schon im Frühjahr wurde die Global-Services-Strategie vorgestellt, die es autorisierten Partnern erlaubt, Mainstream-Services zur Verfügung zu stellen. "Die technischen Mitarbeiter unserer Partner können sich bei uns ausbilden und zertifizieren lassen. Eine einheitliche Implementierungsmethode und vorgefertigte Angebote helfen den Lösungsanbietern dabei, mit ihren Kunden zu einem erfolgreichen Abschluss zu kommen", erklärt Solanki.

Solanki sieht seinen Arbeitgeber jedenfalls auch für die Zukunft gut gerüstet: "Wir haben etwa 1,5 Mrd. US-Dollar für weitere Zukäufe zur Verfügung!" Ziel jeder Übernahme ist die möglichst schnelle Integration der erworbenen Technologie in die eigenen Produkte. Meist würden kleinere Unternehmen mit einer sehr speziellen Technologie gekauft, um so die Technologie-Führerschaft zu sichern. "Wir verfügen unter unseren etwa 3.800 Mitarbeitern aber auch über 300 Entwickler, die neue Technologien integrieren oder selbst entwickeln."

Management ausgebaut

Im Jänner verstärkte der Sicherheits-Spezialist sein Management-Team mit der Bestellung von Martin Carmichael zum Chief Security Officer, Bill Curtis zum Chief Process Officer und Carl Banzhof zum Chief Technology Evangelist. Carmichael wird für die Themenbereiche IT Risk Management und Compliance verantwortlich zeichnen, das beinhaltet auch den Schutz des geistigen Eigentums und der Reputation des Unternehmens. Curtis übernimmt die Optimierung der Geschäftsabläufe innerhalb des Unternehmens, dazu zählt vor allem die Einführung einer prozessbasierten Methodik zur Ergänzung der unternehmenseigenen Sicherheitslösungen. Banzhof schließlich wird sich hauptsächlich um die Architektur, Kommunikation und die technische Promotion der SRM (Security Risk Management) - Familie des Unternehmens kümmern.

www.mcafee.at


Die McAfee Top-10-Sicherheitsbedrohungen für 2007

1. Die Zahl der Webseiten, die Anwender zur Eingabe ihrer Passwörter verleiten sollen, wird zunehmen.

2. Das Volumen von Spam, insbesondere bandbreitenintensivem Bilder-Spam, wird größer werden.

3. Das Verteilen und gemeinsame Nutzen von Videodateien über das Web wird immer populärer. Hacker werden deswegen mit hoher Wahrscheinlichkeit dazu übergehen, MPEG-Dateien als Multiplikator für Schadcode zu nutzen.

4. Die Angriffe auf Mobiltelefone werden einen höheren Stellenwert einnehmen als bisher.

5. Adware wird sich mit der Zunahme von potentiell unerwünschten Programmen (PUPs) weiter verbreiten.

6. Identitätsdiebstähle und Datenverlust werden weiterhin für Aufsehen sorgen.

7. Hacker werden verstärkt Bots zur Ausübung ihrer automatisierten Attacken benutzen.

8. Parasitärer Schadcode oder Viren, die bestehende Dateien auf einem Datenträger modifizieren, werden ein Comeback erleben.

9. Die Zahl der Rootkits auf den 32-Bit-Plattformen wird weiter ansteigen. Die Maßnahmen zum Schutz und zur Sanierung der Systeme erreichen aber ebenfalls einen höheren Leistungsgrad.

10. Angriffsstellen auf Systeme und deren professionelle Vermarktung im Untergrund bleiben eine ernstzunehmende Bedrohung.

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Dr. Christine Wahlmüller

Dr. Christine Wahlmüller-Schiller ist freie Autorin und Kommunikationsberaterin, spezialisiert auf die IT- und Telekom-Branche. ..mehr..

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