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IKT-Trends

Software Quality Lab - Studie:

Studie: Software-Qualitäts- und Projektmanagement

Mitte 2006 wurde von Software Quality Lab GmbH eine breit gestreute Umfrage zum Thema Software Qualitäts- und Projektmanagement durchgeführt. Die Auswertungen wurden nun abgeschlossen und zeigen interessante Erkenntnisse.

Bild aus der Detailauswertung der Studie

An der Studie 2006 beteiligten sich 31 Unternehmen aus dem deutschsprachigen Raum (Ö,D,CH), die selbst Software entwickeln beziehungsweise in größerem Umfang Software-Projekte abwickeln. Im Rahmen der Auswertung wurden die Unternehmen aufgrund verschiedener Selektionsfragen in die beiden Vergleichsgruppen der "überdurchschnittlichen Unternehmen" und der "unterdurchschnittlichen Unternehmen" getrennt und einander gegenübergestellt. Daraus lassen sich Hinweise ableiten, welche Praktiken und Methoden eingesetzt beziehungsweise vermieden werden sollen, um in der Umsetzung von IT-Projekten überdurchschnittlichen Erfolg zu erzielen.

Intuitiv vermutet und durch die Studie bestätigt wird die Erkenntnis, dass bei jenen Unternehmen, die im Vorfeld mehr Aufwand für die Qualitätssicherung in den IT-Projekten investieren, auch weniger Projekte abgebrochen oder erfolglos beendet werden sowie geringere Kosten für die Nachbetreuung bereits abgeschlossener Projekte entstehen.

„Qualität kann nicht erprüft werden, Qualität muss erzeugt werden!“ - Dipl.-Ing. Johannes Bergsmann, Geschäftsführender Gesellschafter, Software Quality Lab

Wesentlich dabei ist die Erkenntnis, dass Qualität nicht in ein System "hinein getestet" werden kann. "Qualität kann nicht erprüft werden, Qualität muss erzeugt werden!", erläutert diesbezüglich Dipl.-Ing. Johannes Bergsmann, Geschäftsführender Gesellschafter, Software Quality Lab. Die Mehrheit der Unternehmen (etwa 60%) gibt zwischen 5 und 10% des jährlichen IT-Budgets für die Beseitigung von Problemen aus, die durch professionelle Qualitätssicherung zu vermeiden gewesen wären.

Die Analyse dieser Daten ergibt weiters, dass im Durchschnitt über alle Unternehmen betrachtet mehr als 7% des IT-Budgets im Rahmen der Nachbearbeitung als Garantie- und Gewährleistungskosten anfallen.

Aus der Detailauswertung ergibt sich, dass in überdurchschnittlichen Unternehmen - verglichen mit den unterdurchschnittlichen - nur etwas mehr als die Hälfte der Garantiekosten anfallen. Es zeigt sich daher auch in dieser Studie wieder, dass sich Investitionen in Qualität rechnen.

Projekt- und Portfolio-Management

Bei der Frage "Wie wird die Entscheidungsfindung für größere IT-Projekte überwiegend vorbereitet?", zeigt sich ganz deutlich, dass der Grad, in dem die abgefragten Strategien und Methoden zum Einsatz kommen, zwischen über- und unterdurchschnittlichen Unternehmen genau entgegengesetzt verläuft:

Die bei den überdurchschnittlichen Unternehmen am häufigsten genannten Wege der Entscheidungsfindung waren bei den unterdurchschnittlichen Unternehmen bei den Antworten am wenigsten vertreten und umgekehrt. Wesentlich dabei ist die Erkenntnis, dass es nicht genügt, ein Gremium zu definieren, das die Entscheidung trifft, wenn keine vernünftigen, objektiven Grundlagen für das Treffen dieser Entscheidungen vorliegen.

Risikoanalyse

Bei den unterdurchschnittlichen Unternehmen findet in 40% der Fälle überhaupt keine Risikoanalyse statt und in weiteren 40% nur teilweise. Lediglich 20% der Unternehmen dieser Gruppe gaben an, regelmäßig eine Risikoanalyse durchzuführen.

Bei den überdurchschnittlichen Unternehmen zeigt sich ein signifikat anderes Verhalten. Etwa 40% der überdurchschnittlichen Unternehmen führen regelmäßig eine Risikoanalyse in IT-Projekten durch, rund 60% zumindest noch teilweise. Als größtes Projektrisiko wird dabei die mangelhafte Anforderungsspezifikation gesehen. Trotzdem wird erstaunlich wenig in diesem Bereich getan, wie auch die Auswertung im Bereich der Verteilung der Projektaufwände zeigt. Es werden nur ca. 15% der Projektaufwände in die Spezifikation investiert. Dies weicht massiv von den seit Jahren von der Wissenschaft und in der Literatur angegebenen Werten ab, die zwischen 20-30% empfehlen.

Überschätzung - Unterschätzung?

Außerdem besteht eine auffällige Differenz zwischen der direkt abgefragten Selbsteinschätzung der Qualität und der aus den gesammelten Informationen aller anderen Fragen gewonnenen "objektiven" Qualitätseinschätzung. Es zeigt sich, dass die Abweichung der Selbsteinschätzung, umso größer ist, je "schwächer" das Unternehmen ist."Unterdurchschnittliche Unternehmen schätzen sich überwiegend als überdurchschnittlich ein, überdurchschnittliche Unternehmen schätzen sich tendenziell schwächer ein", fasst Bergsmann diesen interessanten Aspekt der Studie zusammen.

Interessenten an der gesamten Studie (die Detailauswertung besteht aus einem Umfang von ca. 60 Seiten) können sich an johannes.bergsmann@software-quality-lab.at wenden. Die erste Studie ist kostenlos für alle Interessenten.www.software-quality-lab.at

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